Paris des Ostens – eine Reise nach Beirut

(09/2020) Man hört so viel vom Paris des Ostens. Eine Reise nach Beirut war schon lange mein Plan. Im November 2019 ist es dann soweit, ich fliege von Berlin-Tegel über Istanbul nach Beirut. Warum? Ich habe Zeit, das libanesische Essen lag mir schon immer und im “Paris des Ostens” war ich noch nie.

Der erste Flug ist gerade mal halb voll besetzt. Türkisch Airlines setzt ein modernes und sauberes Flugzeug ein.
Wie üblich setze ich meine Noise-Cancelling Kopfhörer auf und schlafe ein.

Paris des Ostens - eine Reise nach Beirut

Wir landen pünktlich in Istanbul und ich erkunde etwas den Flughafen. Pünktlich geht es dann weiter mit ME2826 nach Beyrut.
Wieder Türkish Airlines . Wieder ein tolles Flugzeug. Alles sauber, alles neu.

Landung in Beirut

Erster Eindruck: Toller Flughafen. Nicht so groß, aber in sehr gutem Zustand. Ein arabischer Passagier beschwert sich das es mit dem Gepäck 15 Minuten dauert.
Er war vermutlich noch nie in Berlin Tegel oder ist mit Airberlin geflogen (oder sogar beides) und hat auf Gepäck gewartet.

Ich scheine der einzige westliche Tourist zu sein.

Die Einreiseformalitäten sind anders als in Ägypten oder Jordanien.
Ich werde befragt wo ich wann war, wo ich hin will, mein Pass wird aus der Hülle genommen und zwei Aufkleber, die außen am Pass und innerhalb der Hülle waren entfernt. (Mehrere kleine gelbe Aufkleber die man jeweils bei der Einreise in Israel außen aufgeklebt bekommt).

Der Grenzbeamte kann nicht glauben dass ich als Tourist hier bin.
Er fragt mich was genau ich sehen möchte.
Ich habe zum Glück noch ein Werbemail mit Sehenswürdigkeiten in und um Beirut im Posteingang des Smartphones. Zum Thema Stadtrundfahrt sagt er mir: “Das geht nicht”.
Ich soll das ein anderes Mal machen. Von allen anderen Aktivitäten rät er mir ab. Sein Vorschlag ist: Am besten im Zimmer bleiben und das TV genießen. Klaro – Darum bin ich hier…

Überall das Gleiche

Draußen, vor dem Airport, geht der Kampf der Taxifahrer um den einzigen ungläubigen Fahrgast los.
Tumultartige Szenen, ein Fahrer greift meinen Koffer und mich und zieht mich weg.
Da können sich deutsche Taxifahrer mal eine Scheibe abschneiden…
Früheren Erfahrungen folgend, hatte ich mich zuvor in einem Laden innerhalb des Flughafens erkundigt was eine Taxifahrt nach Beyrut-Hamra kostet. Dann fragte ich was ein einheimischer bezahlen würde. Im Wagen mache ich dem Fahrer klar, dass ich maximal 25 US$ bezahlen werde.

Wichtiger Satz: ‘ana last ahmaq — أنا لست احمق — Ich bin kein Idiot

Der Airport von Beirut liegt nur kurz außerhalb der Stadt, keine 15 Minuten zu fahren. Wir fahren trotzdem schnell, teilweise mit 130 km/h durch die Stadt. Anders als z.B. in Kairo sind kaum Autos unterwegs, wenig Menschen auf der Straße.
Am Hotel angekommen, werde ich bereits erwartet und mit Namen begrüßt. Das Hotel scheint nicht voll ausgelastet und man freut sich auf jeden Gast. Das Zimmer ist o. k. aber das wichtigste ist: die Klimaanlage funktioniert. Jetzt ich möchte nur etwas essen und dann schlafen.

Dienstags in Beirut

Ich wache auf und freue mich das ich frei habe. Liege im Bett und höre Musik.

Zum Frühstück müsste ich mich motivieren aufzustehen. Ich lasse es ausfallen. In Beirut braucht man keine Angst zu haben hungrig zu bleiben.

Irgendwann stehe ich auf und laufe los.
Die Straßen sind nicht voll, im Vergleich zu anderen arabischen Städten eher leer. Obwohl sich der Bezirk Hamra im Zentrum befindet. Vergleichsweise viel Polizei und Militär ist auf der Straße zu sehen.
Das ist komisch. Anders als in Israel wo man auch viel Militär sieht.
Mit Sicherheit bin ich keine Sekunde unbeobachtet.

Ich laufe erst einmal ziellos durch die Straßen, erkunde die Gegend und gönne mit gelegentliches Stehenbleiben und beobachten.

An einem Kiosk trinke ich einen unglaublich süßen Kaffee. Doppelt so teuer wie angegeben, dafür darf ich auf dem Sessel vom Chef sitzen.

Nachmittags bin ich zurück am Hotel und lege mich hin. Total erschöpft, so viele Eindrücke. Auf einmal ist es 19:00 Uhr und ich wache auf. Ich brauche etwas um wach zu werden und breche dann auf zum BarBar Grill, meinem Basislager.

Paris des Ostens – eine Reise nach Beirut ist auch kulinarisch

Nach dem Essen laufe ich durch die Straßen. Hier in Hamra ist es ruhig, leer und sauber.
Ganz anders als ich mir die Stadt vorgestellt habe.
An der Rue Rebeiz ist ein Coffee Shop. Ich nehme einen Kaffee mit Milch und sitze auf der Straße .

Auf dem Weg nach Hause gehe ich zum Kiosk um Wasser zu kaufen. Im Fernsehen läuft ein Live-Bericht aus dem Norden Beiruts.

Die Menschen sind unzufrieden. Autos werden zerstört, Scheiben gehen zu Bruch. Der Kiosk- Mann meint es wird eine Revolution geben.
Alles läuft über Vetternwirtschaft, Leute sitzen auf Posten für die sie nicht geeignet sind.
Zeitweise ist Benzin knapp. Luxusartikel oder Technik ist, wenn überhaupt, nur für US-Dollar zu bekommen.

Mittwoch in Beirut

Ich schlafe wieder lange, verpasse das Frühstück wieder. Egal, ein Nescafe auf der Straße reicht mir heute.

Ich wandere Richtung Meer. Keiner nimmt Notiz von mir. Jedenfalls scheint es so.

Ich treffe auf Angler, komme ins Gespräch. Es geht um die Lage im Land und die Schere zwischen arm und reich. Er berichtet von Vetternwirtschaft und Leuten auf falschen Positionen. Klare Worte aus dem Volk.

Bassem angelt winzige Fische, die man komplett frittiert.

Als ich einen Fisch berühre, werde ich von der Rückenflosse „gestochen“. Es tut ziemlich weh. Ich drücke soviel Blut wie möglich raus und spüle mit Wasser ab. Dann wird es besser.

Flugblatt

Gegen Abend bin ich zurück am Hotel. Nach einer kurzen Pause bis 22:00 Uhr gehe ich los und laufe durch die Nacht auf der Suche nach Shawarma…

Donnerstag in Beirut

Ich schlafe lang und wache entspannt auf. Lange duschen macht gute Laune. Ich gehe runter auf die Straße etwas entlang und finde was zum Frühstück. Heute laufe ich in Richtung Hafen. Beirut hat einen übersichtlichen aber schönen Yachthafen. Teile des Hafens sind militärisch genutzt, Teile sind zivil.
Eher eine komische Stimmung hier.

Ich mache einige Fotos mit dem Telefon und werde sofort von einem Polizisten angesprochen. Sehr deutlich.
Ok, dann keine offiziellen Fotos mehr.

Ein Stück weiter sind im Yachthafen wieder Angler.
Ich schaue zu, genieße die Sonne und vergesse die Zeit.

Marina Beirut

Die Zeit verfliegt, der Tag ist warm und sonnig, irgendwann nehme ich ein Taxi zum “Rocky Point”.

Ich fühle mich gut, klettere die Felsen bis zum Wasser herunter und sitze auch hier einige Minuten im warmen Wind.

Dann, nach einigen anstrengenden Minuten klettern und Bergauf gehen bin ich wieder auf der Straße.

Ich setze mich in ein Café, nehme ein Kaltgetränk und freue mich an der Aussicht.

Auf der Straße spricht mich ein Taxifahrer an. Ich kann gut mit ihm handeln, er hat Humor und er fährt mich nach Hamra zurück. Morgen wollen wir nach Tripoli und Baalbeek fahren. 40 USD haben wir schon ausgehandelt. Um 9 treffen wir uns vor dem “Golden Tulip” Hotel.

Eine gute Gelegenheit das Hotel-Frühstück zu testen….

Beirut, Bybloss, Tripoli

Ich stelle den Wecker geht um 7:15 Uhr. Duschen, anziehen los. Ich gehe straight zum Golden Tulip Hotel und melde mich zum Frühstück.
Das Frühstück ist ganz o. k., wobei es nur eine Thermoskanne mit Kaffee für alle Leute gibt. Viele trinken aber Tee, so dass ich eine Tasse Kaffee ab bekomme. Läuft!

Pünktlich ist der Fahrer da. Mir fällt auf dass der Wagen nicht voll getankt ist, sondern im letzten Drittel fährt. Wir fahren zunächst nach Bybloss.

Von Bybloss geht es weiter nach Tripoli.

Tripoli erinnert mich sehr an Ramallah, aber nicht so voll und so belebt. Überhaupt kommt mir alles weniger voll vor.
Unterwegs fahren wir vergeblich zwei Tankstellen an um zu tanken. Bei einem der Checkpoints unterwegs erfahren wir das es hinter Tripoli wieder Benzin geben soll.

In ganz Beirut und Umgebung gibt es heute offenbar kein Benzin.
Wenn es denn Benzin gibt, ist die Menge limitiert und der Preis fix (20.000 Pfund für 8l)

Später halten wir dann an jeder Tankstelle und füllen 5l Wasserbehälter auf.
Eine hübsche Bombe wächst im Kofferraum.

An vielen Stellen steht Militär, teilweise mit modernen Gewehren, teilweise mit alten AK47 und uralten Panzern.

Wir fahren weiter nach Baalbeek. Hierzu geht es auf ca. 1500 m in die Berge. Wir passieren einen Wintersport-Ort. Am Ortseingang wieder ein Checkpoint, mitten im Nirgendwo. Zwei Soldaten stehen an einer Art Telefonzelle. Kein Fahrzeug, kein Haus.

Die Temperatur geht bis auf 4 Grad herunter.
Teilweise sehe ich bei waghalsigen Manövern das Weiße im Auge der anderen Autofahrer, aber mein Taxifahrer, sein Name ist Majd, hat aber alles in Griff.

Auf dem Weg zurück kommen wir an syrischen Flüchtlingslagern vorbei. Die ganze Stadt ist voll mit Flüchtlingen. Die Grenze zu Syrien ist nur ca 30 km entfernt.

Rückfahrt nach Beirut

Kurz vor Beirut kommen wir in eine Protest-Demonstration. Die Polizei sperrt alles ab, aber sind schon mittendrin. Majd reagiert besonnen und um- und durchfährt demonstrierende Menschenmassen. Kein Stein trifft das Auto. Was soll schon passieren, schließlich haben wir im Kofferraum genug Benzin für alle dabei.

Irgendwann am Abend sehe ich im TV: Auch in Beirut wird demonstriert.
Aber friedlich, natürlich und unter Polizeiaufsicht…

Ich rufe Majd nochmal an, will eine Fahrt zum Flughafen für den kommenden Sonntag klarmachen. Aber beim Nachschauen bemerke ich das der Flug schon morgen geht…

Puh. Glück gehabt…

Der Heimflug

Hier muss ich nicht viel schreiben. Die Reise war toll, der Libanon ist ein tolles Land und die Gastfreundschaft der Menschen ist überragend.
Ich komme sicher wieder (vielleicht eine Männerreise ?!) und hoffe, das sich einige Probleme bis dahin gebessert haben.

Paris des Ostens – eine Reise nach Beirut ist zu Ende, aber die Erinnerung daran bleibt.

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Fehlerhafte Darstellung des Mauszeigers bei Adobe Photoshop CS4 (verschiedene Windows Versionen)

Mauszeiger bei Photoshop CS4

Eine fehlerhafte Anzeige des Cursor und Mauszeigers bei Adobe Photoshop CS4 ist nervig. Hier beschreibe ich einen Weg die Darstellung des Mauszeigers zu korrigieren.

Auf meinem Notebook bemerkte ich seit irgendwann das der Mauszeiger bei Photoshop CS4 komisch verwaschen dargestellt wird. Langes Suchen in Foren brachte mir keinen Erfolg.

Fehlerhafter Mauszeiger bei Adobe CS 4
Fehlerhafter Mauszeiger bei Adobe CS 4

Die Lösung des Problems hängt mit der Skalierung der Schriftart in Windows in Verbindung mit Adobe Photoshop CS4 zusammen. (Es scheint keinen Unterschied zu machen ob Windows 7 oder 10 in 32 oder 64 Bit installiert ist).

Irgendwann ist mir nämlich eingefallen das ich altersbedingt die Schrift grösser gestellt habe. ( Auf 150%)

Anzeige und Schrift in Windows Skalieren
Windows schlägt bei der Auflösung und Bildschirmgröße 150% Skalierung vor

Unter dem Punkt “Erweiterte Skalierungseinstellungen” lässt sich die Windows Skalierung nämlich auch individuell einstellen. Meine Änderung der Skalierung auf 149 % war mit meinem Auge nicht zu erkennen, brachte aber nach einem Ab- und wieder Anmelden die erhoffte Änderung.

149% Skalierung muss eingestellt werden
149% Skalierung ist der richtige Wert
Abmeldung / Anmeldung
Einmal abmelden und wieder neu Anmelden.
Schabäääm!
Schabääm! Der Mauszeiger wird wieder richtig dargestellt

Fazit zum Mauszeiger Problem

Nach der Anpassung der Windows Skalierung ist die Darstellung des Mauszeigers in Photoshop CS4 wieder in Ordnung.

Leser die dies gelesen haben, fanden auch den Bericht “Cross-Band-Repeater auf der ISS” interessant.

Neue Berichte zum Thema “Amateurfunk” und “Verschiedenes” finden sich hier:

  • Bandplan 20m Band (Amateurfunk)
    Das 20-Meter-Amateurfunkband erstreckt sich von 14,0 MHz bis 14,35 MHz. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab. Es ist das klassische Weitverkehrsband (DX-Band). Im Sonnenfleckenmaximum ist es fast rund um die Uhr verwendbar, so dass Funkverbindungen mit allen Kontinenten möglich sind. Im Sonnenfleckenminimum hingegen ist das 20-Meter-Band nur tagsüber bzw. bis in die frühen Abendstunden benutzbar, fällt manchmal sogar ganz aus. Die Tote Zone ist oft größer als 1000 Kilometer.
  • Bandplan 40m Band (Amateurfunk)
    Das 40-Meter-Band oder 7-MHz-Band umfasst auf Kurzwelle die Frequenzen von 7,0 MHz bis 7,2 MHz in den ITU-Regionen 1 und 3 bzw. den Bereich von 7,0 MHz bis 7,3 MHz in der ITU-Region 2. Es ist primär dem Amateurfunkdienst zugewiesen und nach der ungefähren Wellenlänge benannt.
  • BMW 800 GS
    Im April 2008 habe ich mir eine BMW F800 GS bei BMW in Berlin gekauft. Warum? Na ja, die F650 die ich bis dahin fuhr war in den Bergen ungeschlagen, aber mit Gepäck auf langen Strecken und dann vielleicht noch auf der Autobahn nicht so geeignet.
  • Bandplan 10m Band (Amateurfunk)
    Das 10-Meter-Band ist ein Frequenzband im Kurzwellenspektrum. Es befindet sich im Frequenzbereich von 28 MHz bis 29,7 MHz und bildet den Übergang von den Kurzwellen zu den Ultrakurzwellen. Atmosphärische Störungen (wie Gewitter) machen sich nur selten bemerkbar, wohl aber künstliche Störungen durch z. B. Zündfunken.
  • Bandplan 2m Band (Amateurfunk)
    Das 2-Meter-Band (2-m-Band) ist das Frequenzband um die 150 MHz. Klassisch ist damit der Amateurfunk gemeint (144 MHz bis 146 MHz, in Amerika, Ozeanien und Teilen Asiens 144 MHz bis 148 MHz), der Begriff wird aber auch für andere Funkdienste verwendet, insbesondere um zwischen verschiedenen möglichen Bändern (70 cm, 2 m, 4 m und 8 m) zu unterscheiden. Das sind der BOS-Funk (165 MHz bis 174 MHz) und der Betriebsfunk (146 MHz bis 174 MHz). Neben Handfunkgeräten sind ortsfeste und Fahrzeug-Einbaugeräte gebräuchlich.

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Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil III)

Talaat Harb Square

Was bisher geschah.
In diesem Teil geht es um die Weiterreise vom Sinai nach Kairo, dem III Teil des Berichtes.

Wir starten nach Kairo… Erst einmal wird eine Verspätung gemeldet. Nur eine Stunde, dann noch eine Stunde…

Ablenkung im Wartebereich
Lars kann sich beschäftigen.
SM306 is delayed
Air Cairo, nicht zu verwechseln mit Cairo Air oder Egypt Air

Irgendwann geht es dann weiter. Wir sitzen in einer Boeing 737-800 von AMC-Airlines.

AMC Airlines
AMC Airlines
Flugroute Sinai - Kairo

Der Flug ist ruhig und schnell.

Das Gepäck kommt und mein Koffer ist wieder defekt. Ich muss das Rad irgendwie neu vernieten.

Egal.

Wir wechseln etwas cash (17,9 EGP für 1 Eu) und fahren mit dem Limousine Service downtown. Das üblich hauen und Stechen der Fahrer um den (vermeintlich) unerfahrenen Fahrgast.
Ich handle 300 Piepen, wie immer aus. Den Weg kenne ich inzwischen und erkenne was sich seit dem letzten Besuch verändert hat.
Unser Hotel, das Cairo-Inn hat sich nicht verändert. Ein Glück!

Unser Hotel, das Cairo-Inn

Das Cairo-Inn ist am Talaat Harb Square, (ميدان طلعت حرب) der fußläufig vom Tahir Platz nur 5 Minuten entfernt ist. Dort ist auch die U-Bahn, der Busbahnhof, Der Bahnhof und viele weitere Ausgangspunkte in alle Richtungen. Auch kennt jeder Taxifahrer den “midan altahrir” (ميدان التحرير), so das man mit dem Taxi immer in die Nähe zum Hotel kommt.
Auch zum Ägyptischen Museum sind es zu Fuß nur wenige Minuten. Und weil wir hier schon fast zuhause sind, ist die Begrüßung familiär und herzlich. Bahaa und Eid sind wie immer da.
Die Zimmer sind wie immer

Hach,endlich zuhause.
Wir verschnaufen kurz, gehen dann Shawarma essen und fallen ins Bett.

Kaputt von der Reise
Viele neue Eindrücke müssen im Schlaf verarbeitet werden.

18.10.2019 Cairo (Downtown)

Ich schlafe lange. Irgendwann hat nachts das Hupen aufgehört. Komisch. Morgens geht es dann aber wieder früh mit dem Berufsverkehr los.
Ich nehme eine wohltuende Dusche und dann gibt es Frühstück.

Frühstück im Hotel Cairo-Inn

Gleich gehen wir los zum Tahir Platz und ins Ägyptische Museum.

Wir gehen los und finden alle paar Minuten Reiseleiter die sich nach unserem Wohlergehen erkundigen und uns zu den Pyramiden fahren wollen.

Die ersten paar sind lustig…

Die Tarn-Identität

Dann haben wir uns eine isländische Tarn-Identität zugelegt. Lars ist der stumme Björn Hoegelvögel und ich Rangarrr mit leichtem Sprachfehler (der Grund warum uns andere Isländer nicht verstehen)
Der erste Test klappt und entlockt dem kundigen Reiseleiter das bekannte „ohh eislandia“

Lars lächelt und ich sage “noooo schpiiiik enklisch„

Der zweite Angriff „Hello Boy, where are you from?“ ist ebenfalls geprobt.

Lars lächelt und sagt “nooo enklisch“, Das funktioniert gut. Selbst nach Tagen sagen fremde Menschen auf der Straße “ohh eislandia!” zu Lars.

Das Café Riche

Nach dem Museum laufen wir durch die Straßen und finden dann das “Café Riche
Hier ein kleiner Film zum Café (Film)

Hier scheint die Zeit in den 1920‘ern stehengeblieben. Am Eingang steht ein Schreibtisch und ein Bücherregal.
Die Tische und Stühle sind aus dunklem Holz und sicher alt.
Der Kellner sieht mit seinem Kimono etwas asiatisch aus. Musik läuft nicht.

Stimmengewirr und Zigarettenrauch.

Wir trinken Sprite und essen Nudeln.
Es schmeckt gut.

Die Fahrt zur Zitadelle

Auf der Straße nehmen wir ein Taxi zur Zitadelle. Der Fahrer ist ein harter Hund. Er möchte absolut nicht handeln, uns aber als Fahrgäste trotzdem haben. Ich biete 50 EGP und er sagt OK. Während der Fahrt macht er Selfies von sich und Lars auf dem Rücksitz.
Am Ziel verdoppelt er den Preis, weil er ja auch zwei Selfies mit seinem Smartphone gemacht hat…
Nicht mit Rangarrr aus Island!
Wir steigen aus und gehen los.

Die Zitadelle schließt um 17:00 Uhr, das heißt wir haben noch 25 Minuten. Der Wachmann am Eingang will uns nicht reinlassen.

Dann kommt die Frage woher wir kommen.
“Deutschland.”
„No Problem, but quick“ – shoukran lak asraena (شكرا لك نسرع)

Wir rennen förmlich die Zitadelle hoch, machen Bilder. Ich möchte Lars unbedingt den Blick über die Stadt in der Abendsonne zeigen.

Auf dem Weg nach unten wird Lars von einem Mädchen gefragt ob er ein Selfie mit ihr machen wolle. Ja klar.

Es erscheinen immer mehr Kinder und Jugendliche. Einige fragen ob sie ein Selfie mit Lars machen können, andere machen einfach Bilder. Lars schwankt zwischen “fame” und Unbehagen.
Auf einmal sind wir getrennt, Lars von 60 Kindern umringt.
Dann erscheinen 3 Lehrer und sorgen für Ruhe.
Sie entschuldigen sich für ihre Schüler und fragen von wo wir kommen und ob wir ein Selfie mit ihnen machen würden.
“Man fühlt sich schon ein bisschen wie ein youtuber” Naja.

Der letzte Tag in Kairo

Ich wache um 8:30 Uhr auf. Lars ist auch schon wach.
Duschen, anziehen und Frühstück.
Beim Kaffee lernen wir 3 ältere Damen aus Brasilien kennen, die schon seit 4 Monaten um die Welt reisen.
Heute wollen wir zu den Pyramiden. Zuerst nach Saquara, dann weiter nach Gizeh.
Weil es mit U-Bahn und Taxi nicht so schön ist, fragen wir Hosni ob er uns fährt.
Hosni ist die erste Wahl an Fahrern in Kairo. Er hat nicht nur einen Führerschein, einen kühlen Kopf, beherrscht Verkehr und Maschine, sondern er achtet ebenfalls die Sicherheit seiner Fahrgäste.

Um 10:15 Uhr ist Hosni da. Wir nehmen Eid mit. Er ist nicht nur Tourguide, sondern auch das freundliche Gesicht des Hotels an der Rezeption.


Ich liebe den lauen Morgen in Kairo. Man weiß, es wird heiß werden, aber noch ist die Luft angenehm und die Abgase noch nicht so extrem.
Auf der Nilbrücke halten wir kurz für Fotos.

Blick über den NIL
Ein toller Blick, während Autos hinter einem vorbeibrausen.

Es geht ein leichter Wind und es ist warm.
Kurz vor den Pyramiden in Saquara steigt Eid aus. Er hat jetzt einige Tage durchgehend im Hotel gearbeitet und nun frei.
An den Pyramiden es deutlich wärmer.

Die Pyramiden in Saquara


Lars und ich gehen in eine Pyramide rein. Auch hier ist der Zugang steil, rutschig und eng.

Lars hat Spaß.

Lars in Saquara
Oben haben die Temperaturen deutlich zugenommen. Wir brauchen eine kurze Pause.

Dann geht es weiter nach Gizeh zu den 3 großen Pyramiden.
Weil wir schon in einer Pyramide waren und in der Cheops Pyramide nichts wirklich zu sehen ist, lassen wir das weg. Wir gehen nur zur Sphinx und auf das Pyramiden-Plateau.

Viele Händler versuchen ihr Glück, sind aber nicht mehr so hartnäckig wie früher.

Wir haben Spaß und es ist richtig heiß.

Wir kaufen auf dem Plateau eine Flasche Wasser und am Ausgang gehen wir zu KFC um etwas zu trinken. Hitze ohne Ende, 3 Dosen Pepsi sind nötig…

Wir treffen Hosni wieder und fahren zum Mittag ins Restaurant  „Pyramid-Sun“ in Gizeh.

Eine Empfehlung des von Hosni.
Wir haben keine Wahl, denn er bestellt für jeden die große Mix-Grill-Platte. Sowie etliche Vorspeisen und Reis und Brot.
Aber: Es gibt 330ml Glas-Cola Flaschen in kalt.

Sehr cool.

 Sinai nach Kairo, III Teil des Berichtes

Dann geht es zurück zum Hotel. Wie schön aus der Sonne zu sein und ein kühles Zimmer zu haben.

Ich mache ein Nickerchen, Lars spielt mit dem Telefon.
Abends gehen wir wieder los und holen uns jeweils eine Salami-Pizza.
Bis die fertig ist setzen wir und in ein Tee-Haus mit Shisha, aber wir nehmen was kaltes.

Die Pizza nehmen wir mit und essen sie mit Genuß im Hotel. Auf einmal ist es spät und Zeit zum schlafen. Morgen fliegen wir nach hause.

Alles hat ein Ende

Ich bin schon früh wach. Lars schläft noch.
Es war eine tolle Reise und doch freue ich mich auf zuhause.
Der Krach von Kairo, das gehupe und der Schmutz sind anstrengend.
Wir nehmen das Frühstück im Zimmer und packen die Koffer.

Am Flughafen verabschieden wir uns von Hosny. Er nimmt Lars in den Arm.
Rührend.
Traurig wegen des Abschieds gehen wir rein.
Der Rest geht schnell: Koffer abgeben, Gate finden und durch die Sicherheit. Unsere Dose Cola fällt erst zum Schluss auf. Wir dürfen sie im Warteraum trinken, aber nicht mit ins Flugzeug nehmen. Prima!

Bording in Cairo
Geordnetes Einsteigen in die Embraer 170

Wir fliegen über Istanbul und sind pünktlich am Ziel. Lars übernimmt die Führung zu den international Transit Gates.
Der Flug nach Berlin startet am Gate F4A.
Er findet sich zurecht als hätte er nie was anderes gemacht.

Die Flugroute zurück
Die Flugroute zurück

Eine aufregende Reise geht leider zu Ende. Damit sie uns in Erinnerung bleibt und der Leser etwas Fernweh bekommt, habe ich sie hier aufgeschrieben.

Weitere Reiseberichte kommen immer wieder hinzu.

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Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil II)

Was bisher geschah.

Die Reise von Amman führt mit etlichen Verspätungen und einem Zwischenstopp in Kairo dann doch auf den Sinai nach Sharm el Sheik.

Eine kleine Auffälligkeit:

Wenn man mit einem Koffer in Amman das Flughafengebäude betritt, gibt es nur eine sehr schnelle Prüfung des Koffers mit einem Scanner, hinter dessen Bildschirm ein dösender Mann sitzt. Danach muss der Koffer zur Gepäckaufgabe gebracht werden.
Erst dann geht es zum Check-In.
Wer seinen Koffer einfach nicht aufgibt wird trotz mehrfacher Kontrolle nicht aufgehalten. Wir haben versehentlich alte Bordkarten vorgezeigt. 3 Leute haben kontrolliert, aber nichts gesagt.
Beim Boarding hat ein Passagier dann gesagt er hat vergessen den Koffer abzugeben und ob der den Koffer „ausnahmsweise“ mit ins Flugzeug nehmen darf. Es wurde erlaubt.
Das ist mir aber erst während des Fluges alles in den Sinn gekommen. Sonst war der Flug ruhig und angenehm. Es gibt sogar was zu essen.

Sandsturm im Kairo

Bei der Landung in Kairo sieht es aus als würden wir in einem Sandsturm landen.
Das Flugzeug ist schon deutlich volljährig. Ein Fenster hat außen einen Riss und über Lars tropft etwas.
Vermutlich Wasser, getestet haben wir es aber nicht. Wir sind jedenfalls gut gelandet und stehen eine Weile auf dem Taxiway.

Die Passkontrolle geht schnell und unser Gepäck ist durchgeroutet. Nur die Visa-Marken müssen wir kaufen…

Lächerliche 25$ pro Stück. Aber was soll’s…
Wir warten an Gate F32 und schließlich geht es zusammen mit einer ebenfalls nach Sharm el Sheik reisenden spanischen Reisegruppe los.

Zwischenlandung in Kairo

Der Flug nach Sham El Shaik ist easy. Die Maschine relativ alt und klapprig, aber alle sind nett. Schon ein Unterschied zu Jordanien.
Da ist alles nicht so “durchprofessionalisiert” wie in Deutschland, aber immer noch deutlich professioneller als Ägypten.

Gerade gelandet spricht uns auch schon der erste Taxifahrer an. Nachdem die spanische Reisegruppe per Bus abgeholt wurde, waren wir die einzigen alleinreisenden.

Es werden lange und zähe Verhandlungen, bei denen er uns zwei mal über den Parkplatz nachläuft und dabei von seinen vielen Kindern, Frauen und stundenlangem Warten in der Sonne erzählt. Er möchte meinen angebotenen Fahrpreis nicht akzeptieren.

Irgendwann bin ich genervt und sage: “Danke, Du nimmst mein Angebot nicht an, ich finde schon einen Fahrer.”
Er ist dann leicht bockig, fährt uns dann aber doch für den Preis.
Alles ist touristisch ausgebaut, die Straßen gut und die Fahrt ruhig.
Weil der Fahrer schmollt, fällt die obligatorische Werbeveranstaltung für Ausflüge aus.

Ich habe gute Laune.
Wohlgemerkt: Wir haben immer noch den doppelten einheimischen Preis bezahlt, nicht aber den 10-fachen Touristenpreis.

Im Hotel angekommen, können wir schnell ins Zimmer. Es sind 36 Grad und ich stelle die Aircon an. Eine Wohltat.
Wir ziehen gleich unsere Schwimmsachen an. Auf dem Weg zum Pool nehmen wir ein Sturzgetränk und Baden erst mal.
Sehr erfrischend!

Der erste Tag

Wir schlafen gut in einem kühlen Zimmer.

Das Frühstück im „Restaurant Sharahzad“ ist gar nicht mal so toll.
Saft und Milch sind verdünnt, der Ägyptische Honig schmeckt wie Vegemite, hat eine Farbe wie Zuckerrüben-Sirup und eine Konsistenz wie Wasser. (Später frage ich mich wie Bienen hier überhaupt Honig produzieren können.)
Egal, einfach “ägyptischen Honig” vermeiden. Das Land und vor allem die Ägyptische Küche haben so viel zu bieten… wer braucht da schwarzen Honig.

Restaurant Sharahzad

Nach dem Frühstück hole ich mein Telefon und will mich auf die Terrasse vor dem Restaurant setzen. Mir fehlt nur ein Kaffee.
Ich gehe ins Restaurant, weil ich aber kein T-Shirt anhabe darf ich nicht rein.
Ich wickle mir einen Umhang aus meinem Handtuch und trage „Beduine -Style“ dann geht’s.

Lustige Leute.
Dann passiert das unglaubliche: Lars und ich können zeitgleich ins Internet.

Das ist was besonderes, denn alle Gäste teilen sich gefühlt eine 1 Mbit Leitung über ein schwaches WLAN.
Später holen wir uns Flossen und tragen den Sonnenschutz auf.
Wir gehen direkt über den Steg und mit Maske und Flossen ins Wasser.
Der Strand ist klein und übersichtlich.
Vom Ufer aus muss man ca. 50m über einen Schwimm-Steg gehen. Hierbei wird ein ganz flaches Gebiet geschützt, in dem schöne Korallen vorhanden sind.

Direkt unter dem Steg geht es fast senkrecht, erst ca. 6m, dann richtig tief nach unten.
An der Kante zum Einstieg sind jede Menge Fische.
Ich mache mit der Kamera einige Video und Foto-Aufnahmen.
Lars kommt dazu und wir schnorcheln über eine Stunde.

Toll! Tolle Bilder! Tolle Fische.

Zum Mittag gib es Pizza. Die wird jeweils frisch gebacken. Weil so wenige Gäste da sind dauert das immer nur ca 10 Minuten. Lars und ich trinken eine Virgin-Margarita.

Nachmittags sind sogar Liegen frei und wir lagern unser Zeug um. Der zweite lange Schnorchel-Gang ist genauso toll.
Leider zeigt meine wasserdichte und Schnorchel-erprobte Panasonic Kamera nur „Kartenfehler“ an.

Später sehe ich das die Dichtigkeit offenbar nachgelassen hat. Schade!
Im Zimmer geht die Kamera gar nicht mehr an. Ein kurzer Ladevorgang bringt keinen Erfolg.

Ich hoffe, die Karte hat es überlebt. (Später stellt sich heraus: Hat sie nicht.)

Lars ist bis nach Sonnenuntergang im Pool und hat Spaß.Abends sitzen wir an der Bar, bevor es zum Essen geht.
Das Essen ist heute Fleischlos und der Saft mit Pulver angerührt.
Wegen des guten Essens kommt sicher niemand hier her.

Wir setzen uns abends in die Lobby. Der einzige Ort an dem man annähernd 60 kbit Downstream hat.

Die Boots-Tour

Heute machen wir eine Schnorchel-Tour mit einem Boot.
Wir treffen uns um 07:45 in der Hotel-Lobby und fahren ca 15 Minuten mit dem Bus zum Hafen.
Reges Treiben, viele Boote, viele Menschen: Au weia – Hunderte Touristen…
Doch wir haben Glück: Auf unserem Boot sind nur 8 Personen und die Crew.
Alle scheinen Ruhe und Erholung zu suchen. Auf anderen booten wird laute Musik schon im Hafen gestartet.

Die Treppe zum Sonnendeck

Die Boots – Crew ist sehr nett und Lars kommt sofort mit dem Captain ins Gespräch.
Es dauert nicht lange und er darf dem Captain assistieren und das Schiff steuern.

Geplant sind 3 Stops mit jeweils geführten Schnorchelgängen und einem Imbiss nach dem 2. Gang .
Beim ersten Gang hat Lars Probleme mit der Maske.
Wir sind ca 300m weit vom Schiff weg und er kann nicht mehr. Der Guide sieht uns nicht und die Gruppe zieht weiter.

Ich ziehe Lars fast bis zum Schiff zurück und wir gehen erschöpft an Bord.
Später kommt Lars an und erzählt das er Tauchen dürfe, mit Flasche und Dive-Partner und so.
Ich bin erst skeptisch. Braucht man da nicht eine Ausbildung oder so?

“Das machen wir alles unter Wasser. Der Lehrer spricht etwas englisch, kann aber auch Handzeichen”
Ich frage nach und erfahre das der Anbieter Ausbilder für Padi Kurse ist.
Für ein paar US $ würde er Lars zu einem 15 Minuten Test-Tauchgang mitnehmen.
Lars ist voll dafür.

Nach kurzem Papierkram geht es los.

Die trockene Einweisung dauert nicht unnötig lange.

Die beiden schwimmen weg … und tauchen ab.

Nach 15 Minuten kommen Sorgen auf. Was habe ich getan, aber alles ist gut.
Die beiden tauchen auf und Lars ist happy.
Der Lehrer lobt Lars. Er ist nicht wie ein Kind das herumspielt, sondern verhält sich mit Bedacht und beachtet das Erlernte.

Toll.
Der 2. Stopp ist ein Drift-Stop.
Lars bleibt an Bord. Ich schwimme mit der Gruppe los und wir werden nach 30 Minuten wieder eingesammelt. Es gibt viel zu sehen.

In der Zwischenzeit wird an Bord der Grill gestartet. Es gibt sehr leckeres Essen. Hühnchen vom Grill, Fisch vom Grill Salate und Brot.

Lars wäre bereit für einen zweiten Tauchgang. Der Lehrer sieht in einem zweiten Tauchgang kein Problem, wenn Lars sich fit fühlt.

Gesagt getan. Diesmal gehe ich mit ins Wasser und verfolge die beiden.

Leider ist die Panasonic Cam gestern ja final kaputt gegangen. Ich kann aber ein Crew-Mitglied mit etwas Bakschisch überzeugen einige Bilder mit seiner Kamera zu machen.

Ich bin voll beeindruckt. Lars wirkt sehr ruhig und ist voll konzentriert.
Der Lehrer lässt ihn teilweise minutenlang los und schwimmt nur nebenher.
Lars posiert in 5m Tiefe am Riff als hätte er nie was anderes gemacht…

Ein Keks hilft gegen die blauen Lippen

شكرا يا صديقي Award Ahmed und Lars glücklich nach dem 2. Tauchgang

Lars sagt der Tag heute ist eine 10 auf einer 10‘er Skala !!!
Besser geht es nicht. Ich bin zufrieden.
Zurück im Hotel gehen wir noch in den Pool, dann duschen und um 19:00 ins El Basha, das libanesische Restaurant im All In Bereich. (Ich habe mit etwas bakschisch für heute noch eine Reservierung bekommen können)

So müssen wir das Essen in der Speise-Halle nicht einnehmen.

Essen im Al Basha

Der letzte Tag in Sharm el Sheik

Wir sind Früh wach. Das Zimmer ist eiskalt und ich mache die Klima aus.
Wir schlummern noch etwas, dann geht es zum letzten Frühstück im LaBranda.

Heute gibt es (wieder) French Toast und Früchte-Marmelade ohne Früchte. Wir gehen zurück und packen den Koffer.
Leider wurde beim Hinflug ein Rad an meinem Rimowa Multiwheel beschädigt. Die Halterung wurde so verbogen, das sich das Rad zwar noch dreht aber nicht mehr rotieren kann. Das muss repariert werden, denn nicht mal Schrittgeschwindigkeit ist so möglich!

An der Rezeption ist Ezzat. Er ist ein lustiger Typ und eine Bereicherung für das Hotel.
Er lässt einen Hammer holen. Ich bräuchte eigentlich auch einen Schraubendreher, habe aber keinen.

Im Portemonnaie finde ich ein 2 Euro Stück.

Das passt genau. Einige Schläge und die Halterung rutscht wieder rein und alles ist ok. Jetzt fehlt nur noch eine Popp-Niete und alles ist wie neu.
Mache ich zuhause. Danke Ezzat!

Wir sitzen in der Lobby und warten aufs Taxi.

Taxi zum Airport

Was auf dem Hinweg geklappt hat gelingt wieder: Taxi für 200 EGP. Nur ohne Geschrei.

Auf der Straße vor dem Flughafen müssen wir etwas warten. Dann kommen verschiedene Passkontrollen, manuelle Kontrollen, Bomb-Checks und Polizei, die ins Auto schaut.

Lars reicht routiniert unsere Pässe dem Polizisten aus dem Auto heraus. Der zeigt auf Lars und ruft: „you no!“ .
Lars entgleiten kurz die Gesichtszüge, dann kommt das Kommando: „Only Joke“

Haha.
Damit hat keiner, auch unser Fahrer nicht gerechnet.
Endlich sind wir durch die Sicherheit und kommen in den Domestic-Flights-Warteraum.

Lars hat Hunger.
Ein leckeres Tomate – Mozarella Sandwich hilft.
Wir fliegen los nach Kairo.

Wie geht es weiter?
Kommen wir in Kairo an?
Was wird der Polizist abends seiner Frau erzählen?
Alle diese Fragen und noch viel mehr kann man in Teil III lesen. (Naja, fast alle)

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Von Amman über den Sinai nach Kairo (Teil I)

Jordan Flag

(09/2020) Am 11.Oktober 2019 brechen Lars und ich auf um die Männerreise 2019 zu erleben. (Einmal im Jahr machen Lars und ich eine Reise zu besonderen Orten, mit dem Ziel Neues kennenzulernen und zu erleben.)
Diesmal soll es von Berlin über Rom nach Amman in Jordanien gehen. Anschließend weiter nach Sharm el Sheik auf dem Sinai und “zum Entspannen” noch etwas Zeit in Kairo (fast schon meine zweite Heimat) verbringen. Zurück dann über Istanbul.

Alter Trick: Wir stellen uns bei „Baggage Drop Off“ an und checken während der 10 Minuten Wartezeit ein.

Läuft!
Die anderen warten 45 Minuten um die Bordkarte zu bekommen.
Über einen Nebeneingang kommen wir auch ohne Wartezeit durch die Sicherheit.
Läuft!

Der Flieger ist voll.

Wir fliegen mit AllItalia. Alles ist typisch italienisch, Unterhaltungen über mehrere Reihen…

Enger Terminplan

Rom

Rom: Die Sonne brennt. Die Frisur hält.

Wer kennt dieses Kind?

Nach kurzem Aufenthalt in Rom geht es weiter nach Amman. Im Flugzeug sitzen ausschließlich laut telefonierende Italiener…

Ich versuche zu schlafen. Irgendwann geht der Flug vorbei und jeder andere Passagier hat mich einmal beim vorbeigehen angestoßen und geweckt.
Am Emigration-Office kaufe ich für uns je ein Visum für je 40 JOD (55 Eu) und schon können wir einreisen. Alles wie immer.
Beim Zoll klappt es auch und die Fahrt zum Hotel kostet wie immer 22 JOD. Langsam kenne ich mich in Amman aus.

Im Hotel ist unsere Reservierung zwar noch im Computer, aber durch das Buchungs-Portal wieder storniert worden. Mein Geld hat das Hotel auch nicht bekommen.
So wie es aussieht, muss ich das Hotel hier nochmals bezahlen. Ich werde dann versuchen zu Hause über die Kreditkarte das Geld zurückzuholen.
Das kann mir aber den Abend nicht verderben.

Leicht müde, aber am Ziel.

Kurz noch einen Burger nebenan geholt und ab ins Bett.

Zimmer kühl, Bett sauber, WLAN verfügbar…

12.10.2019 Amman

Wir schlafen aus. Die Klimaanlage läuft, denn es ist schon ziemlich warm.
Dann ein ausgiebiges Frühstück.
Um 10 Uhr sind wir mit meinem Freund Khaled verabredet. Er kommt mit seinem Taxi und wir fahren erst einmal downtown. Ich möchte Lars einige Sehenswürdigkeiten zeigen. Später dann eine kleine Überraschung.

Sogar im Frühstücksraum gibt es WiFi
Importierte Marmelade
Wetter passt. Nicht so heiß wie im Sommer

Zuerst fahren wir (nach einem obligatorischen Kaffee-Stop) zum römischen Theater. Das befindet sich im Zentrum von Amman.

Dann haben wir die Möglichkeit die königliche Fahrzeug-Sammlung zu besuchen.
Nicht schlecht, was da so in der Garage steht…

Dann ging es weiter zur König-Abdullah-Moschee, wegen der blauen Kuppel auch “Blaue Moschee” genannt. Weil es die einzige Moschee ist , die für alle Konfessionen geöffnet ist, gehen wir rein.

Aufgrund der 30 Grad haben wir auf dem weichen Boden eine kleine Pause eingelegt.

Hahn im Korb im Souvenierladen

Abends gab es eine Überraschung:

Nach einem kurzen Abstecher zum Hotel sind wir zu Khaled nach Hause gefahren. Seine Frau hat extra für uns ein jordanisches Gericht gekocht: Lamm (geschmort) gelber Reis mit Sauce und Spinat mit Granatapfel.

Es gibt Mansaf!

Mansaf ist ein traditionelles jordanisches Gericht aus Lamm, das in einer Sauce aus fermentiertem Trockenjoghurt gekocht wird. Dazu wird Saj-Brot serviert.
Es ist ein beliebtes Gericht, das im gesamten Orient gegessen wird.
Es ist das Nationalgericht Jordaniens, der Name des Gerichtes kommt von dem Begriff „großes Tablett“ oder „großes Gericht“.

Thank you again so much for the invitation Khaled!
Sozan, Salma, Lars, Jens (v.r.n.l)

Zum Essen gab es Wasser, dann Kaffee, Tee und Cola. Mit den beiden Töchtern Salma (12) und Sozan (11) konnten wir uns in englisch Verständigen.
Die dritte Tochter Gore (2) sprach leider noch kein englisch. Da wir den beiden größeren Mädchen Schreibfüller mitgebrachten, wurden diese gleich auf einem 1 JOD Geldschein ausprobiert und die Geldscheine als Souvenier ausgetauscht.

Am Abend fahren wir glücklich, satt und müde ins Hotel. Was für ein toller Tag!

Der letzte ganze Tag in Amman

Am Sonntag, 13.10. haben wir lange ausgeschlafen.

Frisch geduscht geht es zum Frühstück. Heute gibt es Würstchen- Stücke mit Zwiebel und Paprika.

Ein leckeres orientalisches Frühstück

Mit dem Taxi (Ich sorgte für das Einschalten des Meters und der halbwegs direkten Fahrt!) ging es ohne Gurt Downtown.
Direkt zu meinem Klamotten-Dealer gegenüber dem berühmten Hasheem Restaurant.

Heute ist shopping angesagt!

Wir besuchen einige Läden, sehen viel Neues und essen dann etwas im Hasheem.

Falafel im Hasheem

Abends ist Modenschau im Hotel:

Lars hat sich eine Weste ausgesucht, die mal eben während eines Tees angepasst wurde.

Die Weiterreise nach Ägypten

Heute fliegen wir über Cairo nach Sharm el Sheikh zur zweiten Station unserer Reise.
Es soll gebadet, geschnorchelt und gechillt werden.

Direkt nach dem Frühstück holt uns Khaled vom Hotel ab um uns zum Airport zu fahren. Auf der letzten Tankstelle vor dem Flughafen fahren wir auch diesmal wieder ab um einen Kaffee zu trinken.

Zitat: “Good car for beduine”
shukraan ‘akhi شكرا أخي

Der Abschied fiel allen schwer, aber wir sehen uns wieder, inshallah!

Los geht es nach Ägypten

Weiter geht es in Teil II der Männerreise. (inshallah)

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Meine BMW F800 GS – Verkauft – Vermisst

F800 in den Julischen Alpen

(08/2020) Anfang August habe ich mein treues und zuverlässiges Reise-Motorrad BMW F800GS verkauft.

Einerseits ist das seit meinem Unfall eine vermutlich vernünftige Entscheidung, andererseits habe ich nun gar keine F800 GS mehr…

Mit diesem Beitrag möchte ich meinem Mopped ein virtuelles Denkmal setzen.

In weiteren Beiträgen sind bereits einige Reisen beschrieben und wenn Zeit ist werde ich nach und nach über weitere Reise der Vergangenheit hinzufügen.

Doch zunächst mal ein visueller Eindruck:


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ILLW – International Lighthouse Lightship Weekend 2020

(08/2020) In der Zeit vom 20.8.2020 – 25.8.2020 sind wir am Stettiner Haff in Uckermünde um am ILLW teilzunehmen. Wir, das sind DL7AG – Chris, DO7FIR – Steffen, DD4FK – Frank und ich, DL7JU. Sascha (DH2SN ) war Zeitweise dabei.

Der Locator ist JO73AR und der Leuchtturm hat die Nummer DE0029.

Ganz nebenbei sind wir auch noch in einem Naturschutzgebiet “Natur Park Stettiner Haff” und aktivieren das Gebiet DLFF-0037.

Unsere Homebase haben wir auf dem Zeltplatz Ueckermünde-Bellin (Link) aufgebaut. Hier dürfen wir Antennen und Masten aufbauen, Kabel verlegen und Strom verbrauchen.

Steffens Polo - Ein Raumwunder hinter dem sich mancher Werkzeugwagen verstecken kann.
Der Polo mit alles…
Das Zelt von DL7AG und DO7FIR
Grundeinrichtung Zelt 1

Übersicht über die Gegebenheiten

Trotz Corona darf hier -unter Einhaltung der Hygiene – Regeln- mit Maske und unter Einhaltung des Mindestabstands (mindestens λ 144 Mhz) gezeltet, gecampt und natürlich auch Funkbetrieb gemacht werden.

Wir reisen mit kleinem Gepäck an. 3 Autos und 2 Anhänger beinhalten nur das nötigste und nicht alles was zuhause vergessen wurde. Unterwegs wird ausreichend eingekauft, so das das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt.

Nach der Ankunft beziehen wir die beiden Hütten und fangen sofort an Bodenhülsen in die Erde zu treiben, Masten aufzustellen und alles mit Draht zu vernetzen.

Der 6m Dipol mit Rotor
Gut gesicherte 6m Dipole
DL7JU Plauze und Schüssel
DL7JU mit mini Schüssel zum mobilen Empfang von Astra TV

Der Hex-Beam*

*Was ist eigentlich ein Hex-Beam? -Nun, das stellen wir uns zunächst ganz dumm:

Link zum Hex-Beam.

Während wir QSO’s fahren, fängt Frank an seinen Hex-Beam aufzubauen.
Ganz so einfach ist es es erst nicht, aber dann, nach einiger Eingewöhnung, etwas Blut, Schweiß und Tränen wird der Beam dann sogar mit Koax Kabel versehen auf dem NVA (HTM-10) Teleskopmast zum Einsatz gebracht.
(Aufgrund der Angst des Camping – Kollegen nebenan, das eine herunterfallende Antenne sein Auto zerkratzen könnte, wird der Beam auf halber Höhe justiert)

Bereits die ersten Verbindungen bestätigen die Erwartungen und lassen gutes hoffen:
Ein freundlicher OM aus Moskau bestätigte nach dem ersten Anruf direkt eine 9+ 10db Vormittags auf dem 20m Band.

DD4FK baut seinen Hex-Beam auf
Der Hex-Beam, sieht komisch aus, funktioniert aber bestens.

Der 6m Dipol

Nachdem der Hex-Beam so gut funktionierte habe ich mit einem Dipol für 6m experimetiert. Genaues kann man in dem Artikel hierzu nachlesen.

Abbau und Fazit

Nachdem am Sonntag Abend auf den Bändern 20m, 40m und 80m die Hölle los war, ging der Montag Morgen ganz entspannt los. Ich mache noch schnell ein paar QSO in FT-8.
Steffens ICOM IC-7000 zeigt plötzlich unplausible SWR Werte an. Schnell sind die Racks auseinander genommen und die Komponenten über Kreuz getestet. Es scheint tatsächlich am IC-7000 zu liegen. Mit dieser Erkenntnis starten wir mit dem Abbau der Antennen, der Technik und der Zelte.

Fehlersuche am Gerät
Fehlersuche am DL7JU-Case
Rack  fast leer
Steffens Case schon etwas ausgeleert
Erkenntnisse machen sich breit…

Gegen 15 Uhr räumen wir das Feld. Alles passt wieder in die Anhänger.

Fazit: Ein tolles Wochenende, viele QSO’s, Sonne satt, ein defekter Yaesu FT-991, ein unstabiler IC-7000, erste Verbindungen auf 6m, ein vergessenes Funkgerät mit MMDVM Hotspot, aber extrem viel Spaß und sogar ein Bad im Stettiner Haff.

An dieser Stelle vielen Dank an Heiko Schütze, der nicht nur den Campingplatz leitet, den Brötchen-Nachschub sicherstellt, für alle Fragen offen ist, sondern auch Funkgeräte nachträglich verpackt und versendet. 🙂

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    Eine ganze Woche Funk-Urlaub – eine ganze Woche Spaß mit Funkfreunden. Insg. sechs OMs waren wir in diesem Jahr dabei und haben gerade noch vor der großen Corona-Welle und dem Lockdown eine tolle Woche verbracht. Viel gebastelt und gefunkt haben wir, auf allen möglichen Bändern und Betriebsarten…
  • Meine ersten 6m Verbindungen
    Seit einiger Zeit ist ja der Frequenzbereich zwischen 50Mhz und 52Mhz in Deutschland für den Amateurfunk nutzbar. Am 23.8.2020 habe ich beim ILLW in Ueckermünde erstmals die Gelegenheit einen von Steffen DO7FIR selbstgebauten Dipol für 6m zu testen.

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