WSJT-Z, ein WSJT-X mit sinnvollem Mod

Der polnische Funkamateur Tom, SQ9FVE aus Lubliniec bietet unter der Bezeichnung
WSJT-Z einen Klon der bekannten WSJT-X Software mit sinnvollen Mods und mit deutlich mehr Funktionen an.

Seine Version der FT-8 Software bietet einen vollautomatischen QSO Betrieb, d.h. es ist theoretisch möglich automatisch ein QSO nach dem anderen zu führen ohne eingreifen zu müssen. Hierbei kann man einstellen ob automatisch CQ gerufen oder ob automatisch auf CQ-Rufe reagiert werden soll. In Verbindung mit einer sinnvollen Watchdog-Einstellung wertet das die Software deutlich auf.
Man kann über dieses Feature denken was man will, einen Blick auf die Software ist es auf jeden Fall wert.

Die Software bietet nämlich noch weitere Vorteile:
Eine angepasste Oberfläche, die auch ein größeres Bandaktivitäts-Fenster beinhaltet,
Einige erweiterte Filterfunktionen, Die Integration von qrz.com, Audiowarnungen und vieles mehr.

Tom’s Klon basiert übrigens auf WSJT-X 2.2.0 und ist auf Sourceforge unter https://sourceforge.net/p/wsjt-z/ kostenfrei zu finden.
Auf seiner qrz.com Seite gibt es viele weitere Informationen und Screenshots.

Hier mache ich FT-8 mit meinem Yaesu FT-991A

Wer übrigens einen Beitrag mit den bei mir eingestellten Parametern für den Yaesu-FT991A sucht: So einen Beitrag gibt es hier.

Ich habe auch noch einen ICOM IC-7300, mit dem ich im heimischen Shack FT-8 mache.
Hier greife ich gleich mit mehreren Anwendungen (Logbuchprogramm, WSJT…) auf die Com-Ports der CAT Steuerung zu. Damit das funktioniert nutze ich das Programm Omnirig.
Einen tollen Beitrag zum Thema Omnirig und CAT Steuerung gibt es auf Ronny’s (DM2RM) Seite.
Wenn ich etwas mehr Zeit habe, schreibe ich etwas zu meinen Erfahrungen mit dem
ICOM IC-7300 und der Verbindung über Omnirig.

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Yaesu FT-991a Einstellungen für FT8

yaesu_FT991A

Immer wieder wird man gefragt welche Yaesu FT-991a Einstellungen für FT8 am Transceiver und am Computer nötig sind um mit WSJT-X oder der alternativen Software WSJT-Z ON Air gehen zu können.

Ich möchte das einmal am Beispiel meines Yaesu FT-991a zeigen.
So schwer ist es nämlich gar nicht:

Bevor man den Transceiver mit dem Computer verbindet, muss der Treiber von Yaesu heruntergeladen und installiert werden. Wenn der TRX erst angesteckt wird, werden zwar auch Treiber geladen, dieses Setup funktionierte bei mir aber nicht.

Den Treiber kann man hier herunterladen.

Das allein ist kein Problem, es sollte eben nur vor dem Verbinden mit dem Computer erledigt werden.
Wenn dann der Yaesu verbunden wird, erscheinen in der Hardware-Umgebung zwei weitere COM-Ports und es können die Yaesu FT-991a Einstellungen für FT8 vorgenommen werden.
(Per rechter-Taste kann hier auch die Nummer des COM-Ports abgeändert werden.)

Ebenfalls erscheint in der Hardwareumgebung unter USB Audio Gerät ein neuer Mikrofon und Lautsprecheranschluss.
Den Lautsprecheranschluss habe ich zunächst zugelassen, den Pegel des Mikrofons habe ich am Yaesu so eingestellt dass die ALC den Wert von neun nicht übersteigt.

Als nächstes müssen im Funkgerät einige Einstellungen getätigt werden.
Im folgenden habe ich nur die Menü-Einträge aufgeführt die für
WSJT-X relevant sind.

Menü NummerEinstell-Wert
28rs232c
2938400
3010 msec
3138400
32100 msec
33enable
59direct freq
62others
641500 Hz
651500 Hz
66off
684000 Hz
70REAR
71DTR
72USB
Die tabelarische Auflistung der nötigen Einstellungen im FT-991a für FT8 Betrieb

Einstellungen am Gerät (Funktionsmenü F)

  • Als Betriebsart muss für digitale Betriebsarten immer DATA-USB ausgewählt werden !
  • NAR/WIDE auf 3k einstellen
  • WIDTH auf 3000Hz
  • DT GAIN steht bei mir auf 1, kann variieren bis 6 oder 7 (Standard ist 50, viel zu hoch und verursacht Splatter). Zur optimalen Einstellung bitte so einstellen, das die ALC nicht anfängt zu regeln. Dazu Meter auf ALC stellen und DT GAIN so lange von 0 hochdrehen bis die ALC gerade anfängt auszuschlagen)
  • RF POWER nicht zu hoch drehen… einige Watt reichen absolut
  • NOTCH, CONT, DNR und DNF -> alles OFF
Das fertige FT-8 Setup (Hier protable)

Man kann natürlich auch eine Software nutzen um die Einstellungen im FT-991 zu bearbeiten, zu sichern und wieder einzuspielen.

Die Software meiner Wahl hierfür ist unter www.rtsystemsinc.com zu finden. (Ich habe keine Aktien an der Firma… :-))
Diese Software ermöglicht es alles bequem am Rechner einzustellen und auch zu exportieren.

Das Setting meines Yaesu FT-991a Transceivers kann man hier herunterladen und mit der Rt-Systems-Software einspielen.

Ich wünsche maximale Erfolge, viele QSO und beste 73!

Interessiert Dich auch Cross-Band Repeater auf der ISS? – Einfach draufklicken!

Die richtigen Frequenzen für FT-8 findest Du in diesem Beitrag.

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FT8 Frequenzen (Übersicht)

FT-8 Frequenzen im Überblick auf www.freefall.de

FT8 ist eine digitale Betriebsart, die im Amateurfunk sehr beliebt ist. Insbesondere auf Kurzwelle ist FT8 sehr verbreitet.

Die Betriebsart wurde 2017 von Funkamateur Joe Taylor unter dem Amateurfunk-Rufzeichen K1JT öffentlich vorgeschlagen.
Benannt ist FT8 nach den Anfangsbuchstaben der Nachnamen seiner beiden Entwickler Stephen Franke (K9AN) und Joe Taylor (K1JT). Die abschließende Ziffer 8 bezieht sich auf die übertragenen Symbole der verwendeten Modulationsart.
Gaussian Minimum Shift Keying (GMSK). Um eine möglichst hohe spektrale Effizienz zu erreichen, werden die Übergänge zwischen einzelnen übertragenen Symbolen mit Gauß-Filtern geformt.

Die verwendeten 8 Sendefrequenzen liegen im Abstand von 6,25 Hz. Dadurch ergibt sich eine Bandbreite von 50 Hz. Es gibt verschiedene Fehlererkennungsmechanismen.
In einem starren Zeitraster von 15 Sekunden Senden und 15 Sekunden Empfangen werden die Daten ausgetauscht.
Wichtig ist hierbei die Zeitsynchronität. Dies kann z.B. mit einem Sync der Rechnerzeit mit einem Timeserver im Internet erreicht werden.

Zur Nutzung gibt es die frei verfügbare Software “WSJT-X”. Benötigt wird zum aktiven Teilnehmen ein Transceiver und ein Computer mit Soundkarte.

Ein Beispiel wie man den Yaesu FT-991A entsprechend konfiguriert habe ich hier aufgeschrieben.

FT-8 Frequenzen – eine Übersicht


(Wer es ohne Lizenz mal probieren möchte: Die Software kann auch mit einem SDR im Internet verbunden werden, so können die Signale empfangen und decodiert werden)

Hier ist eine Übersicht der üblichen FT8 Frequenzen:

2190m136,130 kHz
630m474,200 kHz
160m1,840 MHz
80m3,573 MHz
60m5,357 MHz
40m7,074 MHz
30m10,136 MHz
20m14,074 MHz
17m18,100 MHz
15m21,074 MHz
12m24,915 MHz
10m28,074 MHz
6m50,313 MHz
interkontinentale QSO: 50,323 MHz
4m 70,100 MHz
4m 70,154 MHz
2m144,174 MHz
1.25m222,174 MHz
70cm432,174 MHz
70cm432,500 MHz
23cm1296,174 MHz
Übersicht über die derzeitigen FT-8 Frequenzen. Nicht alle Frequenzen sind in allen Ländern freigegeben.

Mehr über Kurzwellenfrequenzen findest Du in meinen Bandplänen.
z.B. für das 6m Band und das 80m Band und das 12m Band, dem 2m Band, dem 10m Band, dem 40m Band und auch dem 20m Band.

Hier ein Beitrag zu den Einstellungen des Yaesu FT-991a für FT8.

Weitere interessante Artikel zum Amateurfunk:

  • Bandplan 20m Band (Amateurfunk)
    Das 20-Meter-Amateurfunkband erstreckt sich von 14,0 MHz bis 14,35 MHz. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab. Es ist das klassische Weitverkehrsband (DX-Band). Im Sonnenfleckenmaximum ist es fast rund um die Uhr verwendbar, so dass Funkverbindungen mit allen Kontinenten möglich sind. Im Sonnenfleckenminimum hingegen ist das 20-Meter-Band nur tagsüber bzw. bis in die frühen Abendstunden benutzbar, fällt manchmal sogar ganz aus. Die Tote Zone ist oft größer als 1000 Kilometer.
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    Das 40-Meter-Band oder 7-MHz-Band umfasst auf Kurzwelle die Frequenzen von 7,0 MHz bis 7,2 MHz in den ITU-Regionen 1 und 3 bzw. den Bereich von 7,0 MHz bis 7,3 MHz in der ITU-Region 2. Es ist primär dem Amateurfunkdienst zugewiesen und nach der ungefähren Wellenlänge benannt.
  • Bandplan 10m Band (Amateurfunk)
    Das 10-Meter-Band ist ein Frequenzband im Kurzwellenspektrum. Es befindet sich im Frequenzbereich von 28 MHz bis 29,7 MHz und bildet den Übergang von den Kurzwellen zu den Ultrakurzwellen. Atmosphärische Störungen (wie Gewitter) machen sich nur selten bemerkbar, wohl aber künstliche Störungen durch z. B. Zündfunken.
  • Bandplan 2m Band (Amateurfunk)
    Das 2-Meter-Band (2-m-Band) ist das Frequenzband um die 150 MHz. Klassisch ist damit der Amateurfunk gemeint (144 MHz bis 146 MHz, in Amerika, Ozeanien und Teilen Asiens 144 MHz bis 148 MHz), der Begriff wird aber auch für andere Funkdienste verwendet, insbesondere um zwischen verschiedenen möglichen Bändern (70 cm, 2 m, 4 m und 8 m) zu unterscheiden. Das sind der BOS-Funk (165 MHz bis 174 MHz) und der Betriebsfunk (146 MHz bis 174 MHz). Neben Handfunkgeräten sind ortsfeste und Fahrzeug-Einbaugeräte gebräuchlich.
  • Bandplan 12m Band (Amateurfunk)
    Als 12-Meter-Band bezeichnet man den Frequenzbereich von 24,89 MHz bis 24,99 MHz. Er liegt im Kurzwellenspektrum und ist ein WARC-Band. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab.
  • FT8 Frequenzen (Übersicht)
    Seit Sommer 2017 gibt es FT-8. Es ist 4 x schneller als JT65, nämlich nur 15 Sekunden anstatt 60 Sekunden pro Message. Die Bandbreite beträgt lediglich 50 Hz (Anstatt 178 khz bei LT65). Daher kann mit wenig Leistung und “wenig” Antenne trotzdem Betrieb weltweit gemacht werden.
  • Bandplan 80m (Amateurfunk)
    Als 80-Meter-Band bezeichnet man den Frequenzbereich von 3,5 MHz bis 4,0 MHz. Er liegt im Kurzwellenspektrum. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab.
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