Mini-Fieldday Schönower Heide

(07/2020) Am 11.7.2020 bin ich mit drei Funkfreunden (DL7AG, DO7FIR und DD4FK) in der Schönower Heide, etwas nördlich von Berlin bei Bernau verabredet.
Wir wollen das Equipment für den bevorstehenden IlLW testen, Spaß haben und dabei noch einige QSO fahren.

Ich fahre mit kleinem Gepäck, also nur meinem Kurzwellen-Rack und einer Drahtantenne los.
Als SWL Lars und ich ankommen, haben die drei anderen OM`s schon “das nötigste” aufgebaut:
Eine Delta Loop für 80 m, ein Bud-Dipol für 40 m, eine militärische Kurzwellenantenne mit einem Magnetic Balun für mehrere Bänder sowie eine portable Magnetic Loop für 40 m.

Ganz nebenbei wird Tee (der gute Earl Grey) und später auch ein Linsengericht hergestellt.
Ein großer Aufbau ist bei mir nicht nötig, denn alles ist in meinem 19 Zoll Kurzwellen-Rack bereits vorhanden.

Das Gehäuse muss im Kofferraum nur noch positioniert werden. Dann kann direkt mit dem Betrieb begonnen werden. Mit Hilfe einer 6 m langen Angelrute bringe ich meinen 23,5 m langen NVA Antennendraht sowie den auf der Feldwoche am Dreetzsee gefertigten 1:9 Balun schnell auf einige Meter Höhe in die Bäume.

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Da es sich bei der Schönauer Heide um ein Naturschutzgebiet handelt, haben wir einige” CQ Flora Fauna rufe” gestartet. Der Locator ist DL-FF0370.

SWL Lars hat mit dem Ausbildungsrufzeichen DN1RBY ebenfalls einige gute QSO geführt.
Hier ein Ausschnitt aus seinem handgeschriebenen Log:

Wer sich erkennt und erinnert bekommt eine QSL-Karte

Hier hat sich gezeigt das sowohl ein Tisch oder sogar ein eigener Stuhl (genau wie ein funktionierender Stift) durchaus gute Investitionen sind. Sogleich bestelle ich einen Camping-Tisch auf einer großen Auktions-Plattform im Internet.
Gegen 18:00 Uhr bauen Lars und ich wieder ab und fahren Richtung Heimat. Ein toller Tag in der Natur, nette QSO und wieder viel gelernt.
Uns hat es sehr viel Spaß gemacht.

Der Tag in 12 Sekunden

(29.7.) – Heute kam eine QSL Karte von DO6GS an. Lars hat ein QSO mit ihm via DMR auf der TG 212 geführt. – Vielen Dank.

Eine WSJT-X Alternative

Der polnische Funkamateur Tom, SQ9FVE aus Lubliniec bietet unter der Bezeichnung
WSJT-Z einen Klon der bekannten WSJT-X Software mit deutlich mehr Funktionen an.

Seine Version der FT-8 Software bietet einen vollautomatischen QSO Betrieb, d.h. es ist theoretisch möglich automatisch ein QSO nach dem anderen zu führen ohne eingreifen zu müssen.
Man kann über dieses Feature denken was man will, einen Blick auf die Software ist es auf jeden Fall wert.

Die Software bietet nämlich noch weitere Vorteile:
Eine angepasste Oberfläche, die auch ein größeres Bandaktivitäts-Fenster beinhaltet,
Einige erweiterte Filterfunktionen,
Die Integration von qrz.com,
Audiowarnungen und vieles mehr.

Tom’s Klon basiert übrigens auf WSJT-X 2.2.0 und ist auf Sourceforge unter https://sourceforge.net/p/wsjt-z/ kostenfrei zu finden.
Auf seiner qrz.com Seite gibt es viele weitere Informationen und Screenshots.

Ausbildung spielt eine große Rolle

Ausbildung und Fortbildung spielt im Amateurfunk eine große Rolle!

Und es hört erst recht nicht mit Erlangung der Amateurfunklizenz auf!

Denn auch wenn man die Fragen richtig beantworten bzw. ankreuzen konnte, heißt es noch lange nicht, das der neue Funkamateur nun der Fachmann ist. Das Gegenteil ist der Fall.

Nach dem Lernen der Grundlagen kann man -ganz natürlich- kein Spezialist sein.
Vielmehr hat man das Grundwissen nachgewiesen auf dem sich echtes Fachwissen aufbauen lässt

Im Kreis der Amateurfunker gibt es den sogenannten Hamspirit.
Hierbei wird respektvoll miteinander umgegangen und sich untereinander ausgeholfen.
Sei es auch nur mit einem unerwarteten Ratschlag. 😉

Lars und Jens (DL7JU) beim Ausbildungs – QSO (Foto:DL7AG)

Das Bild zeigt meinen Sohn Lars im Alter von 11 Jahren bei einem QSO im März 2020.
Lars konnte bereits mit 10 einen Teil der Amateurfunk – Lizenzprüfung der Klasse E erfolgreich ablegen. Nun wird weitergelernt und es folgt hoffentlich bald die “Zulassung zum Amateurfunkdienst” als einer der jüngsten Funker.

Yaesu FT-991a Einstellungen für FT8

Immer wieder wird man gefragt was am Transceiver und am Computer einzustellen ist um mit WSJT-X ON Air gehen zu können.

Ich möchte das einmal am Beispiel meines Yaesu FT-991a zeigen.
So schwer ist es nämlich gar nicht gar nicht:

Bevor man den Transceiver mit dem Computer verbindet, muss der Treiber von Yaesu heruntergeladen und installiert werden.

Das allein ist kein Problem, es sollte eben nur vor dem Verbinden mit dem Computer erledigt werden.
Wenn dann der Yaesu verbunden wird erscheinen in der Hardware-Umgebung zwei weitere COM-Ports.
(Per rechter-Taste kann hier auch die Nummer des COM-Ports abgeändert werden.

Ebenfalls erscheint in der Hardwareumgebung unter USB Audio Gerät ein neuer Mikrofon und Lautsprecheranschluss.
Den Lautsprecheranschluss habe ich zunächst zugelassen, den Pegel des Mikrofons habe ich am Yaesu so eingestellt dass die ALC den Wert von neun nicht übersteigt.

Als nächstes müssen im Funkgerät einige Einstellungen getätigt werden.
Im folgenden habe ich nur die Menü-Einträge aufgeführt die für
WSJT-X relevant sind.

Menü NummerEinstell-Wert
28rs232c
2938400
3010
3138400
32100
33enable
59direct freq
62others
641500
651500
66off
684000
70REAR
71DTR
72USB
Tabelarische Auflistung der nötigen Einstellungen im FT-991a für FT8 Betrieb

Bandplan 80m (Amateurfunk)

FrequenzbereichBandbreiteNutzung
3,500–3,510 MHz200 HzCW, bevorzugt interkontinental
3,510–3,560 MHz200 HzCW, bevorzugter CW-Contestbereich, Aktivitätszentrum 3555 kHz
3,560–3,570 MHz200 HzCW, niedrige Sendeleistung (bis 5 Watt), contestfreier Bereich, Aktivitätszentrum 3560 kHz
3,570–3,580 MHz200 HzSchmalband, Digimode
3,580–3,590 MHz500 HzSchmalband, Digimode
3,590–3,600 MHz500 HzSchmalband, Digimode, automatische digitale Stationen
3,600–3,620 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, Digimode, automatische digitale Stationen
3,620–3,650 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, bevorzugt Contest SSB, Aktivitätszentrum für digitale Sprachübertragung auf 3630 kHz
3,650–3,700 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, Aktivitätszentrum für Funk mit wenig Leistung (QRP) in SSB auf 3690 kHz
3,700–3,775 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, bevorzugt Contest SSB, Aktivitätszentrum für Bildübertragung auf 3735 kHz, Aktivitätszentrum für Notfunk auf 3760 kHz
3,775–3,800 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, bevorzugt Contest SSB, vorrangig für Interkontinentalverbindungen

Im Amateurfunk wird das 80-Meter-Amateurband meistens für lokale (z. B. deutschlandweite) Funkkontakte genutzt oder für Funkverbindungen mit anderen Funkamateuren auf dem gleichen Kontinent. Dieser Umstand begründet sich darin, dass die für eine (weitverkehrsgünstig) flache Strahlung nur mit Aufbauhöhen über Grund zu erreichen ist, die für die meisten Funkamateure nicht realisierbar ist (halbe Wellenlänge, entspricht 40 m). Allerdings sind auch durchaus – bei entsprechenden Antennen – weltweite Verbindungen möglich.

Die Frequenzbereiche, welche die Funkamateure nutzen können, variieren stark. In einigen Ländern sind die kompletten 500 kHz dem Amateurfunk zugewiesen, in anderen nur 300 kHz. Und selbst dieser Frequenzbereich wird oft mit anderen Funkdiensten gemeinsam genutzt.

RegionFrequenzbereich
IARU-Region 13,500 bis 3,800 MHz
IARU-Region 23,500 bis 3,850 MHz
IARU-Region 33,500 bis 3,900 MHz

FT8 Frequenzen

2190m136,130 kHz
630m474,200 kHz
160m1,840 MHz
80m3,573 MHz
60m5,357 MHz
40m7,074 MHz
30m10,136 MHz
20m14,074 MHz
17m18,100 MHz
15m21,074 MHz
12m24,915 MHz
10m28,074 MHz
6m50,313 MHz
interkontinentale QSO: 50,323 MHz
4m 70,100 MHz
4m 70,154 MHz
2m144,174 MHz
1.25m222,174 MHz
70cm432,174 MHz
70cm432,500 MHz
23cm1296,174 MHz
Übersicht über die derzeitigen FT-8 Frequenzen. Nicht alle Frequenzen sind in allen Ländern freigegeben.

Bandplan 12m Band (Amateurfunk)

Frequenzbereichmax. BandbreiteNutzung
24,890–24,915 MHz200 HzCW, Aktivitätszentrum QRP 24906 kHz
24,915–24,925 MHz500 HzSchmalband, Digimode
24,925–24,929 MHz500 HzSchmalband, Digimode, automatisch arbeitende Stationen
24,929–24,931 MHzInternationales Baken-Projekt, kein Sendebetrieb
24,931–24,940 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, Digimode, automatisch arbeitende Stationen
24,940–24,990 MHz2700 Hzalle Betriebsarten

Bandplan 2m Band (Amateurfunk)

FrequenzbereichNutzung
144,000–144,150 MHzCW
144,150–144,400 MHzCW und SSB (internationale Anruffrequenz SSB: 144,300 MHz)
144,400–144,490 MHzCW-Baken (kein Sendebetrieb)
144,500–144,794 MHzalle Betriebsarten
144,800–144,9625 MHzDigitale Betriebsarten144,800 MHz für APRS Packet-Radio-Kanäle haben ein Kanalraster von 12,5 kHz
144,975–145,1875 MHzFM-Relais-Eingabe (+600 kHz Shift)FM-Relaiskanäle haben einen Kanalabstand von 12,5 kHzFM-Relais-Ausgaben sind mit ihren entsprechenden -Eingaben gekoppelt
145,2125–145,5625 MHzFM simplexKanalabstand: 12,5 kHz
145,575–145,7875 MHzFM-Relais-Ausgabe (-600 kHz Shift)FM-Relaiskanäle haben einen Kanalabstand von 12,5 kHzFM-Relais-Eingaben sind mit ihren entsprechenden -Ausgaben gekoppelt
145,800–146,000 MHzAmateurfunksatelliten
Mein Yaesu FT-991a beim Betrieb auf 2m, hier auf dem Spandau Relais DB0SP, was hier immer mit Vollanschlag ankommt.

Bandplan 10m Band (Amateurfunk)

Frequenzbereichmax. BandbreiteNutzung
28,000–28,070 MHz200 HzCW, Aktivitätszentrum QRS 28,055 MHz, Aktivitätszentrum QRP 28,060 MHz
28,070–28,120 MHz500 HzSchmalband, Digimode
28,120–28,150 MHz500 HzSchmalband, Digimode, automatische digitale Stationen
28,150–28,190 MHz500 HzSchmalband
28,190–28,199 MHzinternationales Baken-Projekt, regionale Baken, kein Sendebetrieb
28,199–28,201 MHzinternationales Baken-Projekt, weltweite Baken, kein Sendebetrieb
28,201–28,225 MHzinternationales Baken-Projekt, kein Sendebetrieb
28,225–28,300 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, Baken
28,300–28,320 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, Digimode, automatische digitale Stationen
28,320–29,000 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, Aktivitätszentrum SSB (USB) QRP 28,360 MHz
29,000–29,100 MHz6000 Hzalle Betriebsarten
29,100–29,200 MHz6000 Hzalle Betriebsarten, Digimode, FM-Simplex
29,200–29,300 MHz6000 Hzalle Betriebsarten, Digimode, automatische digitale Stationen
29,300–29,510 MHz6000 HzSatelliten-Downlink
29,510–29,520 MHzSchutzkanal
29,520–29,590 MHz6000 HzSchmalband-FM-Relais, Eingang (RH1-RH8)
29,600 MHz6000 HzSchmalband-FM-Anruffrequenz
29,610 MHz6000 HzSchmalband-FM-Simplex, Repeater (in/out)
29,620–29,690 MHz6000 Hzalle Betriebsarten, Schmalband-FM-Relais, Ausgang (RH1-RH8)

Bandplan 40m Band (Amateurfunk)

Das 40-Meter-Band oder 7-MHz-Band umfasst auf Kurzwelle die Frequenzen von 7,0 MHz bis 7,2 MHz in den ITU-Regionen 1 und 3 bzw. den Bereich von 7,0 MHz bis 7,3 MHz in der ITU-Region 2.

Es ist primär dem Amateurfunkdienst zugewiesen und nach der ungefähren Wellenlänge benannt.

Frequenzbereichmax. BandbreiteNutzung
7,000–7,040 MHz200 HzCW, Aktivitätszentrum QRP 7030 kHz
7,040–7,047 MHz500 HzSchmalband, Digimode
7,047–7,050 MHz500 HzDigimode, automatisch arbeitende Stationen
7,050–7,060 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, Digimode
7,060–7,100 MHz2700 Hzalle Betriebsarten
7,100–7,200 MHz2700 Hzalle Betriebsarten, Aktivitätszentrum Bildübertragung 7,165 MHz
Übersicht über die 40m Bandeinteilung