Wenn sich die Stehwelle (SWR) beim Erhöhen der Leistung nach dem Abstimmen ändert, hat das technische Gründe, die sich gut erklären lassen:

Grundsätzlich kann man sagen: Stehwellen entstehen durch Fehlanpassungen.

Wenn der Ausgang des Senders (dessen Impedanz typischerweise 50 Ohm ist) nicht genau zur Impedanz der Antenne passt, wird nicht die volle Sendeleistungen in die Antenne eingespeist. Damit ist dei Antenne uneffektiv.

Ein Teil der Energie wird reflektiert und überlagert sich mit der Vorwärtswelle, wodurch eine Stehwelle (stehende Welle) entsteht.

Das Abstimmen (Zum Beispiek die Längenanpassung der Antenne) erfolgt oft bei einer gewissen (mit Rücksicht auf den Sender) geringer Sendeleistung, um möglichst nahe an die optimale Impedanzanpassung zu kommen.

Wenn nach dem Abstimmen nun die Leistung erhöht wird, treten mehrere Effekte auf:


Die Antennenimpedanz kann sich leicht verändern, weil sich durch stärkere Sendeleistung das elektrische und magnetische Feld rund um die Antenne ändern.

1. Das beeinflusst ihre effektive Resonanz und damit die Impedanz der Antenne, was die Reflektion ändert.

2. Das Material und die Verbindungen können sich durch die höhere Leistung erwärmen, was ebenfalls zu Impedanzänderungen führt. (..Zugegeben bei grooosser Leistung)

3. Nichtlineare Effekte in der Sendestufe und im Kabel können ebenfalls minimal die Impedanzverhältnisse verändern.

4. Weil die Stehwelle das Maß für das Verhältnis von vorwärtsgesandter und reflektierter Leistung ist, ändert sie sich, wenn sich die Impedanzverhältnisse ändern. Auch wenn die Antenne vorher bei niedriger Leistung optimal angepasst war, kann die Anpassung bei höherer Leistung anders (schlechter) sein.

5. Wichtig ist auch die Tatsache, dass die Stehwelle bei komplexen Lasten (nicht rein ohmsch) immer empfindlich auf geringste Änderungen in Kapazität oder Induktivität reagiert. Diese Änderungen können sich durch höhere Leistung verstärken.

Erkenntnis zur Frage:

Warum ändert sich die Stehwelle, wenn nach dem Abstimmen der Antenne mehr Leistung gegeben wird?

 

Die Stehwelle verändert sich nach dem Abstimmen, wenn die Leistung erhöht wird, weil sich die Impedanz der Antenne und der Leitung durch die höheren elektrischen Felder, Temperaturänderungen und eventuell Nichtlinearitäten verändern. Daher kann die zuvor gefundene optimale Anpassung bei niedriger Leistung nicht mehr perfekt sein.

Man sollte beim Einstellen des SWR immer möglichst in der Sendeleistung arbeiten, die man auch tatsächlich nutzt, um diese Effekte zu berücksichtigen.
Bzw. mit kleiner Leistung abstimmen und dann mit großer Leistung nachstimmen.

Das ist der Grund, warum nach dem Abstimmen bei niedriger Leistung eine gute Stehwelle gemessen wird, sich aber bei höherer Leistung die Stehwelle verschlechtern kann.

Weitere interessante Artikel:

 

Projekt „Geroh Kurbelmast und Hexbeam“

Projekt Geroh Typ 9 und Hexbeam: Nachdem ich auf einer Halloween – Party aus einer Bierlaune heraus einen Geroh 9Klp 6/E Kurbelmast mit Motor ersteigerte, musste nun eine adäquate Antenne her. Doch eins nach dem anderen: Auf einer großen Internet-Auktionsplattform sah ich einen gut erhaltenen…

FT8 Frequenzen (Übersicht)

Seit Sommer 2017 gibt es FT-8. Es ist 4 x schneller als JT65, nämlich nur 15 Sekunden anstatt 60 Sekunden pro Message. Die Bandbreite beträgt lediglich 50 Hz (Anstatt 178 khz bei LT65). Daher kann mit wenig Leistung und „wenig“ Antenne trotzdem Betrieb weltweit gemacht werden.

Yaesu FT-991a Einstellungen für FT8

Immer wieder wird man gefragt was am Transceiver und am Computer einzustellen ist um mit WSJT-X ON Air gehen zu können. Ich möchte das einmal am Beispiel meines Yaesu FT-991a zeigen.
So schwer ist es nämlich gar nicht gar nicht.

Bandplan 20m Band (Amateurfunk)

Das 20-Meter-Amateurfunkband erstreckt sich von 14,0 MHz bis 14,35 MHz. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab. Es ist das klassische Weitverkehrsband (DX-Band). Im Sonnenfleckenmaximum ist es fast rund um die Uhr verwendbar, so dass Funkverbindungen mit allen Kontinenten möglich sind. Im Sonnenfleckenminimum hingegen ist das 20-Meter-Band nur tagsüber bzw. bis in die frühen Abendstunden benutzbar, fällt manchmal sogar ganz aus. Die Tote Zone ist oft größer als 1000 Kilometer.

SSTV Bilder von der ISS empfangen

SSTV ist eine Abkürzung und bedeutet „slow scan television“ und bedeutet umgangssprachlich „Schmalband Fernsehen“.
Entwickelt wurde es bereits in den 1950’er Jahren in den USA um Bilder mit geringer Auflösung schnell übertragen zu können.

D-Star und der ICOM IC-9700

D-Star und der ICOM IC-9700 – D-Star ist die Abkürzung für „Digital Smart Technologies for Amateur Radio“. Es handelt sich um einen schmalbandigen Übertragungsstandart, der zwischen 1999 und 2001 durch die JARL, die Japanische Amateur Radio League entwickelt wurde.

Weihnachtsgrüße auf Kurzwelle auch im Jahr 2020

Seit den 1950 er Jahren kann man Seeleute auf den Schiffen weltweit im NDR in der Sendung “Gruß An Bord“ zu Weihnachten grüßen…

Bandplan 80m (Amateurfunk)

Als 80-Meter-Band bezeichnet man den Frequenzbereich von 3,5 MHz bis 4,0 MHz. Er liegt im Kurzwellenspektrum. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab.

10m-Relais DB0BLO geht an den Start

Eine Menge aktiver OM hat es in den letzten Wochen bemerkt. Es gibt ein
10-m-Relais in Berlin.
Die Initiative und Verwirklichung kommt aus dem OV D20, das Relais funkt
unter dem Call DB0BLO.

Nullstellen im Abstrahlmuster

Nullstellen im Abstrahlmuster einer Antenne sind Winkelbereiche oder Richtungen, in denen die Antenne

Entdecken Sie Spannende Beiträge zum Thema Amateurfunk

Ballern in Prag

Zu Ostern 2024 wollte ich mal etwas anderes machen: Anstatt lange (und teuer) durch die Welt zu fliegen nehme ich mit Frau und Kind und Kegel die Bahn.

Genauer gesagt den „EC179“ von Rostock nach Prag. Wir steigen in Berlin Hauptbahnhof zu und haben eine relativ kurze Reise von nur etwas über 4 Stunden vor uns.

mehr lesen