China und Japan 2014

Maria und ich starten im Dezember 2014 zu einer gemeinsamen Reise nach Peking, Tokyo und Shanghai.
Das sind meine Reise-Notizen weitestgehend unbearbeitet.

1.12./2.12.2014

Start in Frankfurt im Hotel Meininger. Fahrt mit dem Taxi zum falschen Terminal. Dann Skytrain zum Terminal 1 und treffen mit Maria.

Wir checken ein und kommen gut durch die Sicherheit.

Flug mit Air China ist gut. Ich bin erstaunt über die komfortable Economy Class. Jeder hat einen eigenen Bildschirm mit Touchscreen, diverse Filme, Spiele und Kartensichten.

Es gibt erst Huhn mit Kartoffeln, ca. 2 Stunden vor Peking dann Beef and Pasta. Es schmeckt erstaunlich gut.

Die Zeit vergeht wie im Flug, ich konnte sogar etwas schlafen.

In Peking angekommen sind wir aus dem Flieger raus und haben eine Chinesin mit einem Clevertours-Schild gesehen. Sie sollte für alle das Visum besorgen. Es fehlten aber 4 Passagiere, die auf der Liste standen.

Ich bin dann zu einer großen Gruppe Leute gegangen und habe gefragt ob die dabei sind. Leider hat sich keiner gemeldet. Nach 30 Minuten warten kamen dann doch welche.

Die Pässe wurden eingesammelt und ein Gruppen-Visa ausgestellt. Dann ging es durch die Immigration.

Alles total Easy

und ohne Stress. Wir mussten uns etwas beeilen, da der Anschlußflug nach Shanghai nur 1 Stunde nach Landung des langen Fluges startete.

Ich würde kurzerhand zum “Visa-Verantwortlichen” ernannt und habe das Gruppenvisum bekommen.

Wir sind dann nochmals durch die Sicherheit und zum Flug nach Shanghai.

Just in Time. Die Maschine war eine B747-8 mit einer 3-4-3 Bestuhlung.

Im Flieger sitzend stellte sich heraus das 5 fremde Passagiere fehlten. Die Koffer mussten entladen werden. Letztendlich sind wir mit 90 Minuten Verspätung gestartet. Maria hat geschlafen, ich fühle mich noch fit. Zwischendurch gab’s Frühstück. Porritge mit eingelegter Gurke und ein geräucherter Ei.

Nach der Landung sind alle zum Ausgang und zu der Kofferausgabe gerannt. Ein Reiseleiter sollte uns erwarten.

Es fehlten trotz 30 Minuten warten noch 5 Leute. Mit Hilfe des Reiseleiters könnte ich noch einmal durch die Sicherheit und nachschauen.

4 Ständen noch da und hatten ihre Koffer nicht bekommen, 1 war zusammen mit ihrer Freundin falsch gelaufen und aus dem Transitbereich rausgelaufen. Sie durften dann zwar wieder einchecken, aber eine regte sich so auf das sie von irgendeinem Polizisten festgehalten und befragt wurde.

Mit ziemlicher Verspätung sind dann doch alle zusammen aus dem Airport raus und mit dem Bus zum Essen gefahren.

Wir waren in der Altstadt nahe des yu-gardens (sprich jü garden) essen. Verschiedene Fisch, Schwein, dim sum und andere Gerichte gab es am traditionellen runden Tisch. Dazu roten Jasmin Tee. Sehr gut. Wenn jemand eine Cola oder ein Bier bestellte gab es kleine Gläser (0,15) bis zum Rand gefüllt. Keiner konnte ohne kleckern trinken.

Danach sind wir in den yu-garden und haben viel erklärt bekommen.
Ich bin über die zickzack-Brücke gegangen und dann auf eigene Faust weitert durch die Altstadt. Zwei Kühlschrankmagnete gekauft.
Gegen 16:00 Uhr Ortszeit (Also seit ca. 27 Stunden Wach) waren wir im Hotel. Ich habe mich 2 Stunden hingelegt und dann erst gesehen das ich vom 22. Stock einen super Blick über. die Stadt habe. Um 19 Uhr bin ich mit Maria los zum Essen.
Abends haben wir noch Leute gesehen die auf der Straße Karaoke gesungen haben. Ein paar Straßen weiter haben wir Leute auf einem Platz tanzen sehen.
Cool.

Abends gegen 2200 noch ein Tsingtao in der Bar, dann gut müde ins Bett.

3.12.2014

Aufgewacht mit Kopfweh. Gingen aber beim Duschen weg.

Das Frühstück im Hotel ist halb chinesisch, halb Continental. Nicht schlecht.
Ich habe warme Sojamilch-Suppe und anschließend Früchte und Toast gehabt.

Um 09:00 Uhr sind wir (heute zu 8) mit dem Bus los zum Jade-Buddha Tempel. Sehr beeindruckend. Strahlt ruhe und Frieden auf mich aus. Ich mache viele Bilder.

Der Reiseleiter erklärt sehr viel über die Handhaltungen der Götter.

Vor dem Tempel kaufe ich Postkarten.

Dann geht es mit dem Bus weiter ins Finance -District, nach Pudong.

Hier steht das derzeit höchste Gebäude mit 475m. Wir gehen nach kurzer Sicherheitsüberprüfung hinein und alles ist extrem modern bis futuristisch. Blinkende Leuchtstreifen im Boden, animierte hell/dunkel Übergänge in Aufzug ein toller Blick von oben.

Anschließend ging es zum Essen in ein Restaurant. Es gab chinesisch!

Dann folgt eine

kurze Busfahrt zum Hafen um eine Bootstour zu machen. An Deck war es ziemlich kalt, aber sehr interessant. Wir sind auf einem Seitenarm des Yangtse gefahren.

Nach der Bootsfahrt haben wir eine kleine Wanderung entlang des Bund gemacht. Eine Art Uferprommenade.

Dann ging es mit dem Bus zur letzten Station, der Nanjing Rd.

Das ist eine große und berühmte Einkaufsstraße. Es gibt alles was es in Europa auch gibt, nur teurer.

Ich bin darum direkt in die kleinen Nebenstraßen gegangen. Hier wurden Fische,Frösche, Fahrradteile und Bekleidung verkauft. Zwischendrin wurde gebacken und geschlachtet.

Super interessant. Ich habe mich zu keiner Zeit unsicher gefühlt.

Als wir mit dem Bus am Hotel ankamen, habe ich die am Tempel gekauften Ansichtskarten geschrieben und abgegeben.
Dann bin ich mit Maria gegenüber vom Hotel in einer Garküche essen gewesen.

Um 19:00 sind wir mit dem Guide los zu einer Artistik Show gefahren. Wir sind mit dem public Bus durch die Stadt gefahren. Die Show war ganz ok, allerdings war das Gebäude nicht beheizt.

(Der Yangtse Fluss ist die Heizgrenze in China. Nur nördlich wird geheizt)

Das Highlight war eine große Kugel aus Eisen und Draht. Hier drin fuhr ein Motorrad, dann immer mehr. Zum Schluss führen 6 Motorräder in einer 6 m Durchmesser Kugel kreuz und quer.

Abends noch ein Bier in der Bar, dann gute geschlafen.

4.12.2014

Durch die Sonne aufgewacht. Ich habe ein großes Fenster im Hotelzimmer.

Dusche dann Frühstück wie gestern.

Ich fahre heute nicht mit ins Museum, will stattdessen etwas alleine machen. Nach dem Frühstück gehe ich durch die Nachbarschaft. Nur kleine Straßen. Sehr interessant. Ich schaue mir unter anderem Elektro-Roller an, die hier gar nicht viel kosten. Umgerechnet 300-500 Eu, je nach Aussttatung.

Um 12 Uhr werde ich im Hotel abgeholt. Dann geht’s zum Essen und zum Flughafen. Nachmittags fliege ich weiter nach Tokio.

bye bye – Shanghai

Der Check-In und der Flug verlaufen prima.
In Tokio angekommen ist die Einreise mit Foto und Fingerabdruck easy. Auch der Weg durch den Zoll.

Wir werden mit dem Bus abgeholt und fahren ca. 60 km nach Tokio rein zum Hotel.

Wetter ist angenehm: milde +9 Grad und Nebel.

Zu Shanghai gibt es eine Zeitverschiebung von + 1 Stunde.Wir checken ins Hotel ein und gehen sofort los. Das Hotel ist in Ginza, einem Business/Einkaufsviertel. Die Einkaufsstraße hier ist die 3-teuerste der Welt.

Wir trinken Bier, wir trinken Sake und gehen dann was essen. Nachts skype ich noch mit Tina. Um 3:30 bin ich im Bett.

5.12.2014 Tokyo

Um 6:00 aufgewacht nach kurzer Nacht. Ich habe meine erste Nacht in Japan gut geschlafen.

Die Toiletten hier sind ganz besonders. Es gibt beheizte Brillen, automatische Spül- und Abputzfunktionen und eine extra Geräuschdämmung.

Hi-End-Toiletten

Das Frühstück war gut. Ich habe etwas Fisch, Reis und Sojabohnen gegessen.
Dazu gab es kalten Tee und einen Kaffee.
Um 8 Uhr treffen sich alle in der Hotelhalle. Es geht per Bus zum Fujijama.
Das Wetter ist gut, wir haben ca. 10 Grad, blauen Himmel und Sonnenschein. Auf dem Fuji hat es geschneit, daher ist unklar wie hoch wir kommen werden.
Der Fuji ist ein erloschener Vulkan, der ca. 1,5 Stunden von der Tokioter Innenstadt entfernt ist.
Man kann ihn schon gut von weitem erkennen. Er sieht aus wie ein riesiger Schneeberg.
Um auf den Fuji zu kommen kann man insgesamt 10 Stationen erreichen.

Bis zur 5. Station kann bei gutem Wetter mit dem Auto gefahren werden.
Beklettert kann der Fuji nur zwischen Juni – September werden. sonst ist es zu kalt und zu gefährlich.
Weiter sind wir dann mit dem Bus durch das Owakudani Tal gefahren und waren bei den heißen Schwefel-Quellen.
In diesen Quellen werden sogar Eier gekocht, die dabei durch die hohe Konzentration des Schwefels schwarz werden.

Man sagt für den Verzehr von einem Ei lebt man 7 Jahre länger.

Ich habe dann mit einem Mitfahrer etwas Sake getrunken. Serviert wurde er in trinktemperatur in 0,2l Bechern!

Nach 2 Bechern brauchte ich erst einmal was zu essen.

Wir sind dann mit einer Seilbahn zum Ashi See heruntergefahren und mit einem Priatenschiff zur anderen Seite übergesetzt. Dann ging es die 100 km wieder zurück nach Tokio zum Hotel.

Maria und ich sind dann gleich wieder los nach Suehiro-cho ins Elektronikviertel. (Aki Habara) Wir sind dazu mit der gelben U-Bahnlinie von Ginza in Richtung Ueno gefahren (5 Stationen) Die U-Bahn kommt rund um die Uhr alle 2 Minuten! Etwas schauen, etwas shopping. Dann Sushi in einem kleinen aber sehr guten Restaurant. Fast wie bei Privatleuten.
Wir haben12500 Yen bezahlt. Kein Schnäppchen, aber das gute Essen ist es wert!

Mit der Bahn zurück und Postkarten schreiben. Dann ins Bett morgen ist Treffen um 7:40 Uhr.

6.12.2014 Tokyo – Peking

Morgens um 6 aufgestanden. Ich muss Koffer packen, denn um 7:40 Uhr geht es los zum Fischmarkt.

Das Frühstück war gut, ich hatte eine Miso Suppe, Kaffee und Toast mit Marmelade. Heute habe ich auch die Ansichtskarten im Hotel abgegeben.

Die Fahrt zum Fischmarkt dauert nicht lange. Wir steigen aus und laufen quer über den Marktplatz in einen Bereich mit kleinen Gassen und sehr vielen Sushi Imbiss Läden. Wir haben leider kaum Zeit etwas zu sehen oder Bilder zu machen.Der Reiseleiter hat Angst vor Verlaufen und Verspätung.

Nach 30 Minuten seigen wir wieder in den Bus und fahren zum Asakusa Tempel.

Flug nach Peking: Essen im Airport

Fakten zu Peking:
Durchmesser Peking 176 KM, 30 Mio. Einwohner.
Übersetzung Peking-nördliche Hauptstadt (Nanjing – südliche Hauptstadt)

7.12.2014 Peking

Platz des himmlischen Friedens

Verbotene Stadt

Himmelstempel

8.12.2014

morgens um 5:30 Uhr wachgeworden. Anziehen, dann Frühstück. Ich tausche die letzten japanischen Yen in RNB.

Dann geht es 3 Stunden lang mit dem Bus durch den Stau zur chinesischen Mauer. Unterwegs halten wir an einer Tankstelle an. Das Klo stinkt so extrem das selbst die Chinesen Papier in dem Toilettenraum anzünden und alles verqualmen.

Außerhalb von Peking ist der Himmel sogar blau, die Straßen leerer und die Luft etwas besser.

Die Mauer ist auf einem Bergkamm, auf den man mit einer 4-er Gondel hochfahren kann. Oben gibt es Freizeit und ich laufe los. Von Wachturm 14 muss ich bis Wachturm 4 laufen. Dort ist die Möglichkeit mit einem Schlitten (…natürlich nach chinesischer Art sehr sicher…) heruterzufahren.

Unten gibt es dann Mittagessen, wie immer am runden Drehtisch mit allerlei Hauptgerichten und zum Schluss die Suppe und der Reis. Dazu Jasmin Tee.
Sehr lecker!
Dann fahren wir 90 Minuten Richtung Olympiastadt.
Es ist alles zu und gesperrt. Wir halten irgendwo auf der Straße an und machen Fotos.

Dann kämpft sich der Bus durch den Stau zurück zum Hotel.

Dort angekommen sehe ich das meine. Sachen anders daliegen als morgens. Geldscheine sind aus einer Hülle raus, Mein Notebook ist offen und ein USB Stick liegt lose rum.

Bei näherer Betrachtung sehen ich das die Schraube an der SSD verkratzt ist. Vermutlich hat jemand die Platte ausgebaut oder es versucht.

Dann an der Bar vertrinke ich mit Gregor die letzten Yuan mit Bier und imitiertem Jack Daniels.

Morgen um 9:30 Uhr geht’s zurück nach Hause.

Ich packe um 1:30 noch schnell den Koffer und schlafe ein.

9.12.2014 Peking – Frankfurt

Ich wache früh auf. Habe doll Husten. Duschen und Anziehen, Koffer zumachen, dann Frühstück.

Ich erfahre, dass von 2 weiteren Mitreisenden ebenfalls die Sachen durchsucht wurden.

Beim Check Out muss ich warten bis jemand schnell das Zimmer kontrolliert hat.
Meine 2. Zimmerkarte wird vermisst.
Ich sage die ist aus meinem Zimmer verschwunden als alles durchsucht wurde.
Die Frau nickt und nimmt es wortlos hin.

Say no more

Wir fahren um 9:30 Uhr ab und brauchen für die ca. 25 KM 2 1/2 Stunden. Dann möchte die Reiseleiterin 30 yuan pro Langnase pro Tag als Trinkgeld für sich und 20 pro Tag und Nase für den Busfahrer. Sie weist relativ deutlich darauf hin das es sehr üblich ist diese Summe zu geben.
Die spontane Sammlung bring etwas über 100 Yuan für beide. Sie will das nicht teilen. Pech. Sie geht durch den Bus, ist angepisst und fragt alle ob sie nicht gut war.

Wir steigen aus, gehen durch die immigration und durch den Zoll und durch die Sicherheit. Jedes mal werde ich extrem gefilzt. Bei der Sicherheit wird mir eine meiner beiden Batterien weggenommen.

Weil ich frage warum werde ich zur Seite gebracht und mir wird gesagt das es so ist. Eine Frage nach warum wird erst immer mit der selben Antwort, dann mit immer mehr Beamten beantwortet.

Schließlich wird mir mitgeteilt das bei weiteren Fragen eine mehrstündige Klärung dieser ansteht.
Es wird mir empfohlen einfach nicht mehr zu fragen und mit meiner gebuchten Maschine nach Hause zu fliegen…
Mit diesem Eindruck verlasse ich China. – Bis zum nächsten Besuch.

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Istanbul im April

Reise nach Istanbul

Endlich kann wieder eine “Männerreise” nach der Lockerung der Pandemie-Beschränkungen stattfinden. Aus Gründen diesmal im April anstatt im Oktober.
Aber wohin?

Es sollte nicht sooo weit, dennoch warm, kulinarisch wertvoll und muslimisch sein.
Die Türkei!

Dieser Bericht besteht aus den Aufzeichnungen unserer Reise. – Viel Spaß beim Lesen.

11.4.2022 Anreise nach Istanbul

Wir stehen um kurz vor 6 Uhr auf, damit wir um 6:40 Uhr mit gepackten Koffern im Auto sind. Tina fährt uns nach Spandau von wo aus wir mit dem RE30 bis zum BER fahren.
Das Einchecken der Koffer und der Weg durch die Sicherheit geht schnell.
Kurze Zeit später sitzen wir am Gate und warten.

Pünktlich erfolgt der Aufruf zum Boarden.
Der Flug ist ruhig und angenehm. Es gibt Pasta und Weisswein bzw. Cola zum Essen.
Nach gut 2 Stunden setzen wir zur wackligen Landung auf dem Flughafen IST an. Es ist sehr windig und grau. Temperatur ca. 9 Grad. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.
Durch den Finger gehen wir direkt zur Passkontrolle.

Unser “private driver” von “payless cars” nimmt noch 2 andere Passagiere mit. Anders als versprochen, aber dennoch ok.
Die Fahrt vom Flughafen in die Altstadt zieht sich. Es ist Feierabend-Verkehr. Alles kein Vergleich mit dem Verkehr in Cairo oder Tel Aviv.
Wir kommen aber doch an unserem Hotel “Seatanbul” an. Das Hotel ist winzig, aber sehr persönlich geführt und unser Zimmer im dritten Stock bietet einen kleinen verglasten Balkon mit einem winzigen Tisch, einem Stuhl und einem kleinen Sofa.
Das Zimmer ist groß, das Bad vermutlich neu gemacht. Es gibt eine große ebenerdige Dusche.  Hier kann man es aushalten.

Lars und ich sitzen noch etwas auf dem Balkon.

Gegen 19 Uhr brechen wir auf und gehen eine Runde um den Block.
Wir suchen ein Restaurant. Auf der Straße werden wir angesprochen. Das ist normalerweise kein Zeichen seriöser Gastlichkeit. Wir nehmen trotzdem in dem Restaurant Platz und bestellen ein im Tonkrug gedämpftes Gericht mit Huhn, Lamm und Gemüse.
Dazu gibt es Reis, Brot und Ayran.
Für den ersten Abend ein sehr leckeres Essen. Auf dem Weg zurück zum Hotel kaufen wir noch zwei Flaschen Wasser. (Sehr praktisch, ein preiswerter Kiosk ist ca. 2m vom Hoteleingang.
Heute werde ich früh ins Bett gehen Punkt Morgen erkunden wir die Umgebung.

12.4.2022 Dienstags in Istanbul

Die Nacht war ruhig. Kein Gehupe, kein Geschrei und auch keine Sirenen – ungewohnt aber nicht unangenehm 🙂
Ich wache um 6 auf gehe auf den kleinen Balkon und und schaue auf das Marmarameer. Große Schiffe haben in Sichtweite über Nacht geankert.
Der Tag bricht an. Noch keine Sonne.
Nach einer Stunde sieht es schon ganz anders aus. Die Sonne scheint, fast alle großen Schiffe sind losgefahren und die Luft ist mild.

Lars schläft noch, ich gehe schon mal duschen.

Gegen 9 geht es zum Frühstück. Praktischerweise wird es direkt nebenan zu unserem Zimmer serviert.
Ebenfalls auf einem verglasten Balkon mit Blick über das Wasser. Allein der Blick macht gute Laune!

Es gibt Cay, Weißkäse, Gurke, Oliven, Tomaten, Rührei und Brot.

Ach ja, WiFi gibt es auch…

Nach dem Frühstück soll zunächst die nähere Umgebung erkundet werden.


Wir laufen und laufen.
In jeder Straße gibt es Neues zu sehen. Alles ist sauber und schön.
Mittags essen wir ein Sandwich und sitzen in der Sonne. Es sind ca. 12 Grad.
Als wir den touristischen Bereich verlassen, wird auf einmal alles billiger und die Leute noch entspannter. In einem Sportgeschäft findet Lars eine schöne Jacke und neue Sportschuhe.

Immer mal wieder einen Cay.

Am späten Nachmittag sind wir wieder im Hotel.
Beide sind erschöpft und ich schlafe mal für 40 Minuten.
Dann liegen wir noch etwas und unterhalten uns. Abends geht es dann wieder zum Essen.
Wir besuchen diesmal das zweite Restaurant in der Straße.
Es ist ganz klein und hat unten nur den Eingang. Um in den Gastraum zu kommen, müssen wir in den 3 Stock.
Weil es gerade angefangen hat zu regnen, fällt die (Freiluft-)Dachterrasse aus.
Wir sind die ersten (einzigen) Gäste bisher. Alles wirkt wie gerade aufgemacht…
Wir bekommen einen Heizstrahler hingestellt und bestellen.
Die Musik wird angestellt und es wird gemütlich.
Lars bestellt Pommes und Zwiebelringe. Ich nehme Lammfleisch und verschiedene Vorspeisen.

Zum Nachtisch nehmen wir natürlich einen Cay. Für 435 TL (Das sind heute rund 29 Eu) haben wir sehr gut gegessen.

13.4.2022 Mittwoch in Istanbul

Ich wache sehr ganz früh auf und setze mich auf unseren kleinen Balkon.
Der Tag dämmert gerade und ich schaue übers Wasser.

Irgendwie kommen wir nicht richtig auf die Beine.
Um kurz nach 9 sind wir dann doch beim Frühstück. Heute ist eine andere Frühstücksfrau da.
Die freundliche Frau Sultan kommt aber morgen wieder. Nach einem guten Frühstück und einem kleinen Chill-Out im Zimmer geht es dann zu Fuß los.
Wir laufen zur Blauen Moschee, nehmen dann die Tram Nr1 bis zur Galata Brücke.

Wir laufen über die Brücke bis nach Asien. Dann weiter durch kleine Straßen mit Läden für Werkzeug und Metallwaren. Als der Muezzin ruft, nehmen wir einen Tee.
Auf dem Weg zurück schauen wir eine Weile den Anglern zu.
Zurück in Europa kommen wir am bekannten Gewürz-Basar vorbei.

Vor der Tür lernt Lars seine neue Freundin kennen. Sie ist etwas größer als er und hat keine Haare. Sie sprich nicht viel, ich vermute sie ist Leistungs-Schwimmerin.
Lars findet sie cool und teilt sogar sein Eis.

Gegen 15:00 Uhr gehen wir Mittagessen.

Es gibt Dönerfleisch im Brot, dazu eingelegte Weinblätter und etwas Pommes.
Wir laufen weiter und kommen an einem Frisörladen vorbei.

Lars entschließt sich kurzfristig für einen neuen Haarschnitt.
Ich lasse mir den Bart rasieren.

Auch für eine kurze Gesichtsmaske ist Zeit.

Zurück an der Galata Brücke beobachten wir in der Sonne sitzend, mit einer Cola in der Hand die Fähren.
Die Zeit verfliegt.

Auf dem Heimweg wollen wir ein Taxi nehmen.
Ich frage einige Taxifahrer was es kostet und bekomme 150 TL gesagt.
Das sind etwas über 10 Euro. Ich biete 50 TL und wir fahren mit einem Fahrer los. Er startet die Uhr und Flucht die ganze Fahrt.
Bei 34 TL sind wir fast am Ziel und er hält einfach an. “Because of traffic” sollen wir weiter laufen.
Ich gebe ihm 30 TL und wir steigen aus. Der Restwert sind keine 5 Minuten zu Fuß.

Nach einer kurzen Erholung im Zimmer gehe ich allein essen. Weil Lars geschafft ist und keinen Hunger hat gehe ich allein essen. Lars kümmert sich um das ausgefallene Hotel WiFi.

Ich gehe ein Stück und stelle fest, dass alle Restaurants in der Umgebung die gleiche Karte mit annähernd den gleichen Preisen haben. Ich suche mir ein Restaurant aus bei dem ich nicht auf der Straße angequatscht werde und bin damit gut beraten. Das Essen scheint jedenfalls nicht zentral zubereitet zu werden und schmeckt ausgezeichnet.

14.4.2022 Donnerstag in Istanbul

Heute lassen wir es ruhig angehen. Wir schlafen lange und sind kurz vor Ende der Frühstückszeit beim Frühstück. Ein “Günaydin” bringt die nette Frühstücksfrau zum Lächeln. Nach dem Frühstück chillen wir noch etwas ab.
Das Wetter heute ist super. Blauer Himmel und Sonne Lars hat den Router im Hotel WiFi lokalisiert. Eine ganze Zeit wird mit der Erforschung der Infrastruktur verbracht. Es ist erstaunlich was man nur mit einem Smartphone alles sehen und machen kann.

Gegen Mittag kommen wir hoch und leihen wir uns e-Bikes vom Hotel aus. Wir fahren um die Blaue Moschee und dann weiter zum “Strand”.

Es ist herrlich, denn die Sonne macht ein sommerliches Gefühl. Nach 2 Stunden Radfahren geben wir die Räder ab und gehen einen Dürüm essen.

Der Tee nach dem Essen wird in der Sonne genossen. Dann wandern wir noch mal runter ans Wasser, sitzen in der Sonne und schauen den Schiffen zu.
Gegen 17:30 Uhr geht es wieder ins Hotel. Weil das WiFi nun ausgezeichnet funktioniert, schauen wir TikTok und YouTube. Lars findet ein Domino-Pizza Laden in Reichweite. Ruck-Zuck sind zwei Pizzen mit Getränken und Extras und Nachtisch für ca 16 Euro online ins Hotel geordert.
Pizza im Bett, Film gestreamt und schön gechillt. Schöne neue Welt.

15.4.2022 Freitag in Istanbul

Heute bin ich schon gleich um 6 aufgewacht. Wecker aus und noch ein klein wenig gechillt.
Dann wird es Zeit für das Frühstück. Vorher duscht Lars, dann ich. Die nette Frühstücksfrau ist wieder da. Sie lächelt und macht uns wie selbstverständlich einen leckeren Tee. 

Dann haben wir noch etwas Zeit bis unser Pick Up um 11 da sein soll. Heute wollen wir eine Bootsfahrt zum Goldenen Horn, entlang des Bosporus bis fast zum Schwarzen Meer machen Um 10:40 klopft es an der Tür. Der Fahrer ist etwas früher dran. Wir sind zum Glück schon fertig.

Das frühstück ist eine wichtige Mahlzeit

Wir fahren mit einem 14 Sitzer Bus durch die engen und vollgeparkten Straßen der Altstadt. An einem Hotel steigen 10 Inder dazu. Der letzte Inder schafft es aber nicht ganz in den Bus, weil er noch mit einem Sonnenbrillen-Verkäufer verhandeln muss. Alle warten.
…strange people …
Nach wenigen Minuten kommen wir als erste am Boot an. Der Sonnenbrillen-Inder entert das Boot, die anderen Inder folgen.
Wir warten bis die Crew aufmacht. Das Boot ist ziemlich groß und hat zudem noch 2 Etagen.
Unten gibt es Wasser, Kaffee und Tee. Andere Getränke und Snacks sind extra zu bezahlen.

Uns wurde explizit die “große” Tour empfohlen. “Weil die schöner ist”…
Nach dem Ablegen wird gesagt, dass wir jetzt 1 Stunde das goldene Horn abfahren.
Dann werden wir wieder anlegen und es kommen Menschen dazu. Na ja. Die Menge der Menschen an Bord jetzt finde ich dann ausreichend.
Nach knapp 40 Minuten legen wir wieder an und es ströhmen Menschen ohne Ende auf das Boot. Zum Glück gibt es für jeden einen Stuhl-Platz. Wir haben einen Sitzplatz an der äußeren Backbordseite. Lars hat sowieso beim Captain zu tun.

Irgendwann legen wir an, alle gehen für 1 Stunde von Bord. (“Freizeit” !)
Zufällig gibt es hier nur Restaurants und es ist 13:00. Wir gehen ein Stück und finden einen Kiosk. Der hat “Sossili”, eine Art Hot Dog mit Dosenwurst und Tomatensauce. Die Dosenwurst tut was sie soll.
Wir schauen den Anglern zu. Dann geht es zurück und der Kapitän gibt Gas.
Pünktlich legen wir an und alle gehen von Bord.
Statt mit der Indischen Gruppe wieder im Bus zu fahren beschließen Lars und ich zurück zu laufen.
Wir nehmen einen kleinen Umweg und gehen durch endlose Basare.

Es ist voll und warm. Ab jetzt kann man die Jacke getrost Zuhause lassen.
Wir laufen und laufen. Lars findet hier und da ein unsicheres WiFi um Dinge herunterladen oder den Fußwegmodus bei Google-Maps zu aktivieren.
Es ist Freitag, später Nachmittag und um 17 Uhr bricht das Gebet los.
Vor der Blauen Moschee wird wie wild geparkt.
Wir sitzen in der Sonne und genießen einen frisch gepressten Orangensaft. Auf dem Weg nach Hause kommen wir an einem Chinesischen Restaurant vorbei. Kurzerhand beschließen wir hier zu Abend zu essen.
Ich bestelle mir eine Suppe mit Rindfleisch, Gemüse und Nudeln.
Mein Hinweis die Suppe bitte NICHT scharf zu machen wird ignoriert und auch negiert.
Unter schmerzen versuche ich die Suppe zu essen,scheitere aber unter Tränen.
Der Kellner hat Mitleid und bringt mir ungefragt ein Glas Buttermilch und Weißbrot.
Auch eine neue Suppe bekomme ich. Die kann ich essen.
Lars hat Wan Tan und später Reis. Alles sehr lecker und komplett nicht mal halb so teuer wie die Restaurants nahe dem Hotel.

16.4.2022 Samstag – Abreise

Wir schlafen schön aus.

Das Frühstück ist wie immer toll. Zum Dank haben wir der Frühstücksfrau eine Kleinigkeit mitgebracht und überreicht. Sie ist über das Geschenk ganz gerührt.
Nach dem Frühstück packen jeder seine Sachen und kontrolliert auf Vergessenes.
Pünktlich um 11 kommt unser Fahrer. Der Weg ist nur ca 1 Stunde und die Straßen sind relativ frei.


Wir kommen ohne Stau bis zum Airport durch. Um 11:10 Uhr sind wir da.
Ab jetzt heißt es warten. Vielleicht gibt’s irgendwo ein WiFi….Wir gehen in das Flughafengebäude. Es gibt eine Vorabkontrolle des Gepäcks direkt am Eingang.
Dabei fällt mein mitgeführtes Beil schnell auf. (Habe ich für meinen besten Freund als Souvenir erworben)
Fragen über Fragen. Wir haben aber Zeit. Nach kurzer Zeit können wir (incl. Beil) weiter.
Es wird nur schnell mein Name und die Passnummer aufgeschrieben.
Relativ früh dürfen wir die Koffer aufgeben. Damit sind wir alle potentiell gefährlichen Gegenstände los.
Der Flughafen ist groß und im 1. OG gibt es einen Burger King.
Dort lassen wir es uns nieder und uns soweit es mit den Produkten von Burger King möglich ist gutgehen.

Dann geht es durch die Pass- und Sicherheitskontrolle

Ich döse etwas, Lars ist mit dem Telefon beschäftigt.
Dann ist es soweit: Wir können zu Gate B6a laufen und wenige Minuten später in den Flieger.
Wir haben dir Plätze 19e und 19f. Der dritte Platz in der Reihe bleibt wie üblich bis zur Ansage “Bording completed” frei.
Der letzte reinstürmende Passagier hat natürlich den Platz neben uns…
Die Stewardess bietet ihm aber zum Glück den Platz am Emergency Exit an.
Läuft – Eine Win-Win-Situation.

Fazit der Reise: Istanbul ist eine Reise wert, Das Hotel “Seatanbul” am Rand der Altstadt ist sehr zu empfehlen und das Frühstück dort zusammen mit der Aussicht fast schon allein eine Reise wert.

  • China und Japan 2014
    2014 starte ich einen Versuch mit einer organisierten Reise China und Japan zu entdecken. Gar nicht so schlecht und gar nicht so gut; je nach dem was man möchte und erwartet. Auf jeden Fall ist es eine gute Gelegenheit Menschen Kennenzulernen und sich auch abseits der Gruppe ein eigenes Bild zu machen.
  • Istanbul im April
    Endlich kann wieder eine “Männerreise” nach der Lockerung der Pandemie-Beschränkungen kann gemacht werden. Aus Gründen diesmal im April anstatt im Oktober. Aber wohin?
  • SSTV Bilder von der ISS empfangen
    SSTV ist eine Abkürzung und bedeutet “slow scan television” und bedeutet umgangssprachlich “Schmalband Fernsehen”. Entwickelt wurde es bereits in den 1950’er Jahren in den USA um Bilder mit geringer Auflösung schnell übertragen zu können.
  • Projekt “Geroh Kurbelmast und Hexbeam”
    Projekt Geroh Typ 9 und Hexbeam: Nachdem ich auf einer Halloween – Party aus einer Bierlaune heraus einen Geroh 9Klp 6/E Kurbelmast mit Motor ersteigerte, musste nun eine adäquate Antenne her. Doch eins nach dem anderen: Auf einer großen Internet-Auktionsplattform sah ich einen gut erhaltenen…
  • Ein QSO mit Ulrich Rohde N1UL
    Prof. Rohde ist ein Vorbild für mich seit ich mich mit Funktechnik beschäftige. Schon 1993 durfte ich einen Teil meiner Prüfungsarbeiten bei Rohde & Schwarz in Berlin ablegen. (Die legendäre Fehler-Such-Mess-Prüfung bei der ich an einer digitalen Ampelschaltung einer 4 Straßen Kreuzung mit Fußgängerüberwegen den Fehler fand bevor ich die Jacke… aber ich schweife ab)
  • Vom SWL zum Inhaber der Klasse E
    (31.7.2021) Seit langer Zeit wünscht sich mein Sohn Lars ein eigenes Amateurfunk Rufzeichen. Leider gibt es das nicht geschenkt. Man kann es auch nicht kaufen.Selbst Kinder bekommen nichts geschenkt, im Gegenteil: Es muss eine Prüfung in den Bereichen “Betriebstechnik”, “Elektrotechnik” und “Gesetzeskunde” vor der Bundesnetzagentur bestanden werden. Für Kinder gilt: Gleiche Fragen, gleiche Prüfungsbedingungen – … Weiterlesen
  • Der UAZ 2206 “Buchanka”
    Schon vor dem Projekt “Christel” fand ich den UAZ 2206 Buchanka toll! Hierbei handelt es sich um einen Kleinbus des russ. Herstellers UAZ…
  • Postkoffer „Christel“ – der finale Ausbau
    Ich habe mich entschlossen wegen der Menge der Informationen einen weiteren Beitrag zum Ausbau meines Mercedes 308 cdi (W903.6) zu verfassen.
  • Christel – der erste Praxistest
    Neulich bin ich mit dem Postkoffer Christel zu einem ersten Praxistest aufgebrochen. Einige Grundfunktionen sollten getestet und das ganze mit …
  • Postkoffer „Christel“ – das gelbe Mobil-Shack
    Seit längerem keimt in mir die Idee ein „Funkmobil“ zu „bauen“. Hier soll es sich am besten um eine Mischung zwischen Wohnmobil, Männerhöhle und mobilem Amateurfunk-Shack handeln.
  • GPS Genauigkeit beim Kenwood TH-D74
    Bei Tests mit meinem Kenwood TH-D74 ist mir aufgefallen, dass die über APRS gesendeten Positionsdaten überhaupt nicht mit meinem tatsächlichen Standort übereinstimmen…
  • Anzeige verschiedener Klimawerte
    Von Holger (DH1BUZ) habe ich ein Kit mit einem Node MCU (ESP8266) und verschiedenen Sensoren …
  • Das Tadiran PRC-2200 Man-Pack
    Das PRC-2200 Man-Pack ist ein militärischer Kurzwellen-Transceiver, welches von der israelischen Firma Tadiran hergestellt wurde. Es wurde in viele Länder der Welt exportiert.
  • Weihnachtsgrüße auf Kurzwelle auch im Jahr 2020
    Seit den 1950 er Jahren kann man Seeleute auf den Schiffen weltweit im NDR in der Sendung “Gruß An Bord“ zu Weihnachten grüßen…
  • Projekt VFO-Knopf von DL7MST
    Das Projekt “VFO-Knopf” von DL7MST habe ich bei Ebay per Zufall entdeckt. Schon lange wollte ich meinen ICOM IC-7300 fernbedienen…
  • teurer Pfusch von “Funktechnik Tutsch” in Dresden
    Stecker Pfusch bei Funkshop Tutsch… Einen PL-Stecker auf ein Koaxialkabel richtig und vor allem fachgerecht zu montieren ist nicht ganz trivial.
  • Paris des Ostens – eine Reise nach Beirut
    Ende November 2019 fliege von Berlin-Tegel über Istanbul nach Beirut. Warum? Ich hatte Zeit und das libanesische Essen lag mir schon immer. Der erste Flug ist gerade mal halb voll. Türkisch Airlines setzt ein modernes und sauberes Flugzeug ein
  • Cross-Band Repeater auf der ISS
    (10/2020) Die internationale Raumstation (International Space Station – ISS) ist eine bemannte Raumstation im Weltall. Ursprünglich für militärische Zwecke konzipiert, wird sie jedoch seit Beginn der Mission 1988 von 16 Staaten betrieben und unterhalten….
  • Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil III)
    Wir fliegen los nach Kairo… Erst einmal wird eine Verspätung gemeldet. Nur eine Stunde, dann noch eine Stunde…Irgendwann geht es dann weiter. Wir sitzen in einer Boeing 737-800 von AMC-Airlines…
  • Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II)
    Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – Was bisher geschah. Die Reise von Amman führt mit etlichen Verspätungen und einem Zwischenstopp in Kairo dann doch auf den Sinai nach Sharm el Sheik. Eine kleine Auffälligkeit: Wenn man mit einem Koffer in Amman das Flughafengebäude betritt, gibt es nur eine sehr schnelle Prüfung … Weiterlesen

Der UAZ 2206 “Buchanka”

Schon vor dem Projekt “Christel” fand ich den UAZ 2206 Buchanka toll! Hierbei handelt es sich um eine 4-rädrigen Kleintransporter des russischen Herstellers UAZ, der besonders im Gelände Spaß ohne Ende bietet.
Das Wort Buchanka bedeutet im russischen “Brotlaib”. Tatsächlich erinnert der Wagen an ein Kastenbrot.

Der UAZ Buchanka kam 1965 auf den Markt und hat seit jeher 2 Achsen und einen zuschaltbaren Allradantrieb sowie eine Differentialsperre. Es lassen sich mit der sagenhaften Zuladung von 800 Kg eine ganze Fußballmannschaft durchs schwere Gelände schaukeln.

Auffällig ist, dass der Buchanka schon immer 2 Tanks hat. (Einen kleinen Tank mit “ca. 27 l” und einen großen Tank mit “ca. 50 l” Fassungsvermögen.)
Während der Fahrt bedient sich der Motor zunächst am kleinen Tank, der über eine Venturi-Düse an den großen Tank angeschlossen ist.
Der Verbrauch von 12,5l im Schnitt ist mit dem (tatsächlich!) modernen 2,7l Benzinmotor gar nicht so hoch. Die 112 PS sind (nach meiner Erfahrung) absolut ausreichend und bieten mit nicht ganz 210 Nm ausreichend Kraft um die hakelige Schaltung nicht zu oft bemühen zu müssen. (Ein ziemlicher Umstieg von einem ZF-Getriebe im BMW… Damit als Fluchtfahrzeug nicht unbedingt geeignet…)

Dafür bewirbt der Hersteller ausdrücklich die Möglichkeit den Wagen auf Autogas umzurüsten.


Im Netz findet man etliche Berichte wie z.B. einen Bericht auf der Seite www.russenblech.de mit vielen Hinweisen sowohl zur Technik, als auch zur Wartung dieses schönen Autos.

Neulich kam Jörg, DC2CW mit (noch nicht ganz) seinem nagelneuen Buchanka vorbei und ließ mich sogar eine Runde durch den Wald fahren.

Ich habe keine Pfütze und auch kein Matschloch ausgelassen und bin aus dem Grinsen nicht mehr herausgekommen! 210 Nm mit 4-Rad Antrieb im Wald macht Spaß.

Wer die Gelegenheit hat, sollte sie ergreifen und sich einen Buchanka zulegen, leihen oder mieten.
Der Wagen macht unglaublich Laune.

Hat Dir der Bericht gefallen? Schau doch auf meine weiteren Berichte.

  • China und Japan 2014
    2014 starte ich einen Versuch mit einer organisierten Reise China und Japan zu entdecken. Gar nicht so schlecht und gar nicht so gut; je nach dem was man möchte und erwartet. Auf jeden Fall ist es eine gute Gelegenheit Menschen Kennenzulernen und sich auch abseits der Gruppe ein eigenes Bild zu machen.
  • Istanbul im April
    Endlich kann wieder eine “Männerreise” nach der Lockerung der Pandemie-Beschränkungen kann gemacht werden. Aus Gründen diesmal im April anstatt im Oktober. Aber wohin?
  • Der UAZ 2206 “Buchanka”
    Schon vor dem Projekt “Christel” fand ich den UAZ 2206 Buchanka toll! Hierbei handelt es sich um einen Kleinbus des russ. Herstellers UAZ…
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    Ich habe mich entschlossen wegen der Menge der Informationen einen weiteren Beitrag zum Ausbau meines Mercedes 308 cdi (W903.6) zu verfassen.
  • Christel – der erste Praxistest
    Neulich bin ich mit dem Postkoffer Christel zu einem ersten Praxistest aufgebrochen. Einige Grundfunktionen sollten getestet und das ganze mit …


Postkoffer „Christel“ – der finale Ausbau

26r in EDBG

Was bisher geschah:

Ich habe mich entschlossen wegen der Menge der Informationen einen weiteren Beitrag zum Ausbau meines Mercedes 308 cdi (W903.6) zu verfassen.
Alles in einem Beitrag erscheint mir zu lang.

…Nachdem meine Planar 4D nun endlich läuft wird auch schlagartig das Wetter besser 😉

Der Nächste Schritt ist die Verlegung eines Fußbodens. Auch hier habe ich Vinyl gewählt, da es leicht zu verarbeiten ist und zudem noch ganz gut gegen Kälte und Schall isoliert.

Bei der Gelegenheit wird gleich noch eine Verkleidung der Heck-Flügeltüren gebaut und jeweils ein stabiles Gitter (Danke an den edlen Spender Holger!) installiert.
Ab jetzt muss ich selbst aufpassen mich nicht mehr auszusperren, weil ein Einbruch im eigenen Fahrzeug nur noch mit sehr viel Gewalt funktionieren dürfte…

Jetzt kann auch eine Trennwand zwischen Technik-Raum und Wohnbereich eingebaut werden. Aus Platzgründen wird jedoch vorher die Elektrik von Holger und mir noch einmal überarbeitet.
Das Ende der Arbeiten wird mit selbst gekochter Bockwurst gefeiert.
(Man beachte das dies mit einem Ceran-Feld und ohne jeglichen Netzanschluß geschah!)

Der Innenausbau kann starten

Zu einer warmen Wurst gehört natürlich auch ein kühles Bier. Das Arbeiten mit nicht durchgekühlten Getränken muss aufhören!

Der neue Kühlschrank mit **** Gefrierfach kurz vor der Feuerprobe.

Nachdem der Kühlschrank nach der Lieferung einige Stunden “ruhen” muss, kann ich ihn in Betrieb nehmen. Erstaunlicherweise kann ich ihn sogar am kleinen Wechselrichter betreiben.
Nach einigen Stunden sind die Test-Biere kalt.

Test nach kleiner Panne OK

Ich nutze die Zeit um weiteres Material zu besorgen und auch bei IKEA schon mal nach Schränken zu schauen. – Natürlich alles jeweils mit negativem Covid-Test.

Auch das Licht und viele weitere Funktionen lassen sich nun über Schalter aktivieren. Eine grobe Übersicht über den Akku-Stand habe ich nun auch ohne auf meinem Smartphone nachzuschauen.

Fund bei EBay

Durch Zufall sehe ich bei EBay eine Auktion in der ein altes Filmplakat aus den 1960’er Jahren versteigert wird. Für wenig Euros komme ich in den Besitz und werde es bei Gelegenheit zur Wandzierde im Auto installieren.

Projektziel: Fertigstellung zum 1.Mai 2021

Pünktlich am Abend des 30.4. stelle ich die Arbeiten ein und fühle mich am Ziel angekommen:

  • Das Fahrzeug ist saniert
  • Die Christel ist wohnlich
  • Es gibt eine effiziente Heizung
  • Ich bin unterwegs autark
  • Kurzwellenfunk ist in wenigen Minuten möglich
  • Alles funktioniert

Ein kurzer Blick durch den Wagen.

Wie man sieht habe ich noch einen Flachbildschirm eingebaut. Nach kleinen Veränderungen läuft er nun über die Bordspannung von 13,x V.
Hierüber kann ich arbeiten, Funkgeräte anschließen und natürlich auch mal Netflix schauen…
Wartezeiten sind so überhaupt kein Problem mehr.

Am Abend des 30.4. ist ein gemeinsames Abendessen mit Holger und dann Funkbetrieb bis spät geplant.
Ich habe zu diesem Zweck 32 Hot Dogs incl. verschiedener Saucen bei IKEA und ausreichend Kaltgetränke besorgt.

Wir stellen fest, das 16 Hot Dog pro Person selbst mit Bier nur schwer machbar (aber nicht unmöglich!) sind. – Man muss nur wollen 🙂
Jedenfalls muss ich kurz nach dem Abendessen auf der Seite liegen… Funken geht morgen sicher auch.

Die erste Nacht…

…war sehr komfortabel und wie erwartet auch angenehm warm. Obwohl die Heizung die ganze Nacht durchlief habe ich (zumindest lt. Tankanzeige) kein Diesel verbraucht. Der Stromverbrauch des Abends, etwas Fernsehen und Funken, sowie die Lüftung die ganze Nacht hindurch haben den Akku auf 87% der Kapazität heruntergebracht.
Mit etwas Einschränkung kann ich theoretisch 4 Tage in einem dunklen Tunnel stehen und habe genug Strom für alles.

Die Sonne lädt den Akku aber binnen kürzester Zeit wieder auf.

Christel im Sonnenaufgang des 1.Mai am Start auf der Rollbahn 26r in EDBG

Nach kurzem Hot Dog Frühstück bauen Holger und ich auf.

Etliche Verbindungen sind gelungen, weitere werden folgen.

Auch viele Reisen und Ausflüge werden folgen…stay tuned

Ein Bericht zu einem anderen Reisetauglichen Fahrzeug? Hier!

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    Anfang August habe ich meine treue und zuverlässige F800GS verkauft. Einerseits ist das seit meinem Unfall eine vermutlich vernünftige Entscheidung, andererseits habe ich nun gar keine F800 GS mehr…
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    Seit einiger Zeit ist ja der Frequenzbereich zwischen 50Mhz und 52Mhz in Deutschland für den Amateurfunk nutzbar. Am 23.8.2020 habe ich beim ILLW in Ueckermünde erstmals die Gelegenheit einen von Steffen DO7FIR selbstgebauten Dipol für 6m zu testen.
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  • Mini-Fieldday Schönower Heide
    (07/2020) Am 11.7.2020 bin ich mit drei Funkfreunden (DL7AG, DO7FIR und DD4FK) in der Schönower Heide, etwas nördlich von Berlin bei Bernau verabredet. (Genau gesagt: 52.67911,13.5208784) Wir wollen das Equipment für den bevorstehenden ILLW testen, Spaß haben und dabei noch einige QSO hinbekommen.
  • WSJT-Z, ein WSJT-X mit sinnvollem Mod
    (07/2020) Der polnische Funkamateur Tom, SQ9FVE aus Lubliniec bietet unter der Bezeichnung WSJT-Z einen Klon der bekannten WSJT-X Software mit deutlich mehr Funktionen an…
  • Ausbildung spielt eine große Rolle
    (07/2020) Ausbildung und Fortbildung spielt im Amateurfunk eine große Rolle! Denn auch wenn man die Fragen richtig beantworten bzw. ankreuzen konnte, heißt es noch lange nicht, das der neue Funkamateur nun der Fachmann ist….
  • Yaesu FT-991a Einstellungen für FT8
    Immer wieder wird man gefragt was am Transceiver und am Computer einzustellen ist um mit WSJT-X ON Air gehen zu können. Ich möchte das einmal am Beispiel meines Yaesu FT-991a zeigen. So schwer ist es nämlich gar nicht gar nicht.
  • Bandplan 80m (Amateurfunk)
    Als 80-Meter-Band bezeichnet man den Frequenzbereich von 3,5 MHz bis 4,0 MHz. Er liegt im Kurzwellenspektrum. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab.
  • Einmal Stockholm und zurück
    Im August 2010 habe ich mich kurzfristig entschlossen eine schnelle Reise nach Schweden zu starten. Mopped volltanken, Regenhose einpacken und los…
  • Schnelle Runde durch Italien
    Im Juli 2014 begab es sich das ich mit meiner F800 GS in München war. Es war Wochenende, schönes Wetter und ich hatte Appetit auf eine Currywurst in den Alpen. Schnell war eine Route zusammengestellt:
  • FT8 Frequenzen (Übersicht)
    Seit Sommer 2017 gibt es FT-8. Es ist 4 x schneller als JT65, nämlich nur 15 Sekunden anstatt 60 Sekunden pro Message. Die Bandbreite beträgt lediglich 50 Hz (Anstatt 178 khz bei LT65). Daher kann mit wenig Leistung und “wenig” Antenne trotzdem Betrieb weltweit gemacht werden.
  • Bandplan 12m Band (Amateurfunk)
    Als 12-Meter-Band bezeichnet man den Frequenzbereich von 24,89 MHz bis 24,99 MHz. Er liegt im Kurzwellenspektrum und ist ein WARC-Band. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab.
  • Bandplan 2m Band (Amateurfunk)
    Das 2-Meter-Band (2-m-Band) ist das Frequenzband um die 150 MHz. Klassisch ist damit der Amateurfunk gemeint (144 MHz bis 146 MHz, in Amerika, Ozeanien und Teilen Asiens 144 MHz bis 148 MHz), der Begriff wird aber auch für andere Funkdienste verwendet, insbesondere um zwischen verschiedenen möglichen Bändern (70 cm, 2 m, 4 m und 8 m) zu unterscheiden. Das sind der BOS-Funk (165 MHz bis 174 MHz) und der Betriebsfunk (146 MHz bis 174 MHz). Neben Handfunkgeräten sind ortsfeste und Fahrzeug-Einbaugeräte gebräuchlich.
  • Bandplan 10m Band (Amateurfunk)
    Das 10-Meter-Band ist ein Frequenzband im Kurzwellenspektrum. Es befindet sich im Frequenzbereich von 28 MHz bis 29,7 MHz und bildet den Übergang von den Kurzwellen zu den Ultrakurzwellen. Atmosphärische Störungen (wie Gewitter) machen sich nur selten bemerkbar, wohl aber künstliche Störungen durch z. B. Zündfunken.
  • Zufalls – Reisebild
    Reiseberichte und Bilder
  • BMW 800 GS
    Im April 2008 habe ich mir eine BMW F800 GS bei BMW in Berlin gekauft. Warum? Na ja, die F650 die ich bis dahin fuhr war in den Bergen ungeschlagen, aber mit Gepäck auf langen Strecken und dann vielleicht noch auf der Autobahn nicht so geeignet.
  • Bandplan 40m Band (Amateurfunk)
    Das 40-Meter-Band oder 7-MHz-Band umfasst auf Kurzwelle die Frequenzen von 7,0 MHz bis 7,2 MHz in den ITU-Regionen 1 und 3 bzw. den Bereich von 7,0 MHz bis 7,3 MHz in der ITU-Region 2. Es ist primär dem Amateurfunkdienst zugewiesen und nach der ungefähren Wellenlänge benannt.
  • Bandplan 20m Band (Amateurfunk)
    Das 20-Meter-Amateurfunkband erstreckt sich von 14,0 MHz bis 14,35 MHz. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab. Es ist das klassische Weitverkehrsband (DX-Band). Im Sonnenfleckenmaximum ist es fast rund um die Uhr verwendbar, so dass Funkverbindungen mit allen Kontinenten möglich sind. Im Sonnenfleckenminimum hingegen ist das 20-Meter-Band nur tagsüber bzw. bis in die frühen Abendstunden benutzbar, fällt manchmal sogar ganz aus. Die Tote Zone ist oft größer als 1000 Kilometer.

Christel – der erste Praxistest

Neulich bin ich mit dem Postkoffer Christel zu einem ersten Praxistest aufgebrochen.
Einige Grundfunktionen sollten getestet und das ganze mit einer etwas längeren Fahrt verbunden werden.

Warum nicht mal nach Dunsen fahren und bei Regen, Kälte und Sturm auf einer feuchten Wiese stehen? Mo, der Wohnwagen von Alf ist auch da.

Die Fahrt von JO62nl nach JO42ub verlief ohne Probleme. Der Motor lief und auch die Heizung tat wofür sie geschaffen ist.
Einmal brauchte ich sogar (kurz) meine Sonnenbrille. Der Wagen ist zwar anfällig für Seitenwind, aber dennoch gut handlebar.

Beim Auffahren auf das Gelände stellen sich erste Problemchen ein: Der Wagen hat zwar ausreichend Bodenfreiheit, aber auf dem nassen mooshaltigen Gras keine Traktion.

Durch das Hochheben des Wagens und unterlegen von Gehwegplatten (der Gehweg wurde kurzfristig verkürzt) hatte ich noch einmal kurz Traktion und konnte Christel ganz aufs Gelände fahren.

Das Herunterfahren wird sicher zum Problem… aber erst morgen…

Jetzt erst mal ein Bier und die Antenne muss auch noch bei Sturm und Regen auf den Antennenfuß aufgesetzt werden.
Ein Hoch auf Alfs Kochkünste: Er zaubert auf einem Campingkocher ein komplettes Essen mit Entrecote Steak incl. Bohnen und knusprigem Brot.

Nach dem Essen nehme ich die neue Antenne und den neuen Tuner an meinem Yaesu FT-991A in Betrieb.
Der Tuner im Gerät muss aus, der Yaesu muss muss auf FM eingestellt und der Sender getastet werden. Der externe Tuner tut schon mal und stimmt schnell ab. (Klingt wie ein Flipperautomat)

Mein erster Ruf nach RC7KY auf 40m hat direkt Erfolg! Ich freue mich und habe ein nettes QSO. Es gibt so gut wie kein QRM und ich bekomme einen Rapport 9+10

Ende des QSO mit RC7KY, einem OM aus I und mir

Am nächsten Morgen

teste ich mal etwas auf 80m und komme mit Andi, DL6EAT und Bernd, DO2BOM in Kontakt. Die beiden hören mich auf 3,653 Mhz gut und bestätigen mir damit die Funktion der Mobilantenne.

Dann kommt die Idee auf Christel wieder auf die Straße zu bewegen, irgendwann möchte ich ja nach hause.
Es hat gar nicht lange gedauert und sie ist fast bis zur Felge im nassen Untergrund eingesunken.

Der Trick mit den Gehwegplatten funktioniert diesmal nicht und aus Nieselregen wird ein handfestes Gewitter mit Hagel.
Nach knapp einer Stunde brechen wir die Bergung ab und ich rufe professionelle Hilfe.

Es dauert nicht mal 1 Stunde und das Autohaus Stichnot in Duingen ist mit einem passenden Schlepper Vorort.
Natürlich hört es sofort auf zu regnen…

Fazit:
Eine tolle Tour! Christel hält durch und fährt (auf dem Rückweg) bis zu über 120 Km/h
Die Antenne funktioniert auch und dank Alf gab es ein tolles Abendessen und ausreichend Bier.
Sicherlich lässt sich die Befestigung des Stellfläche optimieren, aber das ist marginal.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an das Autohaus Stichnot in Duingen. Hier habe ich schnelle und kompetente Hilfe zu einem Fairen Preis bekommen!

Interessiert an Christel ? Einfach hier schauen.

Viele andere Beiträge kann man hier sehen:

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Postkoffer „Christel“ – das gelbe Mobil-Shack

Seit längerem keimt in mir die Idee ein „Funkmobil“ zu „bauen“. Hier soll es sich am besten um eine Mischung zwischen Wohnmobil, Männerhöhle und mobilem Amateurfunk-Shack handeln.

Ein erstes Sammeln der Anforderungen ergab folgende Liste:

  • Es soll geräumig sein, idealerweise mit Stehhöhe (die Idee des VW Caddy mit Funkgerät wurde gleich wieder verworfen)
  • Es soll autark sein. (Solar, ein Power-Akku, Wechselrichter und Computerüberwachung incl.)
  • Es soll schneller als 80 Km/h fahren können (Das Wohnmobil auf Peugeot-Basis mit 75 PS Saug-Diesel war definitiv zu schwach …)
  • Es soll unauffällig sein. Weder Einbruch noch neugierige Blicke werden benötigt.
  • Eine Kurzwellen-Antenne soll schnell und einfach aufzubauen sein. (Keine Bälle-Schleudern mit Antennen-Drähten, keine wackligen Konstrukte mit Bodenhülsen und Drähten)
  • Natürlich sollte es nicht so viel kosten. (Anschaffung und Unterhalt sollen sich im Rahmen halten)

Viele Konzepte wurden durchdacht und mit Freunden diskutiert:

Ein Zeppelin Shelter aus ex-Bundeswehr Beständen? Sehr cool, aber wie Transportieren? Hier wird ein Unimog oder LKW mit Ladefläche mit entsprechenden Befestigungsmöglichkeiten benötigt. – Billig ist anders

Ein ausgemusterter Alu-Shelter von Zeppelin.
Ein Zeppelin – Shelter

Anderes extrem: ein VW-Caddy?
Das hätte den Vorteil das er in die Garage oder in den Carport passt. Das sind aber auch schon alle Vorteile…

Ursprüngliches Bild: Von Rudolf Stricker - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2977444
Vielleicht merkt man das ich kein VW-Fan bin

Ein Van?
Vielleicht ein Ford Transit Custom?
Besser, aber auch zu klein und zu „filigran” Stehen kann man darin auch nicht.

Ein ausgewachsener Lieferwagen L2H2?
Jaaa, schon besser, aber teuer im Unterhalt und komplett nackt.
Da muss viel gemacht werden…

Dann ist mir ein Mercedes Sprinter 308cdi aus der Baureihe W903 aufgefallen.
Ein sogenannter Postkoffer auf Basis des Mercedes Sprinter 1 mit einem “Kögel” Koffer-Aufbau.
Der Koffer ist grob 2m x 4m und knapp 2m hoch.

Mein neues Auto, Beim Kauf etwas verwahrlost und ohne Hupe, aber ich päppel die kleine Christel auf.
Ist er nicht wunder-wunder-schön, der 308 cdi (Baureihe W903.6) mit fetten 82 PS ?

So ein Zufall, in Berlin verkauft jemand genau so ein Modell mit Kögel Kofferaufbau, Standheizung (Kühlwasserheizung), TÜV, Fahrbereit und weniger als 150.000 Km Laufleistung.

Lars und ich fahren nach Wedding um das Fahrzeug zu begutachten. Es ist bei einem Wohnungs-Entrümpler als Ersatzfahrzeug im Einsatz.

Erster Eindruck: Es ist einiges zu tun, im Kofferaufbau aus GFK sind einige Macken, aber nichts was nicht selbst zu reparieren wäre. Der Wagen hatte 148500 Km runter und war einfach nur ungepflegt und nie gewartet worden. Einiges kann ich alleine in Ordnung bringen, bei anderen Problemen hatte ich zunächst schnelle und gute Hilfe vom Autoservice Seelke in Seeburg. Hier wurden TÜV relevante Kleinigkeiten wie Hupe, eine dauerhaft leuchtende Airbag Lampe, Bremsen, sowie ein kleines Loch im Kotflügel in Ordnung gebracht.
Später hatte ich Unterstützung von Holger, DH1BUZ, der nicht nur viel Sachverstand, Bier und Grillfleisch spendete. Auch das ein oder andere nützliche Teil oder Teilchen findet an und in dem Wagen eine neue (und teilweise andere) Verwendung und ein neues Zuhause.
Doch dazu später mehr.

Jedenfalls eine perfekte Basis für ein gelbes mobiles Shack

Ein weiterer Vorteil ist, dass bereits nachträglich ein Dieselpartikelfilter (DPF) in den Wagen eingebaut und eingetragen wurde.
Der Postkoffer hat, anders als die anderen Postkutschen, eine grüne Plakette mit einer 4 bekommen und damit freie Fahrt in die Umweltzonen dieser Republik.

Schnell hat war ein Name für das gelbe Mobil gefunden:
Christel von der Post oder einfach nur “Christel”.

Die ersten Arbeiten (Quasi direkt nach der Übernahme)
Tür-Scharniere Ölen und den Wagen mal “freifahren”

Lars und ich füllen auf den 1/4 vollen Tank eine Dose “Diesel-System Cleaner” und fahren Richtung Dessau über die Autobahn. Ich merke das der Wagen nicht richtig zieht und beim Beschleunigen Diesel-Wölkchen zu sehen sind…

Auf dem Rückweg mit frischem (hochwertigem) Diesel sieht die Sache schon besser aus. Ab Tempo 80 kann man auch wieder was im Rückspiegel sehen 🙂
So gebe ich den Wagen beim Autohaus Seelke ab und bekomme nach kurzer Zeit und einigen Ausbesserungen eine neue AU & HU Plakette an die inzwischen eigenen Kennzeichen geklebt.

“Das schlimmste ist gemacht” dachte ich mir noch. Aber jetzt hatte ich erst mal Zeit den Wagen im Detail und ganz in Ruhe anzuschauen.

Rost im Fahrerhaus! – Zum Glück nur oberflächlich.

Es sieht schlimmer aus als es ist. Ich kann den Rost abschleifen, behandle mit Rostumwandler weiter und finalisiere dann mit Rostschutzfarbe.

Bei dieser Gelegenheit Lackiere ich auch gleich den Antennenfuß und bereite alles für die spätere Montage am Heck von Christel vor:

Jetzt geht es an das Entkernen des Innenraumes: Die Regale müssen raus!

Ein Problem gibt es mit den hinteren Türen: Sie sind verzogen und schließen auch nicht gut.
Eine Tür ist Opfer eines Einbruch-Versuches geworden und durch rohe Gewalt krumm, die Seite mit dem Schnapper und der Falle ist einfach abgenutzt. Der Schnapper braucht mehr “Futter”.

Die Falle unten mit neuem Alu.
Die Falle am oberen Rand des Rahmens

Zusammen mit Holger fertige ich die Teile an und niete sie ein; bohren, nieten und flexen sind inzwischen meine Spezialitäten 😉

Christel und Manni (v.r.n.l.)

Am selben Abend

montieren wir provisorisch dem Antennenkasten. Hier fehlt aber noch ein Satz richtiger Schrauben sowie eine Gegenplatte für innen. Damit wird die ganze Sache dann stabil.

Langsam kann man schon Veränderungen erkennen.
Nachdem der Antennenfuss installiert ist, hänge ich den Tuner mal provisorisch an die Schrauben und schließe die Masse vom Tuner an die Kupferbleche an. (Die Bleche sind leitend mit der Außenkiste und dem Antennenanschluss innen verbunden. Der Stab (die eigentliche Antenne) ist über einen Porzellan-Isolator oben auf der Außenkiste mit einer N-Buchse im inneren verbunden.
Das Kabel zwischen N-Buchse und Eingang des Tuners ist nur in der Mitte angeschlossen.

Dann geht es an das Entfernen der letzten Nieten und Halter der ehemaligen Regale.
Zur Dämmung nehme ich 30mm Styropor Platten, die Holger und ich zwischen ein Gerüst aus 25mmx30mm Latten kleben.


Dann beginnen Holger und ich in einer unglaublichen Teamarbeit die Vinyl-Laminate zu sägen und an die Wand zu bringen.

An einem Abend die eine Wand, dann einige Tage später die andere Wand.
An dieser Stelle nochmals ein “Danke” an Holger – DH1BUZ.

Die Rückwand der Fahrerkabine habe ich auch schon gestrichen.
Am 20.3. wurde dann der Boden zugeschnitten und eingesetzt.

Start des Innenausbau

Der nächste Schritt war das Anpassen von Schienen zur “Ladungssicherung”. Diese -eine großzügige Spende von Holger- wurden auf Länge gebracht und dabei fast nicht in den Tisch geschnitten… (Andere Story, aber lustig)

Nicht so schwer wie eine vergleichbare 350 AH GEL Batterie, aber mit 20 Kg trotzdem ein Klopper…
Sicherung an C-Schienen mit Lochband und Anti-Rutsch

Die nächsten Schritte sind der Einbau der elektrischen Komponenten zur Stromversorgung.
Ich habe mich da auf Holgers Rat verlassen und Geräte von Victron angeschafft.

Die Gleichspannung

wird durch 3 Stück SENEC.Solar 340M HC G2.1Solar-Panels erzeugt.
Jedes Panel kann bis zu 340 Wp erzeugen. (Datenblatt) Gekauft habe ich die Module bei der Solarmeisterei.

Die kleinen Leistungen mit Wechselstrom in der Christel werden durch einen Wechselrichter Victron Phoenix 12V-375 VE als reiner Sinus erzeugt.
Dieser ist für Leistungen bis 375 VA (Dauer) und 700 W Spitze gedacht. (Technische Daten zum Victron 12V375VE gibts hier)

Höhere Leistungen mit Wechselstrom (von 500 W bis 2 KW und sogar 4 KW (Peak)) werden durch einen Wechselrichter aus China erzeugt. (Technische Daten zum China-Kracher “Flamezum” mit LCD und Fernbedienung )

Zur Visualisierung und Darstellung der Ströme verwende ich den Victron Energy Smartshunt 500A/50mV.
Der SmartShunt ist ein Alles-in-einem-Batteriewächter, nur ohne Display. Mein Smartphone fungiert hierbei als Display.
Der Victron Energy Smartshunt verbindet sich per Bluetooth mit der VictronConnect App und ich kann alle Batterieparameter, wie Ladezustand, Restlaufzeit, Verlaufsinformationen und vieles mehr bequem auslesen.

Das wichtigste ist natürlich der Solar – Laderegler: Hier habe ich den Victron Smartsolar MPPT Laderegler 100/30 30Ampere 12V inklusive Bluetooth ausgesucht.

Der Solar Laderegler bis 30A und 100V

Doch vor dem Einbau der Elektronik muss ein Rahmen auf Christels Dach um die etwas über 60 KG schweren Module aufnehmen zu können.


Die Panels

selbst werden miteinander verbunden und liegen dann knapp 30mm über dem Fahrzeugdach auf dem inneren Rahmen auf. Das hat den Vorteil das die Zellen unterlüftet sind. (Der Wirkungsgrad ist bei kühleren Zellen besser als bei warmen Zellen).
Auch habe ich dann in der prallen Sonne ein zweites Dach um die Hitze etwas vom Innenraum abzuhalten. (Wer weiß, vielleicht läuft mir ja noch mal eine Klimaanlage über den Weg… Energie spielt ja bald keine Rolle mehr.)

Zur Befestigung des Gestells auf dem Dach nutzen wir die inneren Streben im Wagen. Der Rahmen wird an 4 Punkten mittels selbst hergestellter Bleche aus Alu durch die Außenhaut und die Streben mit jeweils 2 Stück Schloßschrauben (M10 x120) mit dem Wagen verbunden.
Der Rahmen selbst ist an 4 Stellen mit je 2x M8 Schraube mit den Blechen verbunden.

Klingt kompliziert, ist es bei Anschauen aber gar nicht.
Heute, am 26.3.21, habe ich die (provisorisch) angebrachten Maschinen-Schrauben durch die finalen und längeren Schloßschrauben ausgetauscht und dabei alles mit Sikka-Flex -meiner Dichtmasse des größten Vertrauens- versiegelt.

Der nächste Arbeitsschritt wird das Befestigen und Verkabeln der Module untereinander und mit dem Innenraum sein.

Es war nicht gerade einfach, aber noch vor Ostern haben Holger und ich die Module einzeln aufs Dach gebracht und miteinander verbunden. Vorn und hinten am “Modul-Paket” haben wir ein kleines Blech oben über die Modulränder und den Rahmen gesetzt. Abheben geht so nicht.
Jedes Modul ist zudem seitlich mit einem Blech und je 4 Popp-Nieten am Rahmen befestigt. Somit können die Module sich nicht verwinden und auch bei schneller Fahrt (Christel rennt inzwischen bis zu 110 Km/h!) abheben.

Der erste Test hat die durch einen Funkeinsatz leicht entladene Bordbatterie trotz untergehender Sonne mit 230 W schnell vollständig aufgeladen.

Screen-shot aus der Victron App.

Das ganze sieht jetzt so aus:

Das nächste Teilprojekt, nämlich die Heizung startet direkt am kommenden Nachmittag:

Ich habe eine Diesel Standheizung aus russischer Produktion der Marke Planar gewählt.
Ich habe mich nach einigen Recherchen für das Modell “Planar/Air 44D (4kW)” entschieden, wobei zu bemerken ist das die Planar 44D heißt jetzt “Autoterm Air 4D 12V” heißt.
Bei diesem Modell kann man zu der Heizung selbst verschiedene Bedienteile und Optionen dazukaufen. Ich habe mich für das einfachste Bedienteil entschieden, weil ich glaube das dies am einfachsten zu bedienen ist und am wenigsten kaputt gehen kann.

Bei der Dieselpumpe habe ich mich für die “neue” Version mit extra leiser Pumpe entschieden. Hierbei ist zu bemerken das es eigentlich gar keine Dauerpumpe, sondern eher ein Magnetventil ist. Dieses Magnetventil wird durch die Elektronik der Autoterm bei Bedarf aktiviert und saugt so die benötigte Menge Diesel zur Heizung.

Also, nicht lange fackeln: Bestellt und kurze Zeit später kam sie auch schon an.

Die Planar 44D heißt jetzt Autoterm Air 4D 12V
Wichtig: Erst mal die Vollständigkeit der Teile prüfen.

Der Einbau der Autoterm Air 4 geht erstaunlich schnell,

denn es muss nur im leeren Wagen ein Platz gefunden werden bei dem unter dem Boden entsprechend Platz für Frischluft und Abgasleitung ist. Die Dieselleitung selbst ist eine sehr dünne Kunststoffleitung mit vergleichsweise geringem Querschnitt.

die Autoterm Air 4D

Auf der rechten Seite ist die Ansaugung und auf der linken Seite kommt dann die Warme Luft heraus.
Zusätzlich zur erwärmten Innenluft werde ich noch etwas Außenluft beifügen um auch Frischluft beim Heizen mit einzubringen.

Weil ich mich nicht traue die Dieselleitung vom Tank zu kappen, ist der erste Test mit einer provisorischen Leitung aus dem Tank trotzdem erfolgreich.

Gleich nach Ostern werde ich beim Autoservice Seelke in Seeburg vorstellig. Vielleicht kann man den Bypass ja ambulant einsetzen…

… ambulant ging aus Zeitgründen leider nicht. Christel musste dort bleiben. Wenige Tage später meldete sich Herr K. vom Autoservice Seelke in Seeburg wie gewohnt und berichtete wie immer, man hat das Problem behoben und ist zudem im Zeit und Preisrahmen geblieben.
Zur Rettung meiner “Schrauber-Ehre” muss ich hier schreiben das man bei Seelke auch keinen Fehler finden konnte. Es wurden Leitungen gelöst und auf gleiche Art neu verbunden. Lediglich das T-Stück zum Abzweig des Kraftstoffs wurde durch eins aus Metall ersetzt.
Jedenfalls läuft die Heizung nun seit dem Stunden und Tagelang auch im Stand und ohne laufenden Motor.

Wie geht es weiter? Wird die Christel jemals warm? Was wird noch alles eingebaut?
Bitte folgt dem Link hier auf den Beitrag zum finalen Ausbau.

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Paris des Ostens – eine Reise nach Beirut

(09/2020) Man hört so viel vom Paris des Ostens. Eine Reise nach Beirut war schon lange mein Plan. Im November 2019 ist es dann soweit, ich fliege von Berlin-Tegel über Istanbul nach Beirut. Warum? Ich habe Zeit, das libanesische Essen lag mir schon immer und im “Paris des Ostens” war ich noch nie.

Der erste Flug ist gerade mal halb voll besetzt. Türkisch Airlines setzt ein modernes und sauberes Flugzeug ein.
Wie üblich setze ich meine Noise-Cancelling Kopfhörer auf und schlafe ein.

Paris des Ostens - eine Reise nach Beirut

Wir landen pünktlich in Istanbul und ich erkunde etwas den Flughafen. Pünktlich geht es dann weiter mit ME2826 nach Beyrut.
Wieder Türkish Airlines . Wieder ein tolles Flugzeug. Alles sauber, alles neu.

Landung in Beirut

Erster Eindruck: Toller Flughafen. Nicht so groß, aber in sehr gutem Zustand. Ein arabischer Passagier beschwert sich das es mit dem Gepäck 15 Minuten dauert.
Er war vermutlich noch nie in Berlin Tegel oder ist mit Airberlin geflogen (oder sogar beides) und hat auf Gepäck gewartet.

Ich scheine der einzige westliche Tourist zu sein.

Die Einreiseformalitäten sind anders als in Ägypten oder Jordanien.
Ich werde befragt wo ich wann war, wo ich hin will, mein Pass wird aus der Hülle genommen und zwei Aufkleber, die außen am Pass und innerhalb der Hülle waren entfernt. (Mehrere kleine gelbe Aufkleber die man jeweils bei der Einreise in Israel außen aufgeklebt bekommt).

Der Grenzbeamte kann nicht glauben dass ich als Tourist hier bin.
Er fragt mich was genau ich sehen möchte.
Ich habe zum Glück noch ein Werbemail mit Sehenswürdigkeiten in und um Beirut im Posteingang des Smartphones. Zum Thema Stadtrundfahrt sagt er mir: “Das geht nicht”.
Ich soll das ein anderes Mal machen. Von allen anderen Aktivitäten rät er mir ab. Sein Vorschlag ist: Am besten im Zimmer bleiben und das TV genießen. Klaro – Darum bin ich hier…

Überall das Gleiche

Draußen, vor dem Airport, geht der Kampf der Taxifahrer um den einzigen ungläubigen Fahrgast los.
Tumultartige Szenen, ein Fahrer greift meinen Koffer und mich und zieht mich weg.
Da können sich deutsche Taxifahrer mal eine Scheibe abschneiden…
Früheren Erfahrungen folgend, hatte ich mich zuvor in einem Laden innerhalb des Flughafens erkundigt was eine Taxifahrt nach Beyrut-Hamra kostet. Dann fragte ich was ein einheimischer bezahlen würde. Im Wagen mache ich dem Fahrer klar, dass ich maximal 25 US$ bezahlen werde.

Wichtiger Satz: ‘ana last ahmaq — أنا لست احمق — Ich bin kein Idiot

Der Airport von Beirut liegt nur kurz außerhalb der Stadt, keine 15 Minuten zu fahren. Wir fahren trotzdem schnell, teilweise mit 130 km/h durch die Stadt. Anders als z.B. in Kairo sind kaum Autos unterwegs, wenig Menschen auf der Straße.
Am Hotel angekommen, werde ich bereits erwartet und mit Namen begrüßt. Das Hotel scheint nicht voll ausgelastet und man freut sich auf jeden Gast. Das Zimmer ist o. k. aber das wichtigste ist: die Klimaanlage funktioniert. Jetzt ich möchte nur etwas essen und dann schlafen.

Dienstags in Beirut

Ich wache auf und freue mich das ich frei habe. Liege im Bett und höre Musik.

Zum Frühstück müsste ich mich motivieren aufzustehen. Ich lasse es ausfallen. In Beirut braucht man keine Angst zu haben hungrig zu bleiben.

Irgendwann stehe ich auf und laufe los.
Die Straßen sind nicht voll, im Vergleich zu anderen arabischen Städten eher leer. Obwohl sich der Bezirk Hamra im Zentrum befindet. Vergleichsweise viel Polizei und Militär ist auf der Straße zu sehen.
Das ist komisch. Anders als in Israel wo man auch viel Militär sieht.
Mit Sicherheit bin ich keine Sekunde unbeobachtet.

Ich laufe erst einmal ziellos durch die Straßen, erkunde die Gegend und gönne mit gelegentliches Stehenbleiben und beobachten.

An einem Kiosk trinke ich einen unglaublich süßen Kaffee. Doppelt so teuer wie angegeben, dafür darf ich auf dem Sessel vom Chef sitzen.

Nachmittags bin ich zurück am Hotel und lege mich hin. Total erschöpft, so viele Eindrücke. Auf einmal ist es 19:00 Uhr und ich wache auf. Ich brauche etwas um wach zu werden und breche dann auf zum BarBar Grill, meinem Basislager.

Paris des Ostens – eine Reise nach Beirut ist auch kulinarisch

Nach dem Essen laufe ich durch die Straßen. Hier in Hamra ist es ruhig, leer und sauber.
Ganz anders als ich mir die Stadt vorgestellt habe.
An der Rue Rebeiz ist ein Coffee Shop. Ich nehme einen Kaffee mit Milch und sitze auf der Straße .

Auf dem Weg nach Hause gehe ich zum Kiosk um Wasser zu kaufen. Im Fernsehen läuft ein Live-Bericht aus dem Norden Beiruts.

Die Menschen sind unzufrieden. Autos werden zerstört, Scheiben gehen zu Bruch. Der Kiosk- Mann meint es wird eine Revolution geben.
Alles läuft über Vetternwirtschaft, Leute sitzen auf Posten für die sie nicht geeignet sind.
Zeitweise ist Benzin knapp. Luxusartikel oder Technik ist, wenn überhaupt, nur für US-Dollar zu bekommen.

Mittwoch in Beirut

Ich schlafe wieder lange, verpasse das Frühstück wieder. Egal, ein Nescafe auf der Straße reicht mir heute.

Ich wandere Richtung Meer. Keiner nimmt Notiz von mir. Jedenfalls scheint es so.

Ich treffe auf Angler, komme ins Gespräch. Es geht um die Lage im Land und die Schere zwischen arm und reich. Er berichtet von Vetternwirtschaft und Leuten auf falschen Positionen. Klare Worte aus dem Volk.

Bassem angelt winzige Fische, die man komplett frittiert.

Als ich einen Fisch berühre, werde ich von der Rückenflosse „gestochen“. Es tut ziemlich weh. Ich drücke soviel Blut wie möglich raus und spüle mit Wasser ab. Dann wird es besser.

Flugblatt

Gegen Abend bin ich zurück am Hotel. Nach einer kurzen Pause bis 22:00 Uhr gehe ich los und laufe durch die Nacht auf der Suche nach Shawarma…

Donnerstag in Beirut

Ich schlafe lang und wache entspannt auf. Lange duschen macht gute Laune. Ich gehe runter auf die Straße etwas entlang und finde was zum Frühstück. Heute laufe ich in Richtung Hafen. Beirut hat einen übersichtlichen aber schönen Yachthafen. Teile des Hafens sind militärisch genutzt, Teile sind zivil.
Eher eine komische Stimmung hier.

Ich mache einige Fotos mit dem Telefon und werde sofort von einem Polizisten angesprochen. Sehr deutlich.
Ok, dann keine offiziellen Fotos mehr.

Ein Stück weiter sind im Yachthafen wieder Angler.
Ich schaue zu, genieße die Sonne und vergesse die Zeit.

Marina Beirut

Die Zeit verfliegt, der Tag ist warm und sonnig, irgendwann nehme ich ein Taxi zum “Rocky Point”.

Ich fühle mich gut, klettere die Felsen bis zum Wasser herunter und sitze auch hier einige Minuten im warmen Wind.

Dann, nach einigen anstrengenden Minuten klettern und Bergauf gehen bin ich wieder auf der Straße.

Ich setze mich in ein Café, nehme ein Kaltgetränk und freue mich an der Aussicht.

Auf der Straße spricht mich ein Taxifahrer an. Ich kann gut mit ihm handeln, er hat Humor und er fährt mich nach Hamra zurück. Morgen wollen wir nach Tripoli und Baalbeek fahren. 40 USD haben wir schon ausgehandelt. Um 9 treffen wir uns vor dem “Golden Tulip” Hotel.

Eine gute Gelegenheit das Hotel-Frühstück zu testen….

Beirut, Bybloss, Tripoli

Ich stelle den Wecker geht um 7:15 Uhr. Duschen, anziehen los. Ich gehe straight zum Golden Tulip Hotel und melde mich zum Frühstück.
Das Frühstück ist ganz o. k., wobei es nur eine Thermoskanne mit Kaffee für alle Leute gibt. Viele trinken aber Tee, so dass ich eine Tasse Kaffee ab bekomme. Läuft!

Pünktlich ist der Fahrer da. Mir fällt auf dass der Wagen nicht voll getankt ist, sondern im letzten Drittel fährt. Wir fahren zunächst nach Bybloss.

Von Bybloss geht es weiter nach Tripoli.

Tripoli erinnert mich sehr an Ramallah, aber nicht so voll und so belebt. Überhaupt kommt mir alles weniger voll vor.
Unterwegs fahren wir vergeblich zwei Tankstellen an um zu tanken. Bei einem der Checkpoints unterwegs erfahren wir das es hinter Tripoli wieder Benzin geben soll.

In ganz Beirut und Umgebung gibt es heute offenbar kein Benzin.
Wenn es denn Benzin gibt, ist die Menge limitiert und der Preis fix (20.000 Pfund für 8l)

Später halten wir dann an jeder Tankstelle und füllen 5l Wasserbehälter auf.
Eine hübsche Bombe wächst im Kofferraum.

An vielen Stellen steht Militär, teilweise mit modernen Gewehren, teilweise mit alten AK47 und uralten Panzern.

Wir fahren weiter nach Baalbeek. Hierzu geht es auf ca. 1500 m in die Berge. Wir passieren einen Wintersport-Ort. Am Ortseingang wieder ein Checkpoint, mitten im Nirgendwo. Zwei Soldaten stehen an einer Art Telefonzelle. Kein Fahrzeug, kein Haus.

Die Temperatur geht bis auf 4 Grad herunter.
Teilweise sehe ich bei waghalsigen Manövern das Weiße im Auge der anderen Autofahrer, aber mein Taxifahrer, sein Name ist Majd, hat aber alles in Griff.

Auf dem Weg zurück kommen wir an syrischen Flüchtlingslagern vorbei. Die ganze Stadt ist voll mit Flüchtlingen. Die Grenze zu Syrien ist nur ca 30 km entfernt.

Rückfahrt nach Beirut

Kurz vor Beirut kommen wir in eine Protest-Demonstration. Die Polizei sperrt alles ab, aber sind schon mittendrin. Majd reagiert besonnen und um- und durchfährt demonstrierende Menschenmassen. Kein Stein trifft das Auto. Was soll schon passieren, schließlich haben wir im Kofferraum genug Benzin für alle dabei.

Irgendwann am Abend sehe ich im TV: Auch in Beirut wird demonstriert.
Aber friedlich, natürlich und unter Polizeiaufsicht…

Ich rufe Majd nochmal an, will eine Fahrt zum Flughafen für den kommenden Sonntag klarmachen. Aber beim Nachschauen bemerke ich das der Flug schon morgen geht…

Puh. Glück gehabt…

Der Heimflug

Hier muss ich nicht viel schreiben. Die Reise war toll, der Libanon ist ein tolles Land und die Gastfreundschaft der Menschen ist überragend.
Ich komme sicher wieder (vielleicht eine Männerreise ?!) und hoffe, das sich einige Probleme bis dahin gebessert haben.

Paris des Ostens – eine Reise nach Beirut ist zu Ende, aber die Erinnerung daran bleibt.

Zum Schluß noch ein kleiner Film: Libanon 2019 – Der Film

  • China und Japan 2014
    2014 starte ich einen Versuch mit einer organisierten Reise China und Japan zu entdecken. Gar nicht so schlecht und gar nicht so gut; je nach dem was man möchte und erwartet. Auf jeden Fall ist es eine gute Gelegenheit Menschen Kennenzulernen und sich auch abseits der Gruppe ein eigenes Bild zu machen.
  • Istanbul im April
    Endlich kann wieder eine “Männerreise” nach der Lockerung der Pandemie-Beschränkungen kann gemacht werden. Aus Gründen diesmal im April anstatt im Oktober. Aber wohin?
  • Der UAZ 2206 “Buchanka”
    Schon vor dem Projekt “Christel” fand ich den UAZ 2206 Buchanka toll! Hierbei handelt es sich um einen Kleinbus des russ. Herstellers UAZ…
  • Postkoffer „Christel“ – der finale Ausbau
    Ich habe mich entschlossen wegen der Menge der Informationen einen weiteren Beitrag zum Ausbau meines Mercedes 308 cdi (W903.6) zu verfassen.
  • Christel – der erste Praxistest
    Neulich bin ich mit dem Postkoffer Christel zu einem ersten Praxistest aufgebrochen. Einige Grundfunktionen sollten getestet und das ganze mit …

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Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil III)

Talaat Harb Square

Was bisher geschah.
In diesem Teil geht es um die Weiterreise vom Sinai nach Kairo, dem III Teil des Berichtes.

Wir starten nach Kairo… Erst einmal wird eine Verspätung gemeldet. Nur eine Stunde, dann noch eine Stunde…

Ablenkung im Wartebereich
Lars kann sich beschäftigen.
SM306 is delayed
Air Cairo, nicht zu verwechseln mit Cairo Air oder Egypt Air

Irgendwann geht es dann weiter. Wir sitzen in einer Boeing 737-800 von AMC-Airlines.

AMC Airlines
AMC Airlines
Flugroute Sinai - Kairo

Der Flug ist ruhig und schnell.

Das Gepäck kommt und mein Koffer ist wieder defekt. Ich muss das Rad irgendwie neu vernieten.

Egal.

Wir wechseln etwas cash (17,9 EGP pro 1 Eu) und fahren mit dem Limousine Service downtown. Das üblich hauen und Stechen der Fahrer um den (vermeintlich) unerfahrenen Fahrgast.
Ich handle 300 Piepen, wie immer aus. Den Weg kenne ich inzwischen und erkenne was sich seit dem letzten Besuch verändert hat.
Unser Hotel, das Cairo-Inn hat sich nicht verändert. Ein Glück!

Unser Hotel, das Cairo-Inn

Das Cairo-Inn ist am Talaat Harb Square, (ميدان طلعت حرب) der fußläufig vom Tahir Platz nur 5 Minuten entfernt ist. Dort ist auch die U-Bahn, der Busbahnhof, Der Bahnhof und viele weitere Ausgangspunkte in alle Richtungen. Auch kennt jeder Taxifahrer den “midan altahrir” (ميدان التحرير), so das man mit dem Taxi immer in die Nähe zum Hotel kommt.
Auch zum Ägyptischen Museum sind es zu Fuß nur wenige Minuten. Und weil wir hier schon fast zuhause sind, ist die Begrüßung familiär und herzlich. Bahaa und Eid sind wie immer da.
Die Zimmer sind wie immer

Hach,endlich zuhause.
Wir verschnaufen kurz, gehen dann Shawarma essen und fallen ins Bett.

Kaputt von der Reise
Viele neue Eindrücke müssen im Schlaf verarbeitet werden.

18.10.2019 Cairo (Downtown)

Ich schlafe lange. Irgendwann hat nachts das Hupen aufgehört. Komisch. Morgens geht es dann aber wieder früh mit dem Berufsverkehr los.
Ich nehme eine wohltuende Dusche und dann gibt es Frühstück.

Frühstück im Hotel Cairo-Inn

Gleich gehen wir los zum Tahir Platz und ins Ägyptische Museum.

Wir gehen los und finden alle paar Minuten Reiseleiter die sich nach unserem Wohlergehen erkundigen und uns zu den Pyramiden fahren wollen.

Die ersten paar sind lustig…

Die Tarn-Identität

Dann haben wir uns eine isländische Tarn-Identität zugelegt. Lars ist der stumme Björn Hoegelvögel und ich Rangarrr mit leichtem Sprachfehler (der Grund warum uns andere Isländer nicht verstehen)
Der erste Test klappt und entlockt dem kundigen Reiseleiter das bekannte „ohh eislandia“

Lars lächelt und ich sage “noooo schpiiiik enklisch„

Der zweite Angriff „Hello Boy, where are you from?“ ist ebenfalls geprobt.

Lars lächelt und sagt “nooo enklisch“, Das funktioniert gut. Selbst nach Tagen sagen fremde Menschen auf der Straße “ohh eislandia!” zu Lars.

Das Café Riche

Nach dem Museum laufen wir durch die Straßen und finden dann das “Café Riche
Hier ein kleiner Film zum Café (Film)

Hier scheint die Zeit in den 1920‘ern stehengeblieben. Am Eingang steht ein Schreibtisch und ein Bücherregal.
Die Tische und Stühle sind aus dunklem Holz und sicher alt.
Der Kellner sieht mit seinem Kimono etwas asiatisch aus. Musik läuft nicht.

Stimmengewirr und Zigarettenrauch.

Wir trinken Sprite und essen Nudeln.
Es schmeckt gut.

Die Fahrt zur Zitadelle

Auf der Straße nehmen wir ein Taxi zur Zitadelle. Der Fahrer ist ein harter Hund. Er möchte absolut nicht handeln, uns aber als Fahrgäste trotzdem haben. Ich biete 50 EGP und er sagt OK. Während der Fahrt macht er Selfies von sich und Lars auf dem Rücksitz.
Am Ziel verdoppelt er den Preis, weil er ja auch zwei Selfies mit seinem Smartphone gemacht hat…
Nicht mit Rangarrr aus Island!
Wir steigen aus und gehen los.

Die Zitadelle schließt um 17:00 Uhr, das heißt wir haben noch 25 Minuten. Der Wachmann am Eingang will uns nicht reinlassen.

Dann kommt die Frage woher wir kommen.
“Deutschland.”
„No Problem, but quick“ – shoukran lak asraena (شكرا لك نسرع)

Wir rennen förmlich die Zitadelle hoch, machen Bilder. Ich möchte Lars unbedingt den Blick über die Stadt in der Abendsonne zeigen.

Auf dem Weg nach unten wird Lars von einem Mädchen gefragt ob er ein Selfie mit ihr machen wolle. Ja klar.

Es erscheinen immer mehr Kinder und Jugendliche. Einige fragen ob sie ein Selfie mit Lars machen können, andere machen einfach Bilder. Lars schwankt zwischen “fame” und Unbehagen.
Auf einmal sind wir getrennt, Lars von 60 Kindern umringt.
Dann erscheinen 3 Lehrer und sorgen für Ruhe.
Sie entschuldigen sich für ihre Schüler und fragen von wo wir kommen und ob wir ein Selfie mit ihnen machen würden.
“Man fühlt sich schon ein bisschen wie ein youtuber” Naja.

Der letzte Tag in Kairo

Ich wache um 8:30 Uhr auf. Lars ist auch schon wach.
Duschen, anziehen und Frühstück.
Beim Kaffee lernen wir 3 ältere Damen aus Brasilien kennen, die schon seit 4 Monaten um die Welt reisen.
Heute wollen wir zu den Pyramiden. Zuerst nach Saquara, dann weiter nach Gizeh.
Weil es mit U-Bahn und Taxi nicht so schön ist, fragen wir Hosni ob er uns fährt.
Hosni ist die erste Wahl an Fahrern in Kairo. Er hat nicht nur einen Führerschein, einen kühlen Kopf, beherrscht Verkehr und Maschine, sondern er achtet ebenfalls die Sicherheit seiner Fahrgäste.

Um 10:15 Uhr ist Hosni da. Wir nehmen Eid mit. Er ist nicht nur Tourguide, sondern auch das freundliche Gesicht des Hotels an der Rezeption.


Ich liebe den lauen Morgen in Kairo. Man weiß, es wird heiß werden, aber noch ist die Luft angenehm und die Abgase noch nicht so extrem.
Auf der Nilbrücke halten wir kurz für Fotos.

Blick über den NIL
Ein toller Blick, während Autos hinter einem vorbeibrausen.

Es geht ein leichter Wind und es ist warm.
Kurz vor den Pyramiden in Saquara steigt Eid aus. Er hat jetzt einige Tage durchgehend im Hotel gearbeitet und nun frei.
An den Pyramiden es deutlich wärmer.

Die Pyramiden in Saquara


Lars und ich gehen in eine Pyramide rein. Auch hier ist der Zugang steil, rutschig und eng.

Lars hat Spaß.

Lars in Saquara
Oben haben die Temperaturen deutlich zugenommen. Wir brauchen eine kurze Pause.

Dann geht es weiter nach Gizeh zu den 3 großen Pyramiden.
Weil wir schon in einer Pyramide waren und in der Cheops Pyramide nichts wirklich zu sehen ist, lassen wir das weg. Wir gehen nur zur Sphinx und auf das Pyramiden-Plateau.

Viele Händler versuchen ihr Glück, sind aber nicht mehr so hartnäckig wie früher.

Wir haben Spaß und es ist richtig heiß.

Wir kaufen auf dem Plateau eine Flasche Wasser und am Ausgang gehen wir zu KFC um etwas zu trinken. Hitze ohne Ende, 3 Dosen Pepsi sind nötig…

Wir treffen Hosni wieder und fahren zum Mittag ins Restaurant  „Pyramid-Sun“ in Gizeh.

Eine Empfehlung von Hosni.
Wir haben keine Wahl, denn er bestellt für jeden die große Mix-Grill-Platte, sowie etliche Vorspeisen und Reis und Brot.
Aber: Es gibt 330ml Glas-Cola Flaschen in kalt.

Sehr cool.

 Sinai nach Kairo, III Teil des Berichtes

Dann geht es zurück zum Hotel. Wie schön aus der Sonne zu sein und ein kühles Zimmer zu haben.

Ich mache ein Nickerchen, Lars spielt mit dem Telefon.
Abends gehen wir wieder los und holen uns jeweils eine Salami-Pizza.
Bis die fertig ist setzen wir und in ein Tee-Haus mit Shisha. Da keiner rauchen möchte, nehmen wir was kaltes.

Die Pizza nehmen wir mit und essen sie mit Genuß im Hotel. Auf einmal ist es spät und Zeit zum schlafen. Morgen fliegen wir nach hause.

Alles hat ein Ende

Ich bin schon früh wach. Lars schläft noch.
Es war eine tolle Reise und doch freue ich mich auf zuhause.
Der Krach von Kairo, das gehupe und der Schmutz sind anstrengend.
Wir nehmen das Frühstück im Zimmer und packen die Koffer.

Am Flughafen verabschieden wir uns von Hosny. Er nimmt Lars in den Arm.
Rührend.
Traurig wegen des Abschieds gehen wir rein.
Der Rest geht schnell: Koffer abgeben, Gate finden und durch die Sicherheit. Unsere Dose Cola fällt erst zum Schluss auf. Wir dürfen sie im Warteraum trinken, aber nicht mit ins Flugzeug nehmen. Prima!

Bording in Cairo
Geordnetes Einsteigen in die Embraer 170

Wir fliegen über Istanbul und sind pünktlich am Ziel. Lars übernimmt die Führung zu den international Transit Gates.
Der Flug nach Berlin startet am Gate F4A.
Er findet sich zurecht als hätte er nie was anderes gemacht.

Die Flugroute zurück
Die Flugroute zurück

Eine aufregende Reise geht leider zu Ende. Damit sie uns in Erinnerung bleibt und der Leser etwas Fernweh bekommt, habe ich sie hier aufgeschrieben.

Weitere Reiseberichte kommen immer wieder hinzu.

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Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II)

Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – Was bisher geschah.

Die Reise von Amman führt mit etlichen Verspätungen und einem Zwischenstopp in Kairo dann doch auf den Sinai nach Sharm el Sheik.

Eine kleine Auffälligkeit:

Wenn man mit einem Koffer in Amman das Flughafengebäude betritt, gibt es nur eine sehr schnelle Prüfung des Koffers mit einem Scanner, hinter dessen Bildschirm ein dösender Mann sitzt. Danach muss der Koffer zur Gepäckaufgabe gebracht werden.
Erst dann geht es zum Check-In.
Wer seinen Koffer einfach nicht aufgibt wird trotz mehrfacher Kontrolle nicht aufgehalten. Wir haben versehentlich alte Bordkarten vorgezeigt. 3 Leute haben kontrolliert, aber nichts gesagt.
Beim Boarding hat ein Passagier dann gesagt er hat vergessen den Koffer abzugeben und ob der den Koffer „ausnahmsweise“ mit ins Flugzeug nehmen darf. Es wurde erlaubt.
Das ist mir aber erst während des Fluges alles in den Sinn gekommen. Sonst war der Flug ruhig und angenehm. Es gibt sogar was zu essen.

Sandsturm im Kairo

Bei der Landung in Kairo sieht es aus als würden wir in einem Sandsturm landen.
Das Flugzeug ist schon deutlich volljährig. Ein Fenster hat außen einen Riss und über Lars tropft etwas.
Vermutlich Wasser, getestet haben wir es aber nicht. Wir sind jedenfalls gut gelandet und stehen eine Weile auf dem Taxiway.

Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – Die Passkontrolle

Die Passkontrolle geht schnell und unser Gepäck ist durchgeroutet. Nur die Visa-Marken müssen wir kaufen…

Lächerliche 25$ pro Stück. Aber was soll’s…
Wir warten an Gate F32 und schließlich geht es zusammen mit einer ebenfalls nach Sharm el Sheik reisenden spanischen Reisegruppe los.

Zwischenlandung in Kairo

Der Flug nach Sham El Shaik ist easy. Die Maschine relativ alt und klapprig, aber alle sind nett. Schon ein Unterschied zu Jordanien.
Da ist alles nicht so “durchprofessionalisiert” wie in Deutschland, aber immer noch deutlich professioneller als Ägypten.

Gerade gelandet spricht uns auch schon der erste Taxifahrer an. Nachdem die spanische Reisegruppe per Bus abgeholt wurde, waren wir die einzigen alleinreisenden.

Es werden lange und zähe Verhandlungen, bei denen er uns zwei mal über den Parkplatz nachläuft und dabei von seinen vielen Kindern, Frauen und stundenlangem Warten in der Sonne erzählt. Er möchte meinen angebotenen Fahrpreis nicht akzeptieren.

Irgendwann bin ich genervt und sage: “Danke, Du nimmst mein Angebot nicht an, ich finde schon einen Fahrer.”
Er ist dann leicht bockig, fährt uns dann aber doch für den Preis.
Alles ist touristisch ausgebaut, die Straßen gut und die Fahrt ruhig.
Weil der Fahrer schmollt, fällt die obligatorische Werbeveranstaltung für Ausflüge aus.

Ich habe gute Laune.
Wohlgemerkt: Wir haben immer noch den doppelten einheimischen Preis bezahlt, nicht aber den 10-fachen Touristenpreis.

Im Hotel angekommen, können wir schnell ins Zimmer. Es sind 36 Grad und ich stelle die Aircon an. Eine Wohltat.
Wir ziehen gleich unsere Schwimmsachen an. Auf dem Weg zum Pool nehmen wir ein Sturzgetränk und Baden erst mal.
Sehr erfrischend!

Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – Der erste Tag

Wir schlafen gut in einem kühlen Zimmer.

Das Frühstück im „Restaurant Sharahzad“ ist gar nicht mal so toll.
Saft und Milch sind verdünnt, der Ägyptische Honig schmeckt wie Vegemite, hat eine Farbe wie Zuckerrüben-Sirup und eine Konsistenz wie Wasser. (Später frage ich mich wie Bienen hier überhaupt Honig produzieren können.)
Egal, einfach “ägyptischen Honig” vermeiden. Das Land und vor allem die Ägyptische Küche haben so viel zu bieten… wer braucht da schwarzen Honig.

Restaurant Sharahzad

Nach dem Frühstück hole ich mein Telefon und will mich auf die Terrasse vor dem Restaurant setzen. Mir fehlt nur ein Kaffee.
Ich gehe ins Restaurant, weil ich aber kein T-Shirt anhabe darf ich nicht rein.
Ich wickle mir einen Umhang aus meinem Handtuch und trage „Beduine -Style“ dann geht’s.

Lustige Leute.
Dann passiert das unglaubliche: Lars und ich können zeitgleich ins Internet.

Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – schwaches WLan

Das ist was besonderes, denn alle Gäste teilen sich gefühlt eine 1 Mbit Leitung über ein schwaches WLAN.
Später holen wir uns Flossen und tragen den Sonnenschutz auf.
Wir gehen direkt über den Steg und mit Maske und Flossen ins Wasser.
Der Strand ist klein und übersichtlich.
Vom Ufer aus muss man ca. 50m über einen Schwimm-Steg gehen. Hierbei wird ein ganz flaches Gebiet geschützt, in dem schöne Korallen vorhanden sind.

Direkt unter dem Steg geht es fast senkrecht, erst ca. 6m, dann richtig tief nach unten.
An der Kante zum Einstieg sind jede Menge Fische.
Ich mache mit der Kamera einige Video und Foto-Aufnahmen.
Lars kommt dazu und wir schnorcheln über eine Stunde.

Toll! Tolle Bilder! Tolle Fische.

Zum Mittag gib es Pizza. Die wird jeweils frisch gebacken. Weil so wenige Gäste da sind dauert das immer nur ca 10 Minuten. Lars und ich trinken eine Virgin-Margarita.

Nachmittags sind sogar Liegen frei und wir lagern unser Zeug um. Der zweite lange Schnorchel-Gang ist genauso toll.
Leider zeigt meine wasserdichte und Schnorchel-erprobte Panasonic Kamera nur „Kartenfehler“ an.

Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – Die Kamera lässt nach

Später sehe ich das die Dichtigkeit offenbar nachgelassen hat. Schade!
Im Zimmer geht die Kamera gar nicht mehr an. Ein kurzer Ladevorgang bringt keinen Erfolg.

Ich hoffe, die Karte hat es überlebt. (Später stellt sich heraus: Hat sie nicht.)

Lars ist bis nach Sonnenuntergang im Pool und hat Spaß.Abends sitzen wir an der Bar, bevor es zum Essen geht.
Das Essen ist heute Fleischlos und der Saft mit Pulver angerührt.
Wegen des guten Essens kommt sicher niemand hier her.

Wir setzen uns abends in die Lobby. Der einzige Ort an dem man annähernd 60 kbit Downstream hat.

Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – Die Boots-Tour

Heute machen wir eine Schnorchel-Tour mit einem Boot.
Wir treffen uns um 07:45 in der Hotel-Lobby und fahren ca 15 Minuten mit dem Bus zum Hafen.
Reges Treiben, viele Boote, viele Menschen: Au weia – Hunderte Touristen…
Doch wir haben Glück: Auf unserem Boot sind nur 8 Personen und die Crew.
Alle scheinen Ruhe und Erholung zu suchen. Auf anderen booten wird laute Musik schon im Hafen gestartet.

Die Treppe zum Sonnendeck

Die Boots – Crew ist sehr nett und Lars kommt sofort mit dem Captain ins Gespräch.
Es dauert nicht lange und er darf dem Captain assistieren und das Schiff steuern.

Geplant sind 3 Stops mit jeweils geführten Schnorchelgängen und einem Imbiss nach dem 2. Gang .
Beim ersten Gang hat Lars Probleme mit der Maske.
Wir sind ca 300m weit vom Schiff weg und er kann nicht mehr. Der Guide sieht uns nicht und die Gruppe zieht weiter.

Ich ziehe Lars fast bis zum Schiff zurück und wir gehen erschöpft an Bord.

Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – Der erste richtige Tauchgang

Später kommt Lars an und erzählt das er Tauchen dürfe, mit Flasche und Dive-Partner und so.
Ich bin erst skeptisch. Braucht man da nicht eine Ausbildung oder so?

“Das machen wir alles unter Wasser. Der Lehrer spricht etwas englisch, kann aber auch Handzeichen”
Ich frage nach und erfahre das der Anbieter Ausbilder für Padi Kurse ist.
Für ein paar US $ würde er Lars zu einem 15 Minuten Test-Tauchgang mitnehmen.
Lars ist voll dafür.

Nach kurzem Papierkram geht es los.

Die trockene Einweisung dauert nicht unnötig lange.

Die beiden schwimmen weg … und tauchen ab.

Nach 15 Minuten kommen Sorgen auf. Was habe ich getan, aber alles ist gut.
Die beiden tauchen auf und Lars ist happy.
Der Lehrer lobt Lars. Er ist nicht wie ein Kind das herumspielt, sondern verhält sich mit Bedacht und beachtet das Erlernte.

Toll.
Der 2. Stopp ist ein Drift-Stop.
Lars bleibt an Bord. Ich schwimme mit der Gruppe los und wir werden nach 30 Minuten wieder eingesammelt. Es gibt viel zu sehen.

In der Zwischenzeit wird an Bord der Grill gestartet. Es gibt sehr leckeres Essen. Hühnchen vom Grill, Fisch vom Grill Salate und Brot.

Lars wäre bereit für einen zweiten Tauchgang. Der Lehrer sieht in einem zweiten Tauchgang kein Problem, wenn Lars sich fit fühlt.

Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – Gemeinsam unter Wasser

Gesagt getan. Diesmal gehe ich mit ins Wasser und verfolge die beiden.

Leider ist die Panasonic Cam gestern ja final kaputt gegangen. Ich kann aber ein Crew-Mitglied mit etwas Bakschisch überzeugen einige Bilder mit seiner Kamera zu machen.

Ich bin voll beeindruckt. Lars wirkt sehr ruhig und ist voll konzentriert.
Der Lehrer lässt ihn teilweise minutenlang los und schwimmt nur nebenher.
Lars posiert in 5m Tiefe am Riff als hätte er nie was anderes gemacht…

Ein Keks hilft gegen blaue Lippen

شكرا يا صديقي Award Ahmed und Lars glücklich nach dem 2. Tauchgang

Lars sagt der Tag heute ist eine 10 auf einer 10‘er Skala !!!
Besser geht es nicht. Ich bin zufrieden.


Zurück im Hotel gehen wir noch in den Pool, dann duschen und um 19:00 ins El Basha, das libanesische Restaurant im All-In Bereich. (Bei meinem Versuch der Reservierung eines Tisches habe ich mit etwas Bakschisch in der Hand dem Mann an der Rezeption empfohlen doch jemand anderen von der Liste zu streichen. Glücklicherweise wurde kurz danach ein Tisch frei.)

So müssen wir das Essen in der Speise-Halle nicht einnehmen.

Essen im Al Basha

Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – Der letzte Tag in Sharm el Sheik

Wir sind Früh wach. Das Zimmer ist eiskalt und ich mache die Klima aus.
Wir schlummern noch etwas, dann geht es zum letzten Frühstück im LaBranda.

Heute gibt es (wieder) French Toast und Früchte-Marmelade ohne Früchte. Wir gehen zurück und packen den Koffer.
Leider wurde beim Hinflug ein Rad an meinem Rimowa Multiwheel beschädigt. Die Halterung wurde so verbogen, das sich das Rad zwar noch dreht aber nicht mehr rotieren kann. Das muss repariert werden, denn nicht mal Schrittgeschwindigkeit ist so möglich!

An der Rezeption ist Ezzat. Er ist ein lustiger Typ und eine Bereicherung für das Hotel.
Er lässt einen Hammer holen. Ich bräuchte eigentlich auch einen Schraubendreher, habe aber keinen.

Im Portemonnaie finde ich ein 2 Euro Stück.

Das passt genau. Einige Schläge und die Halterung rutscht wieder rein und alles ist ok. Jetzt fehlt nur noch eine Popp-Niete und alles ist wie neu.
Mache ich zuhause. Danke Ezzat!

Wir sitzen in der Lobby und warten aufs Taxi.

Taxi zum Airport

Was auf dem Hinweg klappte, funktioniert auf dem Rückweg wieder. Taxi für 200 EGP, nur ohne Geschrei.

Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II) – Der lustige Polizist.

Auf der Straße vor dem Flughafen müssen wir etwas warten. Dann kommen verschiedene Passkontrollen, manuelle Kontrollen, Bomb-Checks und Polizei, die ins Auto schaut.

Lars reicht routiniert unsere Pässe dem Polizisten aus dem Auto heraus. Der zeigt auf Lars und ruft: „you no!“ .
Lars entgleiten kurz die Gesichtszüge, dann kommt das Kommando: „Only Joke“

Haha.
Damit hat keiner, auch unser Fahrer nicht gerechnet.
Endlich sind wir durch die Sicherheit und kommen in den Domestic-Flights-Warteraum.

Lars hat Hunger.
Ein leckeres Tomate – Mozarella Sandwich hilft.
Wir fliegen los nach Kairo.

Wie geht es weiter?
Kommen wir in Kairo an?
Was wird der Polizist abends seiner Frau erzählen?
Alle diese Fragen und noch viel mehr kann man in Teil III lesen. (Naja, fast alle)


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Ein Ausflug und ein Tag am Meer

Ein Ausflug und ein Tag am Meer

(09/2020) “Nur” ein Ausflug, aber ein Tag am Meer kann mindestens genau so entspannend sein!
Ich darf mich einer Gruppe toller Menschen aus meiner Reha in Bad Doberan anschließen. Wir fahren nach Zingst und genießen den sonnigen Sonntag, ein Mittagessen im freien und fahren später weiter nach Ahrenshoop. Dort halten wir zum Strandbesuch und lassen den Tag am Meer mit dem Beobachten des Sonnenuntergangs ausklingen.
Es gibt kaum entspannenderes, als der Stille am Meer zu lauschen. Alle sind auf einer Wellenlänge und möchten die Ruhe hören.

Viel muss ich dazu gar nicht schreiben. Die Bilder sagen alles.

Ein Ausflug und ein Tag am Meer - Strand in Zingst
Der Strand in Zingst. Die Sekunde in der keine Menschen zu sehen sind.

Das Highlight war dann das Abendessen am Strand mit Blick auf den Sonnenuntergang.

Beim örtlichen Fischladen in Ahrenshoop gibt es belegte Fischbrötchen, Backfisch, Salat, Pommes und weitere Leckereien zu kaufen. Direkt nebenan ist ein Supermarkt mit guter Weinabteilung. Einige genießen einen guten Rotwein, ich gönne mir eine eiskalte Cola.
Es passt einfach gerade alles zusammen: Das spiegelglatte Meer, die Abend – Stimmung, das Essen, später sogar leise Chillout Musik und die angenehme Gesellschaft der anderen Teilnehmer.
Wir sitzen, lauschen und genießen. Vor einigen Jahren noch hätte ich dem nichts abgewinnen können, aber auch ich werde älter.

Die Zeit bei so einem Ausflug und einem Tag am Meer vergeht leider viel zu schnell. Eben war es noch morgens und ich fragte mich was der Tag bringen wird, schon ist es Abend, die Dämmerung setzt ein und man denkt an den Heimweg.
Der fällt gefühlt schneller aus als der Hinweg. Wir haben Glück und erhalten sogar ein schönes Erinnerungs – Foto vom Landrat des Landkreises Rostock.

Nur ein paar Km/h

Weitere Reiseberichte kommen immer wieder hinzu. – Stay tuned.

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