Paris des Ostens – eine Reise nach Beirut

(09/2020) Man hört so viel vom Paris des Ostens. Eine Reise nach Beirut war schon lange mein Plan. Im November 2019 ist es dann soweit, ich fliege von Berlin-Tegel über Istanbul nach Beirut. Warum? Ich habe Zeit, das libanesische Essen lag mir schon immer und im “Paris des Ostens” war ich noch nie.

Der erste Flug ist gerade mal halb voll besetzt. Türkisch Airlines setzt ein modernes und sauberes Flugzeug ein.
Wie üblich setze ich meine Noise-Cancelling Kopfhörer auf und schlafe ein.

Paris des Ostens - eine Reise nach Beirut

Wir landen pünktlich in Istanbul und ich erkunde etwas den Flughafen. Pünktlich geht es dann weiter mit ME2826 nach Beyrut.
Wieder Türkish Airlines . Wieder ein tolles Flugzeug. Alles sauber, alles neu.

Landung in Beirut

Erster Eindruck: Toller Flughafen. Nicht so groß, aber in sehr gutem Zustand. Ein arabischer Passagier beschwert sich das es mit dem Gepäck 15 Minuten dauert.
Er war vermutlich noch nie in Berlin Tegel oder ist mit Airberlin geflogen (oder sogar beides) und hat auf Gepäck gewartet.

Ich scheine der einzige westliche Tourist zu sein.

Die Einreiseformalitäten sind anders als in Ägypten oder Jordanien.
Ich werde befragt wo ich wann war, wo ich hin will, mein Pass wird aus der Hülle genommen und zwei Aufkleber, die außen am Pass und innerhalb der Hülle waren entfernt. (Mehrere kleine gelbe Aufkleber die man jeweils bei der Einreise in Israel außen aufgeklebt bekommt).

Der Grenzbeamte kann nicht glauben dass ich als Tourist hier bin.
Er fragt mich was genau ich sehen möchte.
Ich habe zum Glück noch ein Werbemail mit Sehenswürdigkeiten in und um Beirut im Posteingang des Smartphones. Zum Thema Stadtrundfahrt sagt er mir: “Das geht nicht”.
Ich soll das ein anderes Mal machen. Von allen anderen Aktivitäten rät er mir ab. Sein Vorschlag ist: Am besten im Zimmer bleiben und das TV genießen. Klaro – Darum bin ich hier…

Überall das Gleiche

Draußen, vor dem Airport, geht der Kampf der Taxifahrer um den einzigen ungläubigen Fahrgast los.
Tumultartige Szenen, ein Fahrer greift meinen Koffer und mich und zieht mich weg.
Da können sich deutsche Taxifahrer mal eine Scheibe abschneiden…
Früheren Erfahrungen folgend, hatte ich mich zuvor in einem Laden innerhalb des Flughafens erkundigt was eine Taxifahrt nach Beyrut-Hamra kostet. Dann fragte ich was ein einheimischer bezahlen würde. Im Wagen mache ich dem Fahrer klar, dass ich maximal 25 US$ bezahlen werde.

Wichtiger Satz: ‘ana last ahmaq — أنا لست احمق — Ich bin kein Idiot

Der Airport von Beirut liegt nur kurz außerhalb der Stadt, keine 15 Minuten zu fahren. Wir fahren trotzdem schnell, teilweise mit 130 km/h durch die Stadt. Anders als z.B. in Kairo sind kaum Autos unterwegs, wenig Menschen auf der Straße.
Am Hotel angekommen, werde ich bereits erwartet und mit Namen begrüßt. Das Hotel scheint nicht voll ausgelastet und man freut sich auf jeden Gast. Das Zimmer ist o. k. aber das wichtigste ist: die Klimaanlage funktioniert. Jetzt ich möchte nur etwas essen und dann schlafen.

Dienstags in Beirut

Ich wache auf und freue mich das ich frei habe. Liege im Bett und höre Musik.

Zum Frühstück müsste ich mich motivieren aufzustehen. Ich lasse es ausfallen. In Beirut braucht man keine Angst zu haben hungrig zu bleiben.

Irgendwann stehe ich auf und laufe los.
Die Straßen sind nicht voll, im Vergleich zu anderen arabischen Städten eher leer. Obwohl sich der Bezirk Hamra im Zentrum befindet. Vergleichsweise viel Polizei und Militär ist auf der Straße zu sehen.
Das ist komisch. Anders als in Israel wo man auch viel Militär sieht.
Mit Sicherheit bin ich keine Sekunde unbeobachtet.

Ich laufe erst einmal ziellos durch die Straßen, erkunde die Gegend und gönne mit gelegentliches Stehenbleiben und beobachten.

An einem Kiosk trinke ich einen unglaublich süßen Kaffee. Doppelt so teuer wie angegeben, dafür darf ich auf dem Sessel vom Chef sitzen.

Nachmittags bin ich zurück am Hotel und lege mich hin. Total erschöpft, so viele Eindrücke. Auf einmal ist es 19:00 Uhr und ich wache auf. Ich brauche etwas um wach zu werden und breche dann auf zum BarBar Grill, meinem Basislager.

Paris des Ostens – eine Reise nach Beirut ist auch kulinarisch

Nach dem Essen laufe ich durch die Straßen. Hier in Hamra ist es ruhig, leer und sauber.
Ganz anders als ich mir die Stadt vorgestellt habe.
An der Rue Rebeiz ist ein Coffee Shop. Ich nehme einen Kaffee mit Milch und sitze auf der Straße .

Auf dem Weg nach Hause gehe ich zum Kiosk um Wasser zu kaufen. Im Fernsehen läuft ein Live-Bericht aus dem Norden Beiruts.

Die Menschen sind unzufrieden. Autos werden zerstört, Scheiben gehen zu Bruch. Der Kiosk- Mann meint es wird eine Revolution geben.
Alles läuft über Vetternwirtschaft, Leute sitzen auf Posten für die sie nicht geeignet sind.
Zeitweise ist Benzin knapp. Luxusartikel oder Technik ist, wenn überhaupt, nur für US-Dollar zu bekommen.

Mittwoch in Beirut

Ich schlafe wieder lange, verpasse das Frühstück wieder. Egal, ein Nescafe auf der Straße reicht mir heute.

Ich wandere Richtung Meer. Keiner nimmt Notiz von mir. Jedenfalls scheint es so.

Ich treffe auf Angler, komme ins Gespräch. Es geht um die Lage im Land und die Schere zwischen arm und reich. Er berichtet von Vetternwirtschaft und Leuten auf falschen Positionen. Klare Worte aus dem Volk.

Bassem angelt winzige Fische, die man komplett frittiert.

Als ich einen Fisch berühre, werde ich von der Rückenflosse „gestochen“. Es tut ziemlich weh. Ich drücke soviel Blut wie möglich raus und spüle mit Wasser ab. Dann wird es besser.

Flugblatt

Gegen Abend bin ich zurück am Hotel. Nach einer kurzen Pause bis 22:00 Uhr gehe ich los und laufe durch die Nacht auf der Suche nach Shawarma…

Donnerstag in Beirut

Ich schlafe lang und wache entspannt auf. Lange duschen macht gute Laune. Ich gehe runter auf die Straße etwas entlang und finde was zum Frühstück. Heute laufe ich in Richtung Hafen. Beirut hat einen übersichtlichen aber schönen Yachthafen. Teile des Hafens sind militärisch genutzt, Teile sind zivil.
Eher eine komische Stimmung hier.

Ich mache einige Fotos mit dem Telefon und werde sofort von einem Polizisten angesprochen. Sehr deutlich.
Ok, dann keine offiziellen Fotos mehr.

Ein Stück weiter sind im Yachthafen wieder Angler.
Ich schaue zu, genieße die Sonne und vergesse die Zeit.

Marina Beirut

Die Zeit verfliegt, der Tag ist warm und sonnig, irgendwann nehme ich ein Taxi zum “Rocky Point”.

Ich fühle mich gut, klettere die Felsen bis zum Wasser herunter und sitze auch hier einige Minuten im warmen Wind.

Dann, nach einigen anstrengenden Minuten klettern und Bergauf gehen bin ich wieder auf der Straße.

Ich setze mich in ein Café, nehme ein Kaltgetränk und freue mich an der Aussicht.

Auf der Straße spricht mich ein Taxifahrer an. Ich kann gut mit ihm handeln, er hat Humor und er fährt mich nach Hamra zurück. Morgen wollen wir nach Tripoli und Baalbeek fahren. 40 USD haben wir schon ausgehandelt. Um 9 treffen wir uns vor dem “Golden Tulip” Hotel.

Eine gute Gelegenheit das Hotel-Frühstück zu testen….

Beirut, Bybloss, Tripoli

Ich stelle den Wecker geht um 7:15 Uhr. Duschen, anziehen los. Ich gehe straight zum Golden Tulip Hotel und melde mich zum Frühstück.
Das Frühstück ist ganz o. k., wobei es nur eine Thermoskanne mit Kaffee für alle Leute gibt. Viele trinken aber Tee, so dass ich eine Tasse Kaffee ab bekomme. Läuft!

Pünktlich ist der Fahrer da. Mir fällt auf dass der Wagen nicht voll getankt ist, sondern im letzten Drittel fährt. Wir fahren zunächst nach Bybloss.

Von Bybloss geht es weiter nach Tripoli.

Tripoli erinnert mich sehr an Ramallah, aber nicht so voll und so belebt. Überhaupt kommt mir alles weniger voll vor.
Unterwegs fahren wir vergeblich zwei Tankstellen an um zu tanken. Bei einem der Checkpoints unterwegs erfahren wir das es hinter Tripoli wieder Benzin geben soll.

In ganz Beirut und Umgebung gibt es heute offenbar kein Benzin.
Wenn es denn Benzin gibt, ist die Menge limitiert und der Preis fix (20.000 Pfund für 8l)

Später halten wir dann an jeder Tankstelle und füllen 5l Wasserbehälter auf.
Eine hübsche Bombe wächst im Kofferraum.

An vielen Stellen steht Militär, teilweise mit modernen Gewehren, teilweise mit alten AK47 und uralten Panzern.

Wir fahren weiter nach Baalbeek. Hierzu geht es auf ca. 1500 m in die Berge. Wir passieren einen Wintersport-Ort. Am Ortseingang wieder ein Checkpoint, mitten im Nirgendwo. Zwei Soldaten stehen an einer Art Telefonzelle. Kein Fahrzeug, kein Haus.

Die Temperatur geht bis auf 4 Grad herunter.
Teilweise sehe ich bei waghalsigen Manövern das Weiße im Auge der anderen Autofahrer, aber mein Taxifahrer, sein Name ist Majd, hat aber alles in Griff.

Auf dem Weg zurück kommen wir an syrischen Flüchtlingslagern vorbei. Die ganze Stadt ist voll mit Flüchtlingen. Die Grenze zu Syrien ist nur ca 30 km entfernt.

Rückfahrt nach Beirut

Kurz vor Beirut kommen wir in eine Protest-Demonstration. Die Polizei sperrt alles ab, aber sind schon mittendrin. Majd reagiert besonnen und um- und durchfährt demonstrierende Menschenmassen. Kein Stein trifft das Auto. Was soll schon passieren, schließlich haben wir im Kofferraum genug Benzin für alle dabei.

Irgendwann am Abend sehe ich im TV: Auch in Beirut wird demonstriert.
Aber friedlich, natürlich und unter Polizeiaufsicht…

Ich rufe Majd nochmal an, will eine Fahrt zum Flughafen für den kommenden Sonntag klarmachen. Aber beim Nachschauen bemerke ich das der Flug schon morgen geht…

Puh. Glück gehabt…

Der Heimflug

Hier muss ich nicht viel schreiben. Die Reise war toll, der Libanon ist ein tolles Land und die Gastfreundschaft der Menschen ist überragend.
Ich komme sicher wieder (vielleicht eine Männerreise ?!) und hoffe, das sich einige Probleme bis dahin gebessert haben.

Paris des Ostens – eine Reise nach Beirut ist zu Ende, aber die Erinnerung daran bleibt.

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Mit dem Motorrad zum Nordkapp

(09/2020) Ich weiß gar nicht mehr wie ich 2012 auf die Idee kam, aber auf einmal war sie da:

Zusammen mit meinem Freund Alf wollte ich meinen 40 Geburtstag in Honningsvåg verbringen und einen Fingerhut voll Whisky genießen. (Aus Gründen der dortigen Alkohol-Preise habe ich einen Flachmann mit einem guten Tropfen mitgenommen.)

Die Reise sollte grob von Berlin via Helsinki immer nach norden parallel der russischen Grenze bis zum Polarkreis und weiter über die Finnmark nach Norwegen zum Nordkapp und durch Norwegen und Schweden wieder über Dänemark zurück nach Berlin gehen.
10 Tage sollten reichen…

Der Tourverlauf von Berlin zum Nordkapp und zurück
Tourdaten der “Nord Nord Nord” Tour

Die Vorbereitungen

Alf und ich haben diese Reise in unbekannte nordische Weiten jenseits des Polarkreises gut geplant.
Ich habe auf die BMW neue Metzler Tourance Reifen aufgezogen und bei der Gelegenheit auch in einen Wunderlich Ego-Screen investiert. Später sollte sich herausstellen, das der Ego -Screen nicht nur ein guter Windschutz, sondern vor allem ein perfekter Mücken- und Fliegenschutz ist.

Im Hafen von Travemünde
Im Hafen von Travemünde. Wie so oft startet die Reise am Skandinavienkai.
Alf’s Z1000

Mit der Fähre ging es mit einem kleinen Zwischenstopp in Gdynia (Polen) direkt nach Helsinki.
Hier kommen wir bei blauem Himmel, Sonne und 23 Grad an. Kurz denke ich: Das ist ja alles fast schon etwas warm hier…

Die Maschinen sind gesichert, jetzt ein kleines Bier.
Romantik auf See. Wir hatten aber eine Dose Füchschen Alt dabei …
Die weiße Kirche in Helsinki
Die weiße Kirche in Helsinki… Oft besucht, leider jedes mal den Namen vergessen.

Die Fahrt bis zum Polarkreis

Die Fahrt bis zum Polarkreis in Rovaniemi ist ruhig, gleichmäßig und mit Tempo 80-90 km/h ganz entspannt. Auf dem Weg wurde es etwas kühler, hier und da mal ein Schauer, aber alles noch im angenehmen Bereich.
Neben der Tatsache das der Polarkreis genau durch Rovaniemi führt ist hier auch die offizielle “Heimat” des Weihnachtsmanns.

kleine Autofähre in Lappland
Zwischendurch waren immer mal wieder kleine Fährverbindungen nötig.
Picknick im Wald
Auch die Mücken freuten sich über ein Picknick
Kamin im Arctic Lodge
Unsere Luxus-Hütte nördlich von Rovaniemi in Luosto . Neben einem Kamin ist sogar ein Fernseher vorhanden.
Kurze Pause am geografischen Polarkreis (66°32’35”)
Jens am Polarkreis mit Suppe
Nach dem Polarkreis-Eintopf fing es an zu Regnen und kalt zu werden.
Alf, mein bester Freund.
Aus kühl wurde kalt und aus Regen wurde Wolkenbruch.
Tages-Rest-KM
Dafür sind es nur noch 600 km bis zum Ziel
Nordkapp in Sicht
Die letzten 350 KM ziehen sich trotz des Wetters…

Erst wollte ich ja komplett ohne Handschuhe reisen, zum Glück nahm ich sogar die dicken Handschuhe mit. Diese waren nach stundenlanger Fahrt durch den eiskalten Regen durchweicht und an der Grenze zum frieren. Darum kauften wir uns Handschuhe aus dickem Gummi (vermutlich geschredderte Autoreifen) in einem Fischerei-Ausrüster Geschäft. Fortan konnte zwar nicht mehr mit Gefühl die Kupplung bedient werden, aber es gab ohnehin wenige Gründe zu kuppeln.

Die Handschuhe
Alf am Nordkapp
Freude beim Erreichen der Nordkapp Kommune
Jens am Nordkapp
Nur noch ganz wenige Kilometer
Freudiges Warten auf den Tunnel - Guide.
Der Tunneleingang um unter dem Fjord auf die Insel Mageroya zu kommen
Der Tunnel nach Mageroya
Im Regen mussten wir warten bis der Tunnel geöffnet wird…Neben uns ein überheiztes Italienisches Wohnmobil mit Flip-Flop-Trägern in kurzen Hosen.
Am Ziel: Das Hostel liegt direkt neben der Fischfabrik
Das nordkapp vandrerhjem hostel unsere Unterkunft.

Am Nordkap

Um auf die Insel Mageroya zu kommen war früher eine Fährfahrt nötig. Heute gibt es eine perfekt ausgebaute Straße unter dem Fjord durch. Nicht nur auf der Insel, die ganze Gegend ist einfach nur überwältigend. Die Einsamkeit, die Ruhe, die Kälte, der Wind.
Ich hätte mich am liebsten einfach eine Stunde neben die Straße gesetzt und nichts getan.

Auf dem Weg von Honningsvåg zu den Nordkapp Hallen
Auf dem Weg von Honningsvåg zu den Nordkapp Hallen
Blick vom Nordkapp auf die Barentsee.

Wer das ganze in bewegten Bildern sehen möchte : Jens | Alf
Es war ziemlich windig und ich war froh das ich auf einer Straßenkreuzung eine Mütze gefunden hatte.

Direkt am Nordkapp gibt es die “Nordkapp-Hallen”, ein Touristen Ort, an dem man nicht nur 8 € für einen Kaffee lassen kann, sondern auch jede Menge Souveniers erwerben soll.

Wir investierten in eine Pfeife

Lakritz-Pfeife
Preiswert und wohlschmeckend
Gesünder als Tabak
Ein Interview am Nordkapp
Diese Landschaft… keine Bäume, kein Strauch, nur Moos und Wind
Landschaft in der Mitternachtssonne
Durch die Mitternachtssonne sind Tag und Nacht nicht zu unterscheiden

Zurück in Honningsvåg

Natürlich haben wir uns auch den kleinen Ort Honningsvåg angeschaut. Sehr touristisch, aber der Hafen ist toll.

Einige Trolle haben wir auch kennengelernt.

Der Fischereihafen
Alf und Troll (v.l.n.r.)
Jens und Eisbär
Souvenirs, die keiner braucht
Alf und Mütze
Alf mit orts-typischer Kopfbedeckung (Samen-Mütze ?)

Die Rückreise

Leider geht die Zeit viel zu schnell vorbei und wir brechen auf. Unsere Route führt uns teilweise durch Norwegen und teilweise durch Schweden.
Einige High-Light’s liegen auf der Strecke.

Mücken und Getier ohne Ende
Alf an den white rapids
Alf an den “white rapids”
Jens an den white rapids
Jens an den “white rapids”

Nachdem das Museum der “ancient polar bear society” in Hammerfest geschlossen war, fuhren wir direkt weiter in “warme” Gefilde mit Vegetation.

Alf am Polarkreis-Schild
Jens am Polarkreis-Schild
Die Frisur sitzt
Grand Arctic Circle Överkallix
Am 24.Juni logieren wir standesgemäß im “Grand Arcitic Hotel” in Överkallix. Hier gibt es sogar eine Bar.
Grand Arctic Circle Hotel
Abendstimmung am Kalix

Jeder Meter nach Süden bringt mehr Bäume, mehr Sonne und auch mehr Menschen.

Kaffee Stop in Jönköping, Schweden
Kaffee-Stop in Jönköping

Kleiner Umweg auf dem Rückweg

In Süd-Schweden kamen wir an dem Ort “Snugge” vorbei. Keiner von uns war jemals vorher hier. Das musste geändert werden. Wer kennt Snugge nicht?

Das Geburtshaus der berühmten Opernsängerin Christina Nilsson steht hier. Geboren wurde Christina im Jahr 1843 nicht weit vom großen Gutshof Huseby.
(1A- Klugscheisser Wissen!)

Ich in Snugge
Hier sieht man Wikipedia und WikiLeaks zugleich von Snugge

Weiter geht es von Süd-Schweden nach Dänemark. Die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen liegt fast auf dem Weg. Leider ist ab hier mein Finger mit auf den meisten Bildern…

Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen
Das wichtige ist ja zu sehen.

Der Rest ist schnell erzählt: Von Kopenhagen nach Gedser sind im Dauerregen gerade mal 2 1/2 Stunden zu fahren. Zum Glück hatten wir eine überdachte Warte-Gelegenheit im Hafen auf die Fähre nach Rostock.

60 € für die Fähre incl. Moped, und 90 Minuten zu warten. Unspektakulär aber mit nassen Sachen.
Trocknen kann man ja im Wind nach hause…

Jens DL7JU etwas geschafft
Leicht erschöpft
Alf, stets guter Dinge
… aber guter Dinge.

Fazit:

Eine tolle Reise mit meinem besten Freund. Alles war perfekt und über das Wetter, gefrorene Handschuhe und andere Kleinigkeiten berichten wir unseren Enkeln mal.

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Meine BMW F800 GS – Verkauft – Vermisst

F800 in den Julischen Alpen

(08/2020) Anfang August habe ich mein treues und zuverlässiges Reise-Motorrad BMW F800GS verkauft.

Einerseits ist das seit meinem Unfall eine vermutlich vernünftige Entscheidung, andererseits habe ich nun gar keine F800 GS mehr…

Mit diesem Beitrag möchte ich meinem Mopped ein virtuelles Denkmal setzen.

In weiteren Beiträgen sind bereits einige Reisen beschrieben und wenn Zeit ist werde ich nach und nach über weitere Reise der Vergangenheit hinzufügen.

Doch zunächst mal ein visueller Eindruck:


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Einmal Stockholm und zurück

Im August 2010 habe ich mich kurzfristig entschlossen eine schnelle Reise nach Schweden zu starten.
Viel musste nicht geplant werden, denn ich fuhr mit meiner BMW F800 GS zunächst nach Travemünde und nahm eine Fähre nach Malmö.
Die Fährverbindung von Travemünde dauert nur wenige Stunden und weil ich die Nachtfähre nahm, habe ich mir den Luxus einer Kabine geleistet.
Der ganze Spaß kostet gerade mal 100 € inklusive Kabine.

Auf der Fähre ist ein Highlight das Buffet. “All you can eat” mit schwedischem Buffet. Von diesem Ereignis gibt es keine Bilder, weil ich jedes mal so aufgeregt bin … 🙂

DatumZeitStart / Ziel StreckenverlaufKM
16.8.2010 (Mo)Start ca. 12:00 UhrBerlin – MalmöA-BBerlin- Travemünde
(Skandinavienkai)- Nordö Link
22:00 Uhr nach Malmö
260
17.08.2010 (Die)gegen 8:30 UhrMalmö – VestervikB-DMalmö – Hässleholm – Kalmar –
Verstervik
458
18.08.2010 (Mi)gegen 8:30 UhrVestervik – ÖrebroD-EVestervik – Stockholm – Upsala –
Örebro
499
19.08.2010 (Do)gegen 8:30 UhrÖrebro – VärnamoE-FKumla – Askersund – Kalsborg –
Jonlöping – Växjo
484
20.08.2010 (Fr.)gegen 8:30 UhrVärnamo – GedserF-IVäxjo – Kopenhagen – Gedser411
21.08.2010 (Sa)gegen 8:30 UhrGedser – BerlinI-KGedser – Rostock – Berlin295
Summe KM2407
Ein Navi wird in Schweden nicht benötigt…
Einfach immer der Straße nach…
Das Schloß von Örebro
Das Schloß von Örebro
DatumUhrzeitLiterPreis SEKPreis DKKPreis EurPreis/LOrt
17.08.201011:1010,07127,6913,50 €1,34 €Strömsnäsbruk
17.08.201014:2311,75153,8116,26 €1,38 €Mariannelund
19.08.201011:359,79124,1413,12 €1,34 €Motala
18.08.201011:1912,4915816,70 €1,34 €Nyköping
19.08.201014:2111,99152,1516,08 €1,34 €Värnamo
18.08.201015:4413,59169,8817,96 €1,32 €Eskilstuna
19.08.201016:0911,92151,1515,98 €1,34 €Helsinborg
20.08.201017:5113,6619,64 €1,44 €Wittstock
20.08.201013:13115,1315,47 €Tappernoje
1036,82115,13144,71 €
Testverbrauch der F800 GS mit Gepäck und zügiger Fahrweise.

Die Landschaften in Süd-Schweden sind grün und ruhig.
Die Landschaften in Süd-Schweden sind grün und ruhig.
Schweden hat ein sehr gutes Straßennetz
Schweden hat ein sehr gutes Straßennetz, schnell fahren sollte man trotzdem besser nicht.
Im Hafen von Stockholm
Im Hafen von Stockholm. Kreuzfahrtschiffe fahren bis fast downtown.

Die Rückreise

Auf dem Rückweg fahre ich noch in Kopenhagen vorbei, zum einen möchte ich mal über die Öresund-Brücke mit dem Motorrad von Schweden nach Dänemark fahren, zum anderen war ich schon länger nicht mehr dort.

Öresund Brücke
Die Öresund Brücke in Richtung Dänemark
Eine kurze Fährverbindung von Gedser (DK) nach Rostock

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