39C3 und eine neue totA – Bekanntschaft beim Funken
Ich möchte hier von meinem Besuch auf dem 39. Chaos Communication Congress in Hamburg. (39C3) vom 27.12.-30.12.2025 berichten.
Diesmal war der Congress mit ca 16.000 teilnehmenden sehr gut besucht. Es gab über 170 Beiträge, die zum Teil bei youtube veröffentlicht sind.
Viele lokale und überörtliche „Gruppierungen“ trafen sich mit viel Hardware und kreativen Ideen in sog. assemblies. Eines dieser assemblies war die Chaoswelle (www.chaoswelle.de).
Hier gab es ein (wie ich finde) witziges und doch sinnvolles Event:
„totA“–toilets on the Air.
(Wer kennt nicht parks on the air (pota), summits on the air (sota) oder youngsters on air (yota))
Das Ziel war es eine, mehrere oder am besten alle der 17 teilweise gut versteckten Congress-Toiletten funktechnisch zu aktivieren und Kontakte sowohl zu anderen Toiletten und Urinalen herzustellen.
Die Toiletten hatten eindeutige Nummern und es war egal, ob von m/w/d ausgesendet wurde.
Ein CQ-Ruf von einer Toilette auf 430,200 Mhz (Sprechfunk in FM oder SSTV) oder auf 432,032 Mhz (in Telegrafie) wurde fast immer gehört und beantwortet.
Auch Anrufe im digitalen Brandmeister-DMR Netz (TG 26223) wurden gewertet.
Auf der Seite https://39c3.totawatch.de konnte man seine Verbindungen loggen.
Die Gegenstation brauchte nichts zu loggen, außer sie befindet sich ebenfalls auf einer Toilette. (Das wäre dann ein sogenanntes „Toilet to Toilet QSO“ (T2T-QSO).
Beim Zustandekommen einer Verbindung wurde das RST getauscht und die Verbindung auf der Webseite eingegeben.
Sprach und Bildverbindungen auf dem 39c3 TotA-Event
Bildaussendungen aus den Toiletten wurden zudem am Assembly der Chaoswelle aufgefangen und live über den Chaos-Mastodon – Kanal ins Internet gestreamt.
Auf der totawatch – Seite lassen sich die Ergebnisse unter „stats“ einsehen.
Und so begab es sich, das ich DN9ADT „zufällig“ auf Toilette T-13 bei einem T2T-QSO traf.
Wir tauschten uns (außerhalb) weiter aus und es stellte sich heraus, dass Adrian gerade erst (vor einem Monat) seine Lizenz erhalten hat und in Nürnberg wohnt.
Als ich sagte das ich dienstlich auch oft in Nürnberg bin, war nach der Frage „Grün? – Jo!“ alles klar!
Ich hatte einen Kollegen getroffen! Und ein erstes DATEV QSO auf Toilette 13 geführt!
Wahnsinn!
Mit großer Anerkennung habe ich festgestellt, dass mich Adrian in der Gesamtwertung um Längen geschlagen und alle Toiletten sowie die Urinale aktiviert hat. 🙂
Alles in allem war es ein gelungenes Event auf einem tollen Congress.
Bandplan 40m Band (Amateurfunk)
Das 40-Meter-Band oder 7-MHz-Band umfasst auf Kurzwelle die Frequenzen von 7,0 MHz bis 7,2 MHz in den ITU-Regionen 1 und 3 bzw. den Bereich von 7,0 MHz bis 7,3 MHz in der ITU-Region 2. Es ist primär dem Amateurfunkdienst zugewiesen und nach der ungefähren Wellenlänge benannt.
Bandplan 20m Band (Amateurfunk)
Das 20-Meter-Amateurfunkband erstreckt sich von 14,0 MHz bis 14,35 MHz. Der Name leitet sich von der ungefähren Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab. Es ist das klassische Weitverkehrsband (DX-Band). Im Sonnenfleckenmaximum ist es fast rund um die Uhr verwendbar, so dass Funkverbindungen mit allen Kontinenten möglich sind. Im Sonnenfleckenminimum hingegen ist das 20-Meter-Band nur tagsüber bzw. bis in die frühen Abendstunden benutzbar, fällt manchmal sogar ganz aus. Die Tote Zone ist oft größer als 1000 Kilometer.


Was es nicht alles gibt. Wir nutzen für die T2T Kommunion entweder Alexa oder Höhlenlaute aus Steinzeit. „Klopapier fehlt“, hat kaum Sprachbarrieren. Versteht man immer!