D-Star und der ICOM IC-9700

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D-Star und der ICOM IC-9700 – Was ist eigentlich dieses D-Star?

D-Star ist die Abkürzung für „Digital Smart Technologies for Amateur Radio“. Es handelt sich um einen schmalbandigen Übertragungsstandart, der zwischen 1999 und 2001 durch die JARL, die Japanische Amateur Radio League entwickelt wurde.
Zunächst hatte sich die Firma ICOM des Protokolls angenommen und später folgten dann andere Hersteller wie z.B. Kenwood mit dem Gerät TH-D74.

Bei D-Star wird die Sprache zunächst digitalisiert. Anschliessend wird diese dann mit einem (proprietären) Sprachcode das Signal auf die geforderte Datenrate von 2,4 kbit/s komprimiert.

Wie ist die rechtliche Situation in Deutschland?

Verschlüsselte Übertragungsverfahren sind im internationalen Funkverkehr gemäß der Vollzugsordnung für den Funkdienst (Art. 25.2A) und in Deutschland gemäß der Amateurfunkverordnung (§ 16 Abs. 7 und 8) untersagt. Darum gab es erst einmal Bedenken ob der Einsatz eines proprietären Codecs ok ist oder ob das als Verschlüsselung gewertet werden muss.

Die BNetza, die Bundesnetzagentur gibt am 30.4.2008 die Auskunft, das es trotz des proprietären Codecs keine Einwände gegen die Nutzung in Deutschland gibt.

Nur die Basics, das Thema ist derart umfangreich das es hier nur um die Basiseinstellungen geht, die es ermögliche mit D-Star QRV zu werden.

Bei D-Star ist es etwas anders als bei DMR. Es muss kein Antrag irgendwo gestellt werden, es wird keine ID Benötigt. Lediglich das Rufzeichen muss im Gerät eingetragen werden.

Was man am ICOM IC-9700 alles einstellen muss, um endlich QRV zu sein zeige ich hier:

D-Star und der ICOM IC-9700 Einstellungen am Gerät

1: Rufzeichen in den Transceiver eintragen. Das geht über Menü (1) – Set – My Station – My Callsign (DV)

D-Star und der ICOM IC-9700

Es lassen sich mehrere Rufzeichen eingeben, falls man den Transceiver mit seinem Sohn teilen mu… ähh darf.

D-Star und der ICOM IC-9700

Die entsprechende Zeile gedrückt halten und über “edit” das Rufzeichen eingeben.
Hinter den Querstrich kann man noch eine weitere Information z.B. den TRX eingeben. Das sieht der QSO Partner dann später.
Bei mir sieht das so aus : DL7JU/9700
Nach der Bestätigung mit “ENT” wird das Rufzeichen gespeichert.

Anschließend einfach wieder aus allen Menüs rausgehen. Zur besseren Übersicht nutze ich zunächst mal nur einen VFO.

Um in den D-Star Modus zu kommen, einfach links auf die “CALL DR” Taste drücken und ca. 1/2 Sekunde gedrückt halten.

Bei D-Star muss der Start- und der Zielpunkt angegeben werden. Bevor die Verbindung aufgebaut werden kann.
Damit der Transceiver seinen eigenen Standort kennt, muss entweder ein GPS Empfänger angeschlossen, oder die eigenen GPS Koordinaten hinterlegt werden.

Nachdem das geschafft ist, sollte nur noch die Repeater-Liste aktualisiert werden. Die auf dem Gerät ausgelieferte Liste war bei mir offenbar unvollständig.

D-Star und der ICOM IC-9700 – Repeater-Liste

Google hat mir gleich mehrere Links zum Download einer entsprechenden CSV Datei gebracht.
Der OV A23 Wertheim hat eine relativ aktuelle Liste Online zum Download.

Das Einspielen des Liste geht ganz einfach: Die Datei auf die SD-Karte kopieren und die Karte einsetzen.

Den Eintrag findest Du im Menü unter: – Set – SD Card – Import/Export – Import – Repeater List

Jetzt steht dem ersten DV QSO nichts mehr im Weg.

Ein interessanter Link mit Übersichten zu Repeatern, Nodes und D-Star Karten. Hier.
Falls Du überprüfen willst, ob Du auf dem Reflektor überhaupt ankommst, kannst Du das dieser Seite prüfen.

Einen anderen Artikel zum ICOM IC-9700 findest Du hier.

  • D-Star und der ICOM IC-9700
    D-Star und der ICOM IC-9700 – D-Star ist die Abkürzung für „Digital Smart Technologies for Amateur Radio“. Es handelt sich um einen schmalbandigen Übertragungsstandart, der zwischen 1999 und 2001 durch die JARL, die Japanische Amateur Radio League entwickelt wurde.
  • IC-9700, der Neue im Shack
    Auf den ersten Blick sieht der Transceiver dem IC-7300 sehr ähnlich. Das ist aber nur auf den ersten Blick so. Das ist sicherlich wegen der gleichen Abmaße und ähnlichen Frontplatte so.
  • Gruß an Bord – Weihnachtsgrüße auf Kurzwelle 2022
    Seit den 1950 er Jahren kann man Seeleute auf den Schiffen weltweit im NDR in der Sendung “Gruß An Bord“ zu Weihnachten grüßen…
  • Besuch bei ICOM in Osaka
    Ein lange gehegter Wunsch, einen Besuch bei ICOM in Osaka machen. Im November 2022 habe ich die Gelegenheit …
  • SSTV Bilder von der ISS empfangen
    SSTV ist eine Abkürzung und bedeutet “slow scan television” und bedeutet umgangssprachlich “Schmalband Fernsehen”. Entwickelt wurde es bereits in den 1950’er Jahren in den USA um Bilder mit geringer Auflösung schnell übertragen zu können.
  • Projekt “Geroh Kurbelmast und Hexbeam”
    Projekt Geroh Typ 9 und Hexbeam: Nachdem ich auf einer Halloween – Party aus einer Bierlaune heraus einen Geroh 9Klp 6/E Kurbelmast mit Motor ersteigerte, musste nun eine adäquate Antenne her. Doch eins nach dem anderen: Auf einer großen Internet-Auktionsplattform sah ich einen gut erhaltenen…
  • Ein QSO mit Ulrich Rohde N1UL
    Prof. Rohde ist ein Vorbild für mich seit ich mich mit Funktechnik beschäftige. Schon 1993 durfte ich einen Teil meiner Prüfungsarbeiten bei Rohde & Schwarz in Berlin ablegen. (Die legendäre Fehler-Such-Mess-Prüfung bei der ich an einer digitalen Ampelschaltung einer 4 Straßen Kreuzung mit Fußgängerüberwegen den Fehler fand bevor ich die Jacke… aber ich schweife ab)

IC-9700, der Neue im Shack

IC-9700, der Neue im Shack – Da ist er, der Neue.
Nach meiner Reise nach Japan und dem Besuch bei ICOM war ich mir ganz sicher: Er muss her, der IC-9700.


Auf den ersten Blick sieht der Transceiver dem IC-7300 sehr ähnlich. Das ist aber nur auf den ersten Blick so. Das ist sicherlich wegen der gleichen Abmaße und ähnlichen Frontplatte so.

IC-9700 – Feature Details (nur ein Auszug!)

  • Der ICOM IC-9700 ist ein 2m/70cm/23cm All-Mode Transceiver
  • Der ICOM IC-9700 sendet mit bis zu 100 Watt (auf 2m), 75 Watt (auf 70cm), 10 Watt (auf 23cm)
  • Der ICOM IC-9700 hat eine Regelbare Sendeleistung
  • Der ICOM IC-9700 kann in den Betriebsarten AM/FM/SSB/DV/DD (D-Star) senden
  • Der ICOM IC-9700 hat einen LAN-Anschluss
  • Der ICOM IC-9700 hat einen USB-Anschluss
  • Der ICOM IC-9700 hat einen 10 MHz Referenz Signal Eingang
  • Der ICOM IC-9700 verfügt über3 Antenneneingänge (für 2m, für 2m/70cm, und für 23cm)
  • Der ICOM IC-9700 hat einen CI-V Anschluss zur Steuerung mit dem Rechner
  • Der ICOM IC-9700 RS-MS1A Unterstützung zum Senden von Bildern per Software oder von der SD-Karte
  • Der ICOM IC-9700 verfügt über ein 10,922 cm Touch-Screen-TFT-Farb-Display zur Darstellung eines Echtzeit Spectrum Scope für alle drei Bänder
  • Der ICOM IC-9700 ist für den Sat-Betrieb ausgelegt, inkl. Full-Duplex Betrieb
  • Der ICOM IC-9700 hat 107 Speicher
  • Der ICOM IC-9700 kann Split-Betrieb
  • Der ICOM IC-9700 kann VOX und BK-IN Funktionen
  • Der ICOM IC-9700 hat Filter für Notch, NB, NR Störunterdrückungen
  • Der ICOM IC-9700 kann AFC Autotune
  • Der ICOM IC-9700 kann verschiedene Suchlauffunktionen im SCAN-Betrieb
  • Der ICOM IC-9700 hat natürlich einen Anschluss für Morsetaste

Das Mikrofon hat eine Impedanz von 600 Ohm, die Stromversorgung läuft über 13,8 Volt DC (ca. 18-20 Ampere bei max. Leistung im Sendebetrieb)

Das alles bei einem Gewicht von nur 4,7 Kg und mit einer Abmessung von 240 x 94 x 238mm

Ich finde bei dem Funkhändler des Vertrauens an einem “Black Friday” ein unschlagbares Angebot.

Voll im Kaufrausch bestelle ich noch einen Triplexer und eine Diamond X-5000 Antenne dazu.

ICOM IC-9700 der Neue im Shack
Deutlich sichtbar, die Lücke im Shack
ICOM IC-9700 der Neue im Shack. Das erste QSO

IC-9700 – Der Neue im Shack

Weil ich an diesem Abend nicht mehr auf’s Dach möchte, schließe ich den Triplexer an die vorhandene 2m / 70cm Mobil-Antenne auf dem Balkon an.
23cm muss noch warten…
Die Initialisierung und Inbetriebnahme des IC-9700 ist schnell gemacht und ich kann das erste QSO in FM und in SSB im 2m Band führen.

Doch wie geht es weiter?
Ich möchte ein QSO in D-Star führen.
“Onkel Hans”, DC7OU gibt mir einige Grundinfos mit. Natürlich klappt es am ersten Abend auf Anhieb erst mal nicht. Ich muss erst noch herausfinden das die Repeater-Liste im Gerät nur rudimentär vorhanden ist und aktualisiert werden muss. Eigentlich Logisch (Hinterher)

Die ausgelieferte Firmware ist zwar aktuell, aber eine aktuelle Repeater-Liste muss heruntergeladen und mittels SD-Karte eingespielt werden.
Unter dem Google-Suchbegriff “d-star repeater liste deutschland download” werde ich fündig.
Natürlich habe ich keine SD-Karte im Haus…
Zum Glück hat der Fachmarkt “Rossmann” auf der anderen Straßenseite noch offen und SD-Karten vorrätig…

Wie es weitergeht, z.B. mit der Einrichtung der D-Star Parameter kannst Du hier lesen.

  • Bandplan 20m Band (Amateurfunk)
    Das 20-Meter-Amateurfunkband erstreckt sich von 14,0 MHz bis 14,35 MHz. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab. Es ist das klassische Weitverkehrsband (DX-Band). Im Sonnenfleckenmaximum ist es fast rund um die Uhr verwendbar, so dass Funkverbindungen mit allen Kontinenten möglich sind. Im Sonnenfleckenminimum hingegen ist das 20-Meter-Band nur tagsüber bzw. bis in die frühen Abendstunden benutzbar, fällt manchmal sogar ganz aus. Die Tote Zone ist oft größer als 1000 Kilometer.
  • Bandplan 40m Band (Amateurfunk)
    Das 40-Meter-Band oder 7-MHz-Band umfasst auf Kurzwelle die Frequenzen von 7,0 MHz bis 7,2 MHz in den ITU-Regionen 1 und 3 bzw. den Bereich von 7,0 MHz bis 7,3 MHz in der ITU-Region 2. Es ist primär dem Amateurfunkdienst zugewiesen und nach der ungefähren Wellenlänge benannt.
  • BMW 800 GS
    Im April 2008 habe ich mir eine BMW F800 GS bei BMW in Berlin gekauft. Warum? Na ja, die F650 die ich bis dahin fuhr war in den Bergen ungeschlagen, aber mit Gepäck auf langen Strecken und dann vielleicht noch auf der Autobahn nicht so geeignet.
  • Zufalls – Reisebild
    Reiseberichte und Bilder
  • Bandplan 10m Band (Amateurfunk)
    Das 10-Meter-Band ist ein Frequenzband im Kurzwellenspektrum. Es befindet sich im Frequenzbereich von 28 MHz bis 29,7 MHz und bildet den Übergang von den Kurzwellen zu den Ultrakurzwellen. Atmosphärische Störungen (wie Gewitter) machen sich nur selten bemerkbar, wohl aber künstliche Störungen durch z. B. Zündfunken.
  • Bandplan 2m Band (Amateurfunk)
    Das 2-Meter-Band (2-m-Band) ist das Frequenzband um die 150 MHz. Klassisch ist damit der Amateurfunk gemeint (144 MHz bis 146 MHz, in Amerika, Ozeanien und Teilen Asiens 144 MHz bis 148 MHz), der Begriff wird aber auch für andere Funkdienste verwendet, insbesondere um zwischen verschiedenen möglichen Bändern (70 cm, 2 m, 4 m und 8 m) zu unterscheiden. Das sind der BOS-Funk (165 MHz bis 174 MHz) und der Betriebsfunk (146 MHz bis 174 MHz). Neben Handfunkgeräten sind ortsfeste und Fahrzeug-Einbaugeräte gebräuchlich.
  • Bandplan 12m Band (Amateurfunk)
    Als 12-Meter-Band bezeichnet man den Frequenzbereich von 24,89 MHz bis 24,99 MHz. Er liegt im Kurzwellenspektrum und ist ein WARC-Band. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab.

Besuch bei ICOM in Osaka

ICOM in Osaka

10.November 2022

Gestern bin ich aus Tokyo mit dem Shinkansen in Osaka angekommen.
Nach nächtlicher Wanderung mit Gepäck (Der Bahnhof war doch weiter als gedacht vom Hotel…) komme ich in meinem Hotel eins.inn Osaka an.

Das Hotel ist leise, sauber und ich schlafe gut. Heute ist der große Tag, ich habe einen Termin und darf die Firma ICOM besuchen.

Ich wache früh auf und komme schnell aus dem Bett. Duschen, Haare richten und auf keinen Fall die Geschenke für meinen Gastgeber vergessen.

Weil ich auf keinen Fall zu spät erscheinen möchte, fahre ich die Strecke mit einem go-Taxi. Der Fahrer ist erst wenig motiviert. Schließlich werden wir uns einig und die 45 Minuten Fahrt kann beginnen.

Die Stadt ist im Vergleich zu Tokyo erstaunlich leer. Heute gibt es keine Staus und keine Verzögerungen.

So kommen wir etwa 40 Minuten vor dem Termin an. Das ICOM Gebäude liegt oberhalb einer Schnellstraße die dann durch einen Tunnel führt. Ich erkenne das Gebäude von weitem, habe mich doch mit Google Maps vorbereitet.
Außerdem sind die imposanten Antennen auf dem Dach von weitem sichtbar.
Der Taxifahrer fährt durch den Tunnel… und vorbei. Dann eine Stunt-Wendung über durchgezogene Linien. (Das alles im Linksverkehr…) ich sehe das weiße im Auge des Gegenverkehrs… Der Fahrer verzieht keine Miene.

Besuch bei ICOM in Osaka

Dann fährt er sofort links ab und gibt mir zu erkennen, dass wir an seinem Ziel sind.
Zumindest sagt es sein Navi…

Ich bedanke mich und mache mich auf die Wanderung über Brücken, durch Täler und durch Tunnel der Antenne entgegen.

Es ist aber nicht weit zu laufen und ich komme immer noch deutlich vor der Zeit bei ICOM an. Ich habe eigentlich ein Industrie-Gebiet erwartet, aber das ICOM Gebäude liegt an einer Schnellstraße am Rand einer Wohn-Umgebung.

Auf der Rückseite des Geländes ist ein kleines Shopping Center.
Hier nehme ich mein Frühstück, eine Dose warmen Kaffee aus dem Automaten ein.

Ich bin aufgeregt wie vor einem Bewerbungsgespräch…

Genau 8 Minuten vor dem Termin betrete ich das Gebäude.  Mr. Kimura schrieb mir, ich soll mich einfach an der Rezeption melden.
Auf der linken Seite im Eingangsbereich sind gepolsterte Sitzgelegenheiten und kleine Besprechungs-Abteile.
Die Dame an der Rezeption weiß sofort Bescheid. Sie zeigt mir einen handgeschriebenen Zettel mit japanischen Text und meinem Namen in Klartext darauf. Yes- thats me!

Man erwartet mich. Sie telefoniert und deutet mir Platz zu nehmen.
…Viel zu aufgeregt zum Sitzen…

Besuch bei ICOM in Osaka

Aber mein Zeitplan geht auf: Das Treffen startet überpünktlich, genau 4 Minuten vor der Zeit.

Es erscheinen nicht nur Mr. Kota Kimura und Mr. Takaaki Seino, auch Mr. Muneaki Matsuhira (JR9TUG) und Mr. Yoshi Yano (JH3HWL) von dem Magazin FBNEWS (www.fbnews.jp) sind dabei.

Wow!

Alle 4 stellen sich mir vor und überreichen mir ihre Visitenkarten.
Mist, ich habe natürlich keine vorbereitet.

Alle Herren sprechen sehr gut Englisch und Mr. Seino spricht sogar etwas deutsch.

Jens, Mr. Seino , Mr. Kimura (von links nach rechts)

Ich stelle mich vor und berichte kurz von mir. Seit wann ich lizenziert bin, mein Interesse für Kurz-Welle, vor allem für das 20m und 40m Band, sowie die Tatsache, dass ich seit kurzem nicht nur den IC-7300, sondern auch einen IC-7610 in meinem Gerätepark habe.

Ich werde sogar interviewt!
Unter https://fbnews.jp/202211/news05/index.html kann man den Bericht in japanischer Sprache sehen.
Eine Version in englischer Sprache ist ab dem 1.12.2022 (0100 UTC / 1000JST) unter
https://fbnews.jp/world/ zu sehen.

Den Artikel selbst habe ich in englischer Sprache hier hinterlegt:

Der Artikel wurde ursprünglich in der monatlichen Ausgabe der www.fbnews.jp veröffentlicht.
Besucht auch die internationale Webseite unter www.fbnews.jp/#worldwide.
Vielen Dank an Yoshi, JH3HWL


Ich erfahre viele interessantes über ICOM und darf mich nicht nur im Showroom umschauen, sondern sogar das Top Modell IC-7851 und das 3-Band VHF/UHF/SHF Gerät IC-9700 bedienen.

Nach knapp 2 Stunden bedanke ich mich für die Zeit und die vielen Informationen.
Mit Sicherheit war das ein Highlight meiner Reise.

Weitere Artikel zu meiner Japan und Korea reise gibt es hier:

Projekt VFO-Knopf von DL7MST

VFO Encoder von DL7MST

(11/2020)
Durch Zufall habe ich bei eBay die Auktion von DL7MST gesehen. Hier bietet er sein
Projekt VFO-Knopf an.

Er beschäftigt sich unter anderem mit Encodern die für den Einsatz von verschiedener SDR Software und auch der ICOM Software RS-BA1 geeignet sind.

Ich habe schon seit längerem den Plan unter Einsatz von Software meinen ICOM IC-7300 fernbedienbar zu machen. Aber um das zu realisieren suchte ich nach einer bequemen Lösung den VFO drehen zu können.
Matthias (DL7MST) macht genau das mit der ICOM Software und auch mit seinem ICOM IC-9700.

Die Installation und Einrichtung der RS-BA1 Software werde ich später auch noch in einem anderen Artikel beschreiben.

Hier geht es um die Lösung des Problems über die Fernbedien-Software auch mit einem VFO-Knopf arbeiten zu können.
Da kam mir der Link auf die Webseite DL7MST.com gerade recht.

Matthias bietet hier seine selbst entwickelten SDR VFO Tuning – Knöpfe mit USB Anschluss an.

Das Gerät ist gerade mal 6,2cm × 4,8cm × 3,9 cm in den Abmaßen und hat mir sofort zugesagt.

Es hat nicht lange gedauert und ich habe die Kontaktdaten von Matthias herausgefunden und ihn direkt angerufen.

Es war ein nettes Telefonat, in dem ich ihm beschrieben habe was ich vorhabe. Glücklicherweise war seine Hardwarelösung genau das passende und fehlende Puzzlestück in meinem Vorhaben

VFO Encoder von DL7MST
VFO Encoder von DL7MST

Schnell bestellt und online bezahlt: Die Lieferung war am übernächsten Tag schon bei mir.
Das ist wirklich schnell.

Bevor ich das Gerät an meinem Windows 10 Rechner in Betrieb nehme, schaue ich es mir genauer an.

Das Gehäuse ist aus Metall und das Gerät liegt schwer und gut in der Hand. Die Gummifüße an der Unterseite sorgen für einen rutschfesten Stand.
Mechanisch ist es hochwertig verarbeitet.

Der VFO-Knopf von DL7MST – Anschluss an den Rechner.

Ist ziemlich einfach und unspektakulär: Einfach an das mitgelieferte USB Kabel anschließen und warten bis Windows “Pling” macht.

Als nächstes kann die eigentliche Anwendung gestartet werden. (z.B. die ICOM RS-BA1 Software oder die SDR Software.

Da ich zum “Bandkurbeln” meist meinen Zeigefinger nutze, habe ich bei Matthias das Modell mit der Einbuchtung im Knopf bestellt.
Das finde ich persönlich angenehmer als den ganzen Knopf mit Daumen und Zeigefinger zu drehen.

Eine Besonderheit ist, das der VFO nicht direkt mit dem Drehknopf verknüpft oder verbunden ist.
Das heißt, das ein Mausklick auf das Programm-Element was bedient werden soll ist nötig ist.
Also einmal auf dem Bildschirm das VFO-Rad anklicken und es kann losgehen.
Genauso kann in der ICOM Software die Sendeleistung, Lautstärke oder die Eingangsverstärkung mit dem Knopf reguliert werden.

Auch kann der VFO Knopf beim Lesen längerer Texte (z.B. einer mehrseitigen PDF-Datei) als Scrollrad benutzt werden. Das macht das Lesen am Bildschirm noch angenehmer.

Mein Fazit

Ich kann es in wenigen Worten zusammenfassen:

Klein und durchdacht und multifunktionell aber auch sehr leicht zu benutzen.
Bei all dem Lob und meinen positiven Eindrücken möchte ich betonen das ich keine Aktien an dem Projekt habe und auch den ganz normalen Preis bei Matthias (DL7MST) bezahlt habe.

Wie alle meine Beiträge ist auch dieser freiwillig entstanden. Ich habe keine Akten an dem Gerät und auch kein Honorar dafür erhalten.
Nur die Begeisterung . 🙂

Vielleicht interessiert Dich auch dieser Beitrag über genau das Gegenteil: Großer Schrott von Funktechnik Tutsch

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Yaesu FT-991a Einstellungen für FT8

yaesu_FT991A

Immer wieder wird man gefragt welche Yaesu FT-991a Einstellungen für FT8 am Transceiver und am Computer nötig sind um mit WSJT-X oder der alternativen Software WSJT-Z ON Air gehen zu können.

Ich möchte das einmal am Beispiel meines Yaesu FT-991a zeigen.
So schwer ist es nämlich gar nicht:

Bevor man den Transceiver mit dem Computer verbindet, muss der Treiber von Yaesu heruntergeladen und installiert werden. Wenn der TRX erst angesteckt wird, werden zwar auch Treiber geladen, dieses Setup funktionierte bei mir aber nicht.

Den Treiber kann man hier herunterladen.

Das allein ist kein Problem, es sollte eben nur vor dem Verbinden mit dem Computer erledigt werden.
Wenn dann der Yaesu verbunden wird, erscheinen in der Hardware-Umgebung zwei weitere COM-Ports und es können die Yaesu FT-991a Einstellungen für FT8 vorgenommen werden.
(Per rechter-Taste kann hier auch die Nummer des COM-Ports abgeändert werden.)

Ebenfalls erscheint in der Hardwareumgebung unter USB Audio Gerät ein neuer Mikrofon und Lautsprecheranschluss.
Den Lautsprecheranschluss habe ich zunächst zugelassen, den Pegel des Mikrofons habe ich am Yaesu so eingestellt dass die ALC den Wert von neun nicht übersteigt.

Als nächstes müssen im Funkgerät einige Einstellungen getätigt werden.
Im folgenden habe ich nur die Menü-Einträge aufgeführt die für
WSJT-X relevant sind.

Menü NummerEinstell-Wert
28rs232c
2938400
3010 msec
3138400
32100 msec
33enable
59direct freq
62others
641500 Hz
651500 Hz
66off
684000 Hz
70REAR
71DTR
72USB
Die tabelarische Auflistung der nötigen Einstellungen im FT-991a für FT8 Betrieb

Einstellungen am Gerät (Funktionsmenü F)

  • Als Betriebsart muss für digitale Betriebsarten immer DATA-USB ausgewählt werden !
  • NAR/WIDE auf 3k einstellen
  • WIDTH auf 3000Hz
  • DT GAIN steht bei mir auf 1, kann variieren bis 6 oder 7 (Standard ist 50, viel zu hoch und verursacht Splatter). Zur optimalen Einstellung bitte so einstellen, das die ALC nicht anfängt zu regeln. Dazu Meter auf ALC stellen und DT GAIN so lange von 0 hochdrehen bis die ALC gerade anfängt auszuschlagen)
  • RF POWER nicht zu hoch drehen… einige Watt reichen absolut
  • NOTCH, CONT, DNR und DNF -> alles OFF
Das fertige FT-8 Setup (Hier protable)

Man kann natürlich auch eine Software nutzen um die Einstellungen im FT-991 zu bearbeiten, zu sichern und wieder einzuspielen.

Die Software meiner Wahl hierfür ist unter www.rtsystemsinc.com zu finden. (Ich habe keine Aktien an der Firma… :-))
Diese Software ermöglicht es alles bequem am Rechner einzustellen und auch zu exportieren.

Das Setting meines Yaesu FT-991a Transceivers kann man hier herunterladen und mit der Rt-Systems-Software einspielen.

Ich wünsche maximale Erfolge, viele QSO und beste 73!

Interessiert Dich auch Cross-Band Repeater auf der ISS? – Einfach draufklicken!

Die richtigen Frequenzen für FT-8 findest Du in diesem Beitrag.

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