Cross-Band Repeater auf der ISS

ISS mit ATV-2 am 7. März 2011, aufgenommen aus dem Space Shuttle Discovery

(10/2020) Seit kurzer Zeit ist auf der ISS ein Cross-Band Repeater (oder x-band Repeater) in Betrieb.
Die internationale Raumstation (International Space Station – ISS) ist eine bemannte Raumstation im Weltall.
Ursprünglich für militärische Zwecke konzipiert, wird sie jedoch seit Start der Mission 1988 von 16 Staaten betrieben und unterhalten.

Die ISS umkreist die Erde in knapp 400 Km Höhe mit einer Bahnneigung von 51,6° in östlicher Richtung.
Um die Erde einmal zu umrunden braucht die Raumstation nur knapp 93 Minuten.

ARISS – Projekt

Bei dem ARISS- Projekt handelt es sich um einen Amateurfunkdienst, der es Amateurfunkern oder z.B. Schülern ermöglicht Kontakte über und mit der ISS zu ermöglichen.
(ARISS bedeutet: Amateur Radio on the International Space Station, oder Amateurfunk auf der Internationalen Raumstation)

Damit ein Kontakt mit der ISS funktioniert, ist keine besonders aufwändige Technik nötig. Zum Hören reicht oft schon ein Handfunkgerät für das 2m-Band und eine Stabantenne.


Am einfachsten geht es in der Betriebsart APRS, (APRS bedeutet: Automatic Packet Reporting System). Bei APRS werden automatisch Datensätze wie z.B. GPS – Koordinaten, Temperaturen, Wetterdaten etc. über eine 1200 Baud – Verbindung gesendet. Der Vorteil liegt in meinen Augen darin das man nicht nur rufende Stationen (akustisch) über die ISS hören, sondern auch die Antworten in Textform sehen kann.

Kontakt mit SP7U-6 via RS0ISS
Hier “höre” ich SP7U am 23.8.2020 über die ISS
Mein Kenwood TH-D74
Empfangen mit meinem Kenwood TH-D74 Handfunkgerät mit einer kurzen Gummi-Antenne

X-Band Repeater auf der ISS


Seit dem 2.9.2020 ist auf der ISS einen Cross-Band FM-Repeater aktiviert. Das bedeutet, das man auf einer Frequenz im 2m Band sendet (in diesem Fall auf 145,990 Mhz mit einem Subton von 67 Hz) und sich selbst auf einer anderen Frequenz im 70cm- Amateurfunk Band (genau auf 437,800 Mhz) mit leichtem Versatz hören kann. (Wegen des Doppler-Effekts kann die Frequenz um +- 10 Khz abweichen)

Damit man die ISS überhaupt hören kann, muss sie natürlich “in Reichweite” sein. Und genau weil die ISS ja mit einer Bahnneigung um die Erde kreist, ist sie leider nicht alle 93 Minuten zu erreichen. Sie kommt jeweils immer nur zu bestimmten Zeiten vorbei.


Am einfachsten schaut man im Internet nach oder läd’ sich eine entsprechende App auf sein Smartphone herunter. 
Ich benutze dafür “ISS Detektor Pro” auf Android und “Satellite Tracker” auf meinem IPhone.
Damit kann ich dann genau sehen wann die Raumfähre und wie hoch über dem Horizont auftaucht. Vor allem ist interessant wie lange man etwas von dem Überflug hat.
(Im Idealfall sind das nämlich nur 5-6 Minuten)

Screenshot aus der Satellite App
Screenshot aus der “Satellite Tracker App”


Die ISS nutzt übrigens mehrere Rufzeichen: 
DP0ISS, 
RZ3DZR, 
NA1SS,
OR4ISS, für APRS

RS0ISS-11 und 
RS0ISS-3 für Packet Radio

Unter der Adresse https://de.wikipedia.org/wiki/ARISS kann man die anderen Uplink und Downlink-Frequenzen sehen

Wenn es beim ersten Versuch nicht direkt funktioniert, sollte man sich nicht entmutigen lassen. Meine Erfahrung hat gezeigt, das man nach einigen Versuchen, bei denen man vorher schon alle nötigen Einstellungen am Funkgerät erledigt hat, irgendwann mal was hört.

Zum Mithören der Sprechfunkverbindungen mit der ISS reichte zumindest mir ein Handfunkgerät und eine Stabantenne. Um Kontakt in FM aufzunehmen ist eine Richtantenne (vielleicht sogar auch “aus der Hand”) die bessere Wahl.

Mehr zu diesem Thema auf der Elektronik-Seite oder beim Amateurfunk

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Bandplan 6m Amateurfunkband (50 Mhz)

(09/2020) Das 6-Meter-Band ist der Frequenzbereich von 50,000 Mhz bis 52,000 MHz.
In den USA geht der Frequenzbereich sogar von 50,000 MHz bis 54,000 MHz.
Immer weniger nutzt der Rundfunk das 6m Band, dafür aber meinst militärische Funkdienste und seit einiger Zeit auch der Amateurfunk.
In Europa hat der Amateurfunk auf 50,000 Mhz -52,000 Mhz einen sekundären Status. das heißt, er wird geduldet.
In den USA ist das anders, es gibt sogar Fernsteueranlagen, die im 6-Meter-Band betrieben werden. Hierfür sind sogar extra 10 Kanäle fest zugewiesen.

Das 6m Band teilt sich in Europa im Detail wie folgt auf:

  • 50,000 Mhz – 50,100 Mhz
    • max. zulässige Bandbreite: 500 Hz
    • 50,000–50,080 Funkbaken (bitte kein Sendebetrieb)
    • 50,030 Anfang des in Deutschland zugelassenen Bereiches
    • 50,090 CW-Aktivitätszentrum
  • 50,100 Mhz – 50,500 Mhz
    • max. zulässige Bandbreite: 2700 Hz
    • 50,100–50,130 DX-Fenster (Weitbereichsverbindungen)
    • 50,110 Interkontinental-Anruffrequenz
    • 50,150 SSB-Aktivitätszentrum
    • 50,285 Crossband-Arbeitsfrequenzen
    • 50,305 PSK31 Aktivitätszentrum
    • 50,310–50,320 Erde-Mond-Erde
    • 50,320–50,380 Meteorscatter CW und SSB
  • 50,500 Mhz – 51,000 Mhz
    • max. zulässige Bandbreite: 2700 Hz
    • 50,510 SSTV (FSK)
    • 50,550 Facsimile
    • 50,600 Funkfernschreiben
    • 50,620–50,750 digitale Betriebsarten und FM, Repeater-Eingabe, 12 kHz Bandbreite
  • 51,000 Mhz – 52,000 Mhz
    • max. zulässige Bandbreite: 6000 Hz
    • 51,210–51,390 Repeater-Eingabe (Uplink)
    • 51,410–51,590 FM
    • 51,810–51,990 Repeater-Ausgabe (Downlink)

Einen Beitrag über meine ersten QSO auf 6m kann man hier lesen.

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Mein mcHF Klon – RS918

RS-918

(08/2020) Es gibt seit längerer Zeit einen Nachbau des mcHF Transceivers. (Genau gesagt gibt es viele verschiedene, mit jeweils anderen Features und Werten.)
Meiner jedenfalls kommt aus China und trägt die Bezeichnung RS-918. Es handelt sich um einen SDR, der im Bereich 1,6Mhz – 30 Mhz auch QRP senden kann (Angeblich um die
10 W, nachgemessen habe ich das aber noch nicht)
Auffallend und sehr handlich sind die vergleichsweise kleinen Abmaße: 20cm x 7cm x 5cm

Der chinesische RS-918 QRP Transceiver. Ein Clon des mcHF
Der chinesische RS-918 QRP Transceiver
Ansicht von Links: Antenne, USB-Host und der USB-DFU Anschluß
Links: Antenne, USB-Host und der USB-DFU Anschluß
Ansicht von Rechts: Audio in und out, Key und Stromversorgung
Rechts: Audio in und out, Key und Stromversorgung

Ich betreibe meinen RS-918 mit einem “Qualitäts-Netzteil” aus dem Hause “Yi-Teng” mit 12V und 3Ah.
Das Gerät wird auch als “UHSDR” Bezeichnet, was die Abkürzung für Universal Ham Software Defined Radio ist.

Da ich mich nicht ganz intuitiv mit der Bedienung des Geräts anfreunden konnte, habe ich hier die Bedienungsanleitung verlinkt. Diese ist von DL9PR aus dem englischen übersetzt.

Erste Inbetriebnahme und BIAS -Abgleich

Nach dem Einschalten hatte ich jedoch erst einmal ein ganz anderes Problem: Mein Transceiver zeigt auf einmal die Fehlermeldung :
“PA Bias is 0, TX not possible”

Die gleiche Fehlermeldung erscheint wenn das Mikrofon eingesteckt wird.Nach einiger Zeit verschwindet die Meldung, der TRX startet, aber ein TX ist nicht möglich.

Hier half mir das von DL9PR übersetzte Handbuch sehr schnell weiter.
Im Kapitel “Bevor Du OnAir gehst- Einrichten des mcHF zu Beginn”
findet sich folgende Anleitung:

Führe diesen Schritt nur aus, wenn die HF-Ausgangs-Transistoren eine ordnungsgemäße Kühlung haben !

– Schließe ein Amperemeter in Reihe mit der Stromversorgung (Netzteil) des mCHF.
Es soll 0,3 A anzeigen, bei einer Auflösung von besser als 0,1 A.

– Hänge eine echt gute künstliche Antenne (Dummyload) an den mcHF.

– Stelle den mcHF auf 10 m und die Betriebsart auf LSB oder USB.

– Gehe zum Punkt „PA Bias“ im Kalibrierungs-Menü.

– Ohne vorhandene Audio (z.B. minimale Mike-Regelung und stilles Zimmer) taste den Sender: Stelle die Bias schnell auf ZERO (Null). Das kann man durch Drücken des Knopfes DEFLT (F2) tun. Merke Dir den Stromwert am Amperemeter.

– Den Sender (Tx) hältst Du noch getastet, erhöhst nun den Setzwert PA Bias, um einen Anstieg des Strommeßwerts von 0,5A am Amperemeter zu haben, was 0,25 A je HF-Ausgangstransistor entspricht. Hast Du das geschafft, gib die Tastung des Tx frei.

– Drücke und halte F1 zum Speichern des Setzwerts auf EEPROM.
-> Alles erledigt, Die Fehlermeldung beim Booten ist weg

Der RS-918 startet ohne Fehler

An der Stelle fällt mir ein das ich ja mal schauen könnte ob die 2.11.48 die aktuelle Firmware ist.

Ist sie nämlich nicht !

Auf der DF8OE Github Seite gibt es sowohl den Bootloader (Version 5.0.4 ist bei mir schon installiert) als auch die Firmware zum Download. In meinem Fall ist die 2.11.89 die aktuelle Firmware, die ich sogleich auf einen USB-Stick downloade.

Um von einem USB-Stick die Firmware zu aktualisieren ist eigentlich nicht viel Aufwand nötig: Es braucht einen USB-Stick und die Datei “fw-mchf.bin”

Der USB Stick wird an die Host- Schnittstelle gesteckt und beim Starten des Transceivers wird zeitgleich die Band (-) und die Power Taste gedrückt.

(Nicht zu verwechseln mit der Power und der Band (+) Taste, die gedrückt werden müssen um das Gerät in den DFU Modus zu setzen.
Das Programm für Bootloader – Updates findet sich hier.
Es ist zwar kostenlos, der Hersteller möchte aber eine Registrierung haben

Ich habe hier von DF8OE noch ein Dokument gefunden, in dem genauer auf die einzelnen Tastenkombinationen und Möglichkeiten der Upgrades eingegangen wird..

DfuSe Demo, Software zum Bootloader update des mcHF
DfuSe, nicht von der “Demo” beeindrucken lassen, es funktioniert trotzdem vollständig

Fehlende Betriebsarten beim RS-918

Mit der Taste Mode lassen sich auf allen Bändern die Betriebsarten einstellen. CW-U, CW-L, AM, SAM, FM-N, Di(gital)-U, DI(gital)-L, USB und LSB.
Ich habe anfangs einige Betriebsarten vermisst, dann aber bei tieferem Einsteigen in die Menü-Struktur festgestellt das man jede Betriebsart individuell aktivieren kann/muss.

Sogar einen CW-Decoder hat der RS-918 an Bord. Einfach die Betriebsart CW wählen, ein CW Signal nach Gehör einstellen und dann auf der linken Seite unter der Angabe der Geschwindigkeit den Balken mittig im grünen Kästchen ausrichten.

CW Ausrichtungshilfe
Screenshot mit aktiviertem CW-Decoder, mangels Antenne leider ohne Signal…


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Dreetzsee Feldwoche 2020

Dretzsee Feldwoche

(03/2020) Eine Woche Auszeit auf einem Campingplatz nördlich von Berlin.
Bis zu sechs Amateurfunker treffen sich im März 2020 am Dreetzsee (Locator JO63RG) in der Nord- Uckermärkischen Seenlandschaft

“Eine ganze Woche Funkurlaub – eine ganze Woche Spaß mit Funkfreunden.”
Besser kann man nicht abschalten.

Insgesamt sechs OM’s waren wir in diesem Jahr und haben noch gerade vor der großen Corona-Welle eine schöne Woche verbracht.
Wir haben viel gebastelt und gefunkt auf allen möglichen KW-Bändern und Betriebsarten Hochfrequenz in die Luft gebracht. Es war wieder einmal wirklich toll!”

Dreetzsee-Feldwoche Logo von Chris DL7AG
Das Dreetzsee Logo

Teilnehmer waren unter anderem: DL7AG (Chris), DO7FIR (Steffen) DH2SN (Sascha), Hans (DC7OU), SWL Lars und ich (DL7JU).

Lars und ich kamen zwar einige Stunden später, wurden aber gleich in die Gruppe integriert. Das gemeinsame Aufbauen der Antennen wurde nach allen Regeln der Kunst und mit allen zur Verfügung stehenden Werkzeugen erledigt.
Schnüre wurden über Bäume geschleudert und Antennendrähte hochgezogen.
Sogar einen 160 Full-Size Dipol haben wir in knapp 15m Höhe installiert.

Qualitätskabel von Kabel – Kusch, meine Eigenanfertigungen haben (fast) alle versagt…

Nachdem die Technik aufgebaut war, haben wir uns an den Funkbetrieb gemacht.
Lars durfte mit dem Ausbildungsrufzeichen von Chris arbeiten und machte einige QSO unter DN1RBY nicht nur auf Kurzwelle in verschiedenen Betriebsarten, sondern auch in DMR über den mitgeführten Hotspot.

SSTV – Slow Scan Television
SWL Lars

Mein neues Rack – Der erste Einsatz

Rechtzeitig zur Dreetzsee Feldwoche konnte ich den ersten Wurf meines “Mobil Rack” fertigstellen und -zumindest Teilweise- mit Batteriestrom funken.
Gesehen hatte ich sowas grob bei Steffen, der mir auf einem Amateurfunk-Flohmarkt seine etwas aufwändigere Version mit Frontplatte zeigte.

Mein Gedanke beim Bau des Racks war, etwas tragbares zu haben, was auch ohne festen Stromanschluss Funkbetrieb ermöglicht. Hierbei wollte ich nicht immer Kistenweise Geräte, Kabel, Stecker und Batterien mitnehmen und dann merken das doch immer irgendwas fehlt, sondern eine Kiste (in meinem Fall ein 19″ Flight-Case) mitnehmen und alles fertig angeschlossen dabei zu haben.

Hintergedanke war natürlich auch der bevorstehende Sommerurlaub in Schweden, bei der ich die Kiste einfach mit an den See nehme, einen Draht spanne und sofort QRV bin.
In der Theorie alles ganz gut, in der Praxis kamen mir Corona, ein fehlender Sicherungskasten, ein defekter Tuner, ein fehlender Hauptschalter und andere Kleinigkeiten dazwischen. Dafür war die Feldwoche aber perfekt, denn ich konnte Funkbetrieb machen und Verbesserungsvorschläge aufnehmen und im Nachgang umsetzen.

Mein 19 Zoll Flight Case in der ersten Ausbaustufe.
Wer Interesse an diesem Case mit Inhalt hat, kann mich gern kontaktieren.

In meinem Case betreibe ich einen ICOM IC-7000, einen MAT-Tuner, der über den Transceiver angesteuert wird, aber das manuelle Tunen ebenso zulässt, einen USB-Microham III (dessen USB Anschluß ich an die Rückseite des Racks herausgeführt habe, damit ich auf dem Rack mein Notebook platzieren und z.b. FT-8 oder RTTY machen kann) sowie einen Raspberry – PI mit MMDVM als DMR Hotspot.

Der IC-7000 hat von hause aus bereits einen “AV-Out” an dem man einen Bildschirm anschließen kann. Das ist eine prima Sache, denn im Freien bei Sonnenschein ist das Display des IC-7000 trotz höchster Helligkeits-Stufe nicht immer leicht abzulesen.
Der Bildschirm wird einfach mit einem Kabel von 3.5mm Klinke auf Chinch angeschlossen.

Zu guter letzt habe ich mir bei battery-direkt.de einen 12V 22Ah AGM Bleiakku bestellt.
Für den Fall das Strom vorhanden ist, wird dieser Akku von einem LGB6-12 Netzteil/Ladegerät im Betrieb mit bis zu 6 Ah nachgeladen.

Eine weitere Erkenntnis nach dem Dreetzsee Wochenende war, das mein Rack trotz abgeschalteten Transceiver, quasi nur durch die Standby Funktion des Bildschirms, so viel Strom verbraucht das die Batterie nach nur 3 Wochen tiefentladen und damit in den ewigen Batterie-Jagdtgründen war.
Ich habe das bei battery-partner.de gemeldet und -obwohl es natürlich meine eigene Dummheit war- einen neuen Akku auf Kulanz bekommen.

Vielen Dank dafür. Ich habe keine Aktien an der Firma, möchte aber trotzdem dieses Lob hier loswerden.

Das von DL7AG gedruckte Rufzeichen
Chris “The Master of 3D” überraschte uns mit Rufzeichen-Schildern.

Neben dem Funkbetrieb wurde auch mit Essen gezaubert:

Jagdtwurst vom Grill – Mit Senf eine Köstlichkeit
DL7AG hat durchaus Qualitäten als Koch.
Steffen (DO7FIR)
Sascha (DH2SN)
Die ganze Gang (außer Hans, DC7OU. der musste leider los)


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Meine ersten 6m Verbindungen

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Weil in SSB oder FM gar nichts richtig ging, habe ich mal auf die Frequenz 50,323 80 Mhz gedreht und siehe da: laute Signale in FT-8.

Also habe ich gleich mein WSJT-Z aktiviert und reingehört.
– Fantastisch, was da abgeht… teilweise…

Innerhalb weniger Minuten habe ich 10 QSO’s mit Kazakhstan und der Ukraine geführt.

Ein kurzer Blick auf den pskreporter.info bestätigt die gerade guten Bedingungen.
Nicht umsonst wird das 6m Band “Magic Band” genannt, denn Minuten später war nichts mehr zu hören.

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ILLW – International Lighthouse Lightship Weekend 2020

(08/2020) In der Zeit vom 20.8.2020 – 25.8.2020 sind wir am Stettiner Haff in Uckermünde um am ILLW teilzunehmen. Wir, das sind DL7AG – Chris, DO7FIR – Steffen, DD4FK – Frank und ich, DL7JU. Sascha (DH2SN ) war Zeitweise dabei.

Der Locator ist JO73AR und der Leuchtturm hat die Nummer DE0029.

Ganz nebenbei sind wir auch noch in einem Naturschutzgebiet “Natur Park Stettiner Haff” und aktivieren das Gebiet DLFF-0037.

Unsere Homebase haben wir auf dem Zeltplatz Ueckermünde-Bellin (Link) aufgebaut. Hier dürfen wir Antennen und Masten aufbauen, Kabel verlegen und Strom verbrauchen.

Steffens Polo - Ein Raumwunder hinter dem sich mancher Werkzeugwagen verstecken kann.
Der Polo mit alles…
Das Zelt von DL7AG und DO7FIR
Grundeinrichtung Zelt 1

Übersicht über die Gegebenheiten

Trotz Corona darf hier -unter Einhaltung der Hygiene – Regeln- mit Maske und unter Einhaltung des Mindestabstands (mindestens λ 144 Mhz) gezeltet, gecampt und natürlich auch Funkbetrieb gemacht werden.

Wir reisen mit kleinem Gepäck an. 3 Autos und 2 Anhänger beinhalten nur das nötigste und nicht alles was zuhause vergessen wurde. Unterwegs wird ausreichend eingekauft, so das das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt.

Nach der Ankunft beziehen wir die beiden Hütten und fangen sofort an Bodenhülsen in die Erde zu treiben, Masten aufzustellen und alles mit Draht zu vernetzen.

Der 6m Dipol mit Rotor
Gut gesicherte 6m Dipole
DL7JU Plauze und Schüssel
DL7JU mit mini Schüssel zum mobilen Empfang von Astra TV

Der Hex-Beam*

*Was ist eigentlich ein Hex-Beam? -Nun, das stellen wir uns zunächst ganz dumm:

Link zum Hex-Beam.

Während wir QSO’s fahren, fängt Frank an seinen Hex-Beam aufzubauen.
Ganz so einfach ist es es erst nicht, aber dann, nach einiger Eingewöhnung, etwas Blut, Schweiß und Tränen wird der Beam dann sogar mit Koax Kabel versehen auf dem NVA (HTM-10) Teleskopmast zum Einsatz gebracht.
(Aufgrund der Angst des Camping – Kollegen nebenan, das eine herunterfallende Antenne sein Auto zerkratzen könnte, wird der Beam auf halber Höhe justiert)

Bereits die ersten Verbindungen bestätigen die Erwartungen und lassen gutes hoffen:
Ein freundlicher OM aus Moskau bestätigte nach dem ersten Anruf direkt eine 9+ 10db Vormittags auf dem 20m Band.

DD4FK baut seinen Hex-Beam auf
Der Hex-Beam, sieht komisch aus, funktioniert aber bestens.

Der 6m Dipol

Nachdem der Hex-Beam so gut funktionierte habe ich mit einem Dipol für 6m experimetiert. Genaues kann man in dem Artikel hierzu nachlesen.

Abbau und Fazit

Nachdem am Sonntag Abend auf den Bändern 20m, 40m und 80m die Hölle los war, ging der Montag Morgen ganz entspannt los. Ich mache noch schnell ein paar QSO in FT-8.
Steffens ICOM IC-7000 zeigt plötzlich unplausible SWR Werte an. Schnell sind die Racks auseinander genommen und die Komponenten über Kreuz getestet. Es scheint tatsächlich am IC-7000 zu liegen. Mit dieser Erkenntnis starten wir mit dem Abbau der Antennen, der Technik und der Zelte.

Fehlersuche am Gerät
Fehlersuche am DL7JU-Case
Rack  fast leer
Steffens Case schon etwas ausgeleert
Erkenntnisse machen sich breit…

Gegen 15 Uhr räumen wir das Feld. Alles passt wieder in die Anhänger.

Fazit: Ein tolles Wochenende, viele QSO’s, Sonne satt, ein defekter Yaesu FT-991, ein unstabiler IC-7000, erste Verbindungen auf 6m, ein vergessenes Funkgerät mit MMDVM Hotspot, aber extrem viel Spaß und sogar ein Bad im Stettiner Haff.

An dieser Stelle vielen Dank an Heiko Schütze, der nicht nur den Campingplatz leitet, den Brötchen-Nachschub sicherstellt, für alle Fragen offen ist, sondern auch Funkgeräte nachträglich verpackt und versendet. 🙂

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    Es gibt seit längerer Zeit einen Nachbau des mcHF Transceivers. (Genau gesagt gibt es viele verschiedene, mit jeweils anderen Features und Werten.) Meiner jedenfalls kommt aus China und trägt die Bezeichnung RS-918. Es handelt sich um einen SDR, der im Bereich 1,6Mhz – 30 Mhz auch QRP senden kann (Angeblich um die 10 W, nachgemessen habe ich das aber noch nicht) Nachgemessen habe ich aber die vergleichsweise kleinen Abmaße: 20cm x 7cm x 5cm…
  • Dreetzsee Feldwoche 2020
    Eine ganze Woche Funk-Urlaub – eine ganze Woche Spaß mit Funkfreunden. Insg. sechs OMs waren wir in diesem Jahr dabei und haben gerade noch vor der großen Corona-Welle und dem Lockdown eine tolle Woche verbracht. Viel gebastelt und gefunkt haben wir, auf allen möglichen Bändern und Betriebsarten…
  • Meine ersten 6m Verbindungen
    Seit einiger Zeit ist ja der Frequenzbereich zwischen 50Mhz und 52Mhz in Deutschland für den Amateurfunk nutzbar. Am 23.8.2020 habe ich beim ILLW in Ueckermünde erstmals die Gelegenheit einen von Steffen DO7FIR selbstgebauten Dipol für 6m zu testen.

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Mini-Fieldday Schönower Heide

(07/2020) Am 11.7.2020 bin ich mit drei Funkfreunden (DL7AG, DO7FIR und DD4FK) in der zu einem Mini Fieldday in der Schönower Heide, etwas nördlich von Berlin bei Bernau verabredet.
(Genau gesagt: 52.67911,13.5208784)
Wir wollen das Equipment für den bevorstehenden ILLW testen, Spaß haben und dabei noch einige QSO hinbekommen.

Ich fahre mit kleinem Gepäck, also nur meinem Kurzwellen-Rack und einer Drahtantenne los.
Als SWL Lars und ich ankommen, haben die drei anderen OM`s schon “das nötigste” aufgebaut:
Eine Delta Loop für 80 m, ein Bud-Dipol für 40 m, eine militärische Kurzwellenantenne mit einem Magnetic Balun für mehrere Bänder sowie eine portable Magnetic Loop für 40 m.

Mobiles Kochen auf dem Mini Fieldday

Ganz nebenbei wird Tee (der gute Earl Grey) und später auch ein Linsengericht hergestellt.
Ein großer Aufbau ist bei mir nicht nötig, denn alles ist in meinem 19 Zoll Kurzwellen-Rack bereits vorhanden.

Nachdem ich nur schnell das Gehäuse im Kofferraum positioniert habe, kann direkt mit dem Betrieb begonnen werden. Mit Hilfe einer 6 m langen Angelrute bringe ich meinen 23,5 m langen NVA Antennendraht sowie den auf der Feldwoche am Dreetzsee gefertigten 1:9 Balun schnell auf einige Meter Höhe in die Bäume.

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Schönower Heide
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Da es sich bei der Schönauer Heide um ein Naturschutzgebiet handelt, haben wir einige
“CQ Flora Fauna rufe” gestartet. Die Flora-Fauna Referenz ist übrigens DL-FF0370.

SWL Lars hat mit dem Ausbildungsrufzeichen DN1RBY ebenfalls einige gute QSO geführt.
Hier ein Ausschnitt aus seinem handgeschriebenen Log:

Das Mini Fieldday Log von SWL Lars
Wer sich erkennt und erinnert bekommt eine QSL-Karte

Hier hat sich gezeigt das sowohl ein Tisch und/oder sogar ein eigener Stuhl (genau wie ein funktionierendes Schreibgerät) durchaus gute Investitionen sind. Sogleich bestelle ich einen Camping-Tisch auf einer großen Auktions-Plattform im Internet.
Gegen 18:00 Uhr bauen Lars und ich wieder ab und fahren Richtung Heimat. Ein toller Tag in der Natur, nette QSO und wieder viel gelernt.
Uns hat es sehr viel Spaß gemacht.

Der Mini Fieldday Schönower Heide in 12 Sekunden

Der Tag in 12 Sekunden

(29.7.) – Heute kam eine QSL Karte von DO6GS an. Lars hat ein QSO mit ihm via DMR auf der TG 212 geführt. – Vielen Dank.

QSL Karte von DO6GS

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WSJT-Z ein WSJT-X mit sinnvollem Mod

Der polnische Funkamateur Tom, SQ9FVE aus Lubliniec bietet unter der Bezeichnung
WSJT-Z einen Klon der bekannten WSJT-X Software mit deutlich mehr Funktionen an.

Seine Version der FT-8 Software bietet einen vollautomatischen QSO Betrieb, d.h. es ist theoretisch möglich automatisch ein QSO nach dem anderen zu führen ohne eingreifen zu müssen. Hierbei kann man einstellen ob automatisch CQ gerufen oder ob automatisch auf CQ-Rufe reagiert werden soll. In Verbindung mit einer sinnvollen Watchdog-Einstellung wertet das die Software deutlich auf.
Man kann über dieses Feature denken was man will, einen Blick auf die Software ist es auf jeden Fall wert.

Die Software bietet nämlich noch weitere Vorteile:
Eine angepasste Oberfläche, die auch ein größeres Bandaktivitäts-Fenster beinhaltet,
Einige erweiterte Filterfunktionen, Die Integration von qrz.com, Audiowarnungen und vieles mehr.

Tom’s Klon basiert übrigens auf WSJT-X 2.2.0 und ist auf Sourceforge unter https://sourceforge.net/p/wsjt-z/ kostenfrei zu finden.
Auf seiner qrz.com Seite gibt es viele weitere Informationen und Screenshots.

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Ausbildung spielt eine große Rolle

Ausbildung und Fortbildung spielt im Amateurfunk eine große Rolle!

Und es hört erst recht nicht mit Erlangung der Amateurfunklizenz auf!

Denn auch wenn man die Fragen richtig beantworten bzw. ankreuzen konnte, heißt es noch lange nicht, das der neue Funkamateur nun der Fachmann ist. Das Gegenteil ist der Fall.

Nach dem Lernen der Grundlagen kann man -ganz natürlich- kein Spezialist sein.
Vielmehr hat man das Grundwissen nachgewiesen auf dem sich echtes Fachwissen aufbauen lässt

Im Kreis der Amateurfunker gibt es den sogenannten Hamspirit.
Hierbei wird respektvoll miteinander umgegangen und sich untereinander ausgeholfen.
Sei es auch nur mit einem unerwarteten Ratschlag. 😉

Lars und Jens (DL7JU) beim Ausbildungs – QSO (Foto:DL7AG)

Das Bild zeigt meinen Sohn Lars im Alter von 11 Jahren bei einem QSO im März 2020.
Lars konnte bereits mit 10 einen Teil der Amateurfunk – Lizenzprüfung der Klasse E erfolgreich ablegen. Nun wird weitergelernt und es folgt hoffentlich bald die “Zulassung zum Amateurfunkdienst” als einer der jüngsten Funker.

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Yaesu FT-991a Einstellungen für FT8

Immer wieder wird man gefragt was am Transceiver und am Computer einzustellen ist um mit WSJT-X ON Air gehen zu können.

Ich möchte das einmal am Beispiel meines Yaesu FT-991a zeigen.
So schwer ist es nämlich gar nicht gar nicht:

Bevor man den Transceiver mit dem Computer verbindet, muss der Treiber von Yaesu heruntergeladen und installiert werden. Wenn der TRX erst angesteckt wird, werden zwar auch Treiber geladen, dieses Setup funktionierte bei mir aber nicht.

Den Treiber kann man hier herunterladen.

Das allein ist kein Problem, es sollte eben nur vor dem Verbinden mit dem Computer erledigt werden.
Wenn dann der Yaesu verbunden wird erscheinen in der Hardware-Umgebung zwei weitere COM-Ports.
(Per rechter-Taste kann hier auch die Nummer des COM-Ports abgeändert werden.

Ebenfalls erscheint in der Hardwareumgebung unter USB Audio Gerät ein neuer Mikrofon und Lautsprecheranschluss.
Den Lautsprecheranschluss habe ich zunächst zugelassen, den Pegel des Mikrofons habe ich am Yaesu so eingestellt dass die ALC den Wert von neun nicht übersteigt.

Als nächstes müssen im Funkgerät einige Einstellungen getätigt werden.
Im folgenden habe ich nur die Menü-Einträge aufgeführt die für
WSJT-X relevant sind.

Menü NummerEinstell-Wert
28rs232c
2938400
3010 msec
3138400
32100 msec
33enable
59direct freq
62others
641500 Hz
651500 Hz
66off
684000 Hz
70REAR
71DTR
72USB
Tabelarische Auflistung der nötigen Einstellungen im FT-991a für FT8 Betrieb

Einstellungen am Gerät (Funktionsmenü F)

  • Als Betriebsart wird für digitale Betriebsarten immer DATA-USB ausgewählt !
  • NAR/WIDE auf 3k einstellen
  • WIDTH auf 3000Hz
  • DT GAIN steht bei mir auf 1, kann variieren bis 6 oder 7 (Standard ist 50, viel zu hoch und verursacht Splatter). Zur optimalen Einstellung bitte so einstellen, das die ALC nicht anfängt zu regeln. Dazu Meter auf ALC stellen und DT GAIN so lange von 0 hochdrehen bis die ALC gerade anfängt auszuschlagen)
  • RF POWER maximal auf 10-50W
  • NOTCH, CONT, DNR und DNF alle OFF
Das fertige FT-8 Setup

Man kann natürlich auch eine Software nutzen um die Einstellungen im FT-991 zu bearbeiten, zu sichern und wieder einzuspielen.

Die Software meiner Wahl hierfür ist unter www.rtsystemsinc.com zu finden. (Ich habe keine Aktien an der Firma… :-))

Das Setting meines Yaesu FT-991a Transceivers kann man hier herunterladen und mit der Rt-Systems-Software einspielen.

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